queerNB lädt zum Mitbring-Picknick in den Kulturpark

Am Freitag, den 30. Juli, lädt der Verein queerNB zum „Queeren Picknick“ ein. Nachdem der Queere Stammtisch zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie nur virtuell sattfinden konnte, wird am Freitag ab 19 Uhr im Kulturpark (zwischen Oberbachbrücke und Eiscafé Venezia) ein queeres Picknick an frischer Luft stattfinden.

Jede/r bringt eine Picknickdecke und etwas zu knabbern mit und wir verbringen einen schönen Abend miteinander. queerNB-Vereinsmitglieder Sebastian wird vor Ort und Ansprechpersonen für alle Interessierten sein. Es wird um Einhaltung der 3G-Regel gebeten. Alle Menschen, die sich den queeren Communitys zugehörig oder sonst mit dem Thema verbunden fühlen, sind herzlich zum Austausch im sicheren Rahmen eingeladen.

Seit November 2017 treffen sich jeden letzten Freitag im Monat ab 20 Uhr queere Menschen zu einem Stammtisch in Neubranden-burg. Neben dem Torcafé, dem Stammlokal des Stammtischs, hat sich die Gruppe auch schon im Winehouse, dem Foyercafé, im Güterbahnhof und im Kulturpark getroffen.

Betrüger in Neubrandenburg aktiv!

Seit den gestrigen Mittagsstunden versuchen Betrüger wieder mittels der sogenannten Schockanrufe ältere Menschen um ihr Erspartes zu bringen. Im Stadtgebiet Neubrandenburg waren sie besonders aktiv. Allein gestern Nachmittag gab es hier acht derartige Anzeigen – die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.

Die Betrüger wählten erneut die Masche des Angehörigen, der einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hat und nur durch eine Kautionszahlung frei kommt. Der Druck wurde durch weinende Enkel/Neffen/Töchter, drängende Polizisten und drohende Staatsanwälte und Haftrichter erhöht.

Die Geschädigten, die sich bei uns meldeten hatten alle alte deutsche Vornamen. Die älteste Angerufene war 98 Jahre alt.

In den gestern angezeigten Fällen bewahrten Schläue, aber auch eine ordentliche Portion Glück, die Senioren vor finanziellem Verlust. In einem Fall klingelte gerade während des Telefonates die echte Tochter an der Tür. In einer anderen Situation beendete ein leeres Telefon-Akku das Gespräch. Eine Betroffene hat überhaupt keine Enkel. Einige Geschädigte kannten die Masche aus den Medien und legten auf. Aber andere Sachverhalte zeigten auch, dass man den Betrügern mit Cleverness auf die Schliche kommen kann. Ein 88-jähriger Geschädigter rief während des Telefonats auf dem Festnetz mit seinem Handy seinen echten Sohn an. Eine 96-Jährige hinterfragte mehrfach die Namen der Enkel. Und ein 63-jähriger Mann fragte die angebliche Polizistin nach dem genauen Unfallort. Die Straße gibt es in Neubrandenburg gar nicht.

Die Polizei freut sich sehr, dass gestern kein geglückter Fall angezeigt wurde. Gleichzeitig warnt sie aber noch einmal eindringlich. Die Geldabholer der Betrügerbanden sind immer für eine gewisse Zeit in einem bestimmten Gebiet. Wenn dieses „abgegrast“ ist, ziehen sie weiter. Vermutlich wird es deshalb zeitnah viele weitere Anrufer der Betrüger in unserem Gebiet geben.

Innenministerium lehnt Regenbogenflagge vor dem Rathaus ab Tore-Stadt wird dennoch bunt

Die Regenbogenflagge wird anlässlich des Christopher Street Days (CSD) nicht vor dem Neubrandenburger Rathaus gehisst werden können. Das Ministerium für Inneres und Europa des Landes hat dies abgelehnt. Die Stadtvertretung der Vier-Tore-Stadt hatte während der jüngsten Sitzung einen entsprechenden Beschluss zum Hissen der Regenbogenflagge vor dem Neubrandenburger Rathaus gefasst und sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass vom 7. bis 14. August die Regenbogenflagge vor dem Rathaus wehen soll.

