Oktober-Arbeitslosigkeit im Landkreis – Neubrandenburg Spitze

„Die aktuellen Zahlen zeigen eine Entwicklung am Arbeitsmarkt, der sich weiter stabilisiert. Allerdings: Die Krise ist noch nicht vorbei. Zwar schwächen sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie ab, aber die wirtschaftlichen Folgen – vor allem in den besonders von der Krise gebeutelten Branchen – werden immer deutlicher. Und mit dem Anstieg der Infektionszahlen wächst die Nervosität der Wirtschaft im Seenplattelandkreis“, sagte der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Seenplatte im Überblick

  • Insgesamt 10.960 Arbeitslose: ein Minus zum Vormonat (-230), ein Plus zum Oktober 2019 (+546)
  • Arbeitslosenquote in der Seenplatte 8,4 Prozent
  • Jugendarbeitslosigkeit sinkt zum Vormonat saisonbedingt
  • Überdurchschnittlicher Rückgang bei Jugendlichen – im Vormonats- u. Vorjahresvergleich
  • Über 2.500 freie Stellen gemeldet
  • Niedrigste Quote in Röbel mit 5,9 Prozent – höchste Quote mit 11,2 Prozent in Neubrandenburg

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Weberglockenmarkt und Eislaufsaison fallen in diesem Jahr aus

„Unsere Stadt.Unsere Künstler!“ wird verschoben

Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht in aller Stille

Der Weberglockenmarkt und die neu.sw Eislaufsaison müssen in diesem Jahr schweren Herzens abgesagt werden. Die Entwicklung der Pandemie und die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus haben diese Entscheidung notwendig gemacht. Die Stadtwerke verweisen in diesem Zusammenhang auf die getroffenen Vorgaben, die beinhalten, dass Freizeitsport nicht möglich ist. „Wir werden unsere neu.sw Eislaufhalle auf dem Neubrandenburger Marktplatz deshalb nicht aufbauen“, heißt es von dort.

„Die Entscheidung, dass es 2020 keinen Weberglockenmarkt geben wird, ist allen sehr schwer gefallen und trifft uns hart“, betont Oberbürgermeister Silvio Witt. „Aber jetzt hat die Gesundheit für alle oberste Priorität und wir werden die von Land und Bund getroffenen Maßnahmen umsetzen, um die zweite Welle der Pandemie zu brechen.“ Die Innenstadt der Vier-Tore-Stadt wird trotzdem in weihnachtlicher Atmosphäre erstrahlen und entsprechend gestaltet. Aktuell wird hierzu ein Licht- und Gestaltungskonzept erarbeitet und zur Prüfung gegeben.

Die Stadt und ihre beiden Töchterunternehmen neu.sw und das Veranstaltungszentrum (VZN), als Organisator des Weberglockenmarktes, hätten gern einen Lichtblick in der Vorweihnachtszeit gesetzt. „Nun planen wir für das nächste Jahr.“

Von den am Mittwoch beschlossenen Maßnahmen sind auch weitere städtische Veranstaltungen betroffen. Die kleine Festivalreihe „Unsere Stadt. Unsere Künstler!“ von Stadt und VZN, die im November fortgesetzt werden sollte, um heimischen Künstlern unter Beachtung der Corona-Auflagen eine Bühne zu geben, wird verschoben. „Sofern es Lockerungen gibt, werden wir aber neue Termine dafür bekanntgeben“, verspricht der Oberbürgermeister.

Auch die traditionelle Gedenkveranstaltung anlässlich der Pogromnacht am 9. November 1938 kann in diesem Jahr nicht wie geplant durchgeführt werden. Stattdessen werden Stadtpräsident Dieter Stegemann und Oberbürgermeister Silvio Witt in einer sogenannten stummen Veranstaltung ohne Gäste Kränze am Synagogenplatz niederlegen.

Aktuelle Warnung vor Betrügern – ein Betrug geglückt – Rentnerehepaar verliert mehr als 20.000 Euro

Am Mittwoch, 28.10.2020, kam es in Blankensee zu einem geglückten Betrug zum Nachteil älterer Menschen, bei dem ein Rentnerehepaar über mehr als 20.000 Euro ihres Vermögen gebracht wurden.