„Die Entscheidung aus dem Innenministerium ist eindeutig und zu akzeptieren“, betonte Oberbürgermeister Silvio Witt. „Wir werden dennoch in der CSD-Woche Flagge zeigen, nun wie gewohnt am Bahnhof. Es würde mich freuen, wenn sich viele Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger dem anschließen und ebenfalls die Regenbogenflagge kreativ präsentieren.“

In der Begründung bezieht sich das Ministerium auf die Beflaggungsverordnung Mecklenburg-Vorpommerns. Mit dieser Verordnung ist festgelegt, welche Flaggen vor Dienstgebäuden der unmittelbaren und mittelbaren Landesverwaltung zugelassen sind. „Die Beflaggung öffentlicher Gebäude zielt darauf ab, zu besonderen Anlässen durch das Zeigen hoheitlicher Symbole die Verwertung von bestimmten Ereignissen durch staatliche und andere öffentliche Stellen zu demonstrieren“, heißt es. „Daher sind gerade an öffentlichen Dienstgebäuden persönliche, politische oder weltanschauliche Bekenntnisse oder Symbole zu vermeiden, auch wenn diese in tatsächlicher Hinsicht sowohl von der Politik als auch von Teilen der Bevölkerung als begrüßenswert erachtet werden.“ Der Regenbogenflagge komme diese hoheitliche Funktion nicht zu und ein hoheitsbezogener Anlass liege ebenfalls nicht vor. Das Innenministerium hat aus diesen Gründen den Antrag der Vier-Tore-Stadt abgelehnt.

Gleichzeitig wird in dem Schreiben darauf hingewiesen, dass das Setzen der Flagge an anderer Stelle durchaus möglich ist.

Fotos: Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg

Neubrandenburg wird sich in der CSD-Woche bunt zeigen. Unter dem Motto „FARBE BEKENNEN Im Land der 1000 Seen“ ruft der Verein queerNB e.V. zur Christopher-Street-Day-Demonstration am 14. August durch die Vier-Tore-Stadt auf. Beginn ist um 13 Uhr auf dem Markt. Damit wollen die Aktivist*innen sich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie queeren Menschen einsetzen. Die Schirmherrschaft haben Oberbürgermeister Silvio Witt und Oberstleutnant Anastasia Biefang, die erste offen transgeschlechtliche Bataillonskommandeurin der Bundeswehr.

Auch die Turmstraße wird sich an diesem Tag in den Regenbogenfarben zeigen. Die Vier-Tore-Stadt hat anlässlich des CSD gemeinsam mit Vereinen, Einrichtungen, Institutionen und Unternehmen die Aktion „RegenbogenSchirm“ ins Leben gerufen. Seit Monaten wurden 100 Schirme von den Teilnehmern individuell gestaltet. Die Regenschirme werden in der Turmstraße aufgespannt, als ein buntes Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz.

Tipps für Nationalparkgenuss ohne Ärger

Volle Campingplätze und keine spontane Buchung. Doch wohin für die kommende Nacht? Ein paar Hinweise für einen konfliktfreien Aufenthalt im Müritz-Nationalpark.

Wildcampen ist im Nationalpark verboten. Rechtzeitig den Camping- oder Stellplatz buchen verhindert unnötigen Ärger. (Foto: F. Seemer)

Der Campingplatz ist schon voll – kein Einlass ohne Reservierung. Bei der großen Nachfrage in diesem Sommer keine Ausnahme. Doch viele Wohnmobilisten fahren einfach drauf los in der Hoffnung, es finde sich bestimmt ein geeigneter Schlafplatz. Oder die Paddeltour ist gebucht, die Campingplätze aber nicht. Aber was tun, wenn alles ausgebucht und nichts reserviert ist?

Ganz sicher nicht wild campen, auf irgendeinen Parkplatz oder in einen Waldweg stellen. Das bedeutet in der Regel ein Ordnungsgeld. Hier hilft nur rechtzeitige Planung und Buchung der Übernachtungen – besonders für Wasserwanderer unumgänglich.

Dass das Übernachten auf Parkplätzen oder einer Wiese für eine Nacht erlaubt sei, ist ein Gerücht. Immer ist das Einverständnis des Grundeigentümers notwendig. „Gerade im Nationalpark ist das Campen nur auf Campingplätzen erlaubt, das Übernachten mit einem Wohnmobil auf Parkplätzen ist verboten. Unsere Ranger sind daher schwerpunktmäßig in den Morgen- und Abendstunden zu Land und zu Wasser unterwegs, um diese Regelverstöße zu unterbinden.“ sagt Rangerchef Hellmund.

Aber es gibt eine gute Nachricht: Im und um den Nationalpark gibt es sehr viele Campingplätze und Wohnmobilstellplätze. Und hier sind meist noch Plätze frei. Wer sich rechtzeitig kümmert, der bekommt auch etwas.
In Federow ist im vergangenen Jahr ein Wohnmobilstellplatz hinzugekommen – direkt neben der Nationalpark- info mit großem Themenspielplatz.

Und wenn Sie die Leinenpflicht für Hunde und das Rauchverbot im Schutzgebiet berücksichtigen, dann steht einem entspannten Naturgenuss im Müritz-Nationalpark nichts mehr im Weg.

Kleine Cannabisplantage entdeckt

Am Mittwochabend, 21.07.21, meldete ein Hinweisgeber, dass er bei einem Spaziergang durch die Parzellen einer Kleingartenanlage in der Nähe des Reitbahnviertels „illegale Pflanzen“ entdeckt habe.

Die eingesetzten Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg fanden den Sachverhalt bestätigt vor. Schon vom Zaun aus konnte man im Garten einige Cannabispflanzen sehen.

Zusammen mit den Beamten des Kriminaldauerdienstes „ernteten“ die Kräfte insgesamt 26 Cannabispflanzen aus Garten und Gewächshaus und beschlagnahmten diese. Die Pflanzen hatten eine Größe von bis zu 220 cm.

Die Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz richten sich nun gegen die Eigentümer des Gartens.

Landeskulturpreis geht an Künstlerduo Scheibner/Doering, Förderpreis an Dörte Kiehn für den Landesverband Freier Theater MV e.V.

Den Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern erhält in diesem Jahr das Künstlerduo Lars Scheibner (Chefchoreograph der Deutschen Tanzkompanie Neustrelitz) und Dr. Marcus Doering (Physiker und Interaktionschoreograph). „Beiden ist es gelungen, in neuartiger, aktuell bundesweit und wohl auch europaweit einzigartiger Weise Naturwissenschaft und Tanzkunst zu einer eigenen Kunstform zu verschmelzen – und das fantasievoll, ästhetisch und spektakulär zugleich. Ihre Inszenierungen begeistern die Tanzszene und das Publikum gleichermaßen. Ihre Arbeiten sind ein gutes Beispiel dafür, welchen Freiraum Mecklenburg-Vorpommern Künstlerinnen und Künstlern für die Entwicklung hochkarätiger Kulturprojekte bietet“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

Der Kulturförderpreis geht an Dörte Kiehn, Gründerin des Tandera Theaters, Geschäftsführerin und Vorstandsmitglied des Landesverbandes Freier Theater in Mecklenburg-Vorpommern. „Niveauvolle Kinderkultur ist ihr seit Jahren eine Herzensangelegenheit. Das wird bei ihren Auftritten mit ihrem Figurentheater genauso deutlich wie bei ihren Workshops in Grundschulen, wenn sich die Mädchen und Jungen unter ihrer Anleitung im Puppenbau und Puppenspiel leidenschaftlich erproben können. Ihr Ziel ist es, Kinder frühzeitig mit Kultur in Verbindung zu bringen. So engagiert sie sich auch beim Projekt „Künstler für Schüler“ des Künstlerbundes Mecklenburg-Vorpommern. Ihr großes Engagement für Freie Theater in unserem Land hat unsere Anerkennung verdient“, so die Ministerpräsidentin.

Künstlerinnen und Künstler hätten es während der Pandemie besonders schwer gehabt. „Es konnten kein Theater, keine Veranstaltungen, keine Ausstellungen stattfinden. Das war sowohl für die Kulturschaffenden als auch für das Publikum eine schwierige Zeit. Die Landesregierung hat mit dem MV-Schutzfonds Kultur in Höhe von 20 Millionen Euro geholfen. Wir alle sind froh, dass wir jetzt wieder Kultur genießen können. Denn Kultur gehört zu uns und unserem Alltag“, so die Regierungschefin.

Die Ministerpräsidentin verleiht den Landeskulturpreis und den Kulturförderpreis am 9. August in der Landeshauptstadt.