Das geschädigte deutsche Rentnerehepaar ist über 80 Jahre alt. Die Ehefrau hat am 28.10.2020 gegen 09:30 Uhr einen Anruf einer vermeintlichen Staatsanwältin aus Görlitz erhalten. Diese gab an, dass die Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht hätte, bei dem eine Radfahrerin tödlich verunglückt sei. Zudem soll der Schwiegersohn auf dem Beifahrersitz gesessen haben und bei dem Unfall ebenfalls verletzt worden sein. Zusätzlicher psychischer Druck wurde auf die Geschädigte aufgebaut, da im Hintergrund wiederholt eine weibliche weinerliche Stimme die Worte rief: „Mutti, hilf mir“.

Von der Geschädigten wurden 150.000 Euro als Kaution gefordert. Da die Rentnerin diese Summe nicht aufbringen konnte, erklärte sie, dass sie 20.000 Euro in bar, kleine Goldbarren und diverse Schmuckstücke in Gold besitzt. Sie kontaktierte ihren Ehemann, der ebenfalls durch die vermeintliche Staatsanwältin über den Verkehrsunfall der Tochter in Kenntnis gesetzt wurde.

Der Ehemann organisierte anschließend telefonisch über die Hausbank einen Dispokredit in Höhe von 20.000 Euro. Er schenkte dem Hinweis des Bankangestellten auf einen möglichen Betrugsversuch dabei keine Bedeutung. Der Geschädigte holte in der Folge den eingerichteten Dispokredit vom Bankautomaten in Blankensee ab und begab sich gegen 16:20 Uhr zur vereinbarten Übergabe in die Lessingstraße nach Neustrelitz. Dort übergab der Geschädigte einer unbekannten männlichen Person 20.000 Euro in bar, mehrere Goldbarren im Gesamtwert von ca. 500 Euro sowie diversen Familienschmuck.

Den unbekannten Mann beschreibt der Geschädigte wie folgt: klein, ca. 50 Jahre alt. Er trug einen schwarzen Anorak mit weißem Aufdruck, eine helle Mütze, einem weißen Mundschutz und eine schwarze Umhängetasche. Der Tatverdächtige verließ den Übergabeort anschließend fußläufig in Richtung Kiefernheide.

Der Geschädigte begab sich anschließend zurück zur Wohnanschrift, hegte Zweifel und verständigte von dort die Polizei. Die Beamten haben eine Strafanzeige aufgenommen. Die Ermittlungen wurden in der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg aufgenommen. Zeugen, die die Geldübergabe am Mittwoch, den 28.10.2020 gegen 16:20-16:30 Uhr beobachtet haben oder Angaben zum Tatverdächtigen oder einem möglichen Fluchtfahrzeug geben können, melden sich bitte bei der Polizei in Neubrandenburg unter 0395-5582 2224 oder im Internet unter www.polizei.mvnet.de.

Auch heute Vormittag sind die Telefonbetrüger wieder aktiv. Im Raum Neubrandenburg rufen die Betrüger derzeit insbesondere ältere Menschen an und hinterfragen das Vermögen potentieller Geschädigter, stellen sich als angeblicher Polizist vor oder, wie auch in dem hier beschriebenen Fall, geben an, dass ein naher Angehöriger einen schweren Verkehrsunfall gehabt hat mit Folgen, für welche Bargeld benötigt wird.

Die Polizei warnt, keiner fremden Person Geld zu übergeben. Bitte nehmen Sie selbstständig Kontakt zu ihren Angehörigen auf und besprechen das Anliegen mit diesen. Bei verdächtigen Anrufen, kontaktieren Sie bitte die 110.

Bürgersprechstunde des OB auf dem Datzeberg

Oberbürgermeister Silvio Witt lädt am 16. November erneut zu einer Bürgersprechstunde ein. Treffpunkt ist um 17 Uhr im Stadtteilbüro auf dem Datzeberg (Max-Adrion-Straße 5).

Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, mit dem Oberbürgermeister persönlich zu sprechen, Fragen an ihn zu richten und ihre Anliegen zu schildern.

Aufgrund der Corona-Maßgaben sind die Plätze begrenzt. Anmeldungen unter der Telefonnummer 0395 5552765 oder per Mail an sabine.renger@neubrandenburg.de.

Positive Bilanz – Ordnungsamt findet kaum Maskenmuffel

Nach den Kontrollen zur Maskenpflicht in Neubrandenburgs Stadtbussen am Dienstag hat das Ordnungsamt eine weitgehend positive Bilanz gezogen. Es wurden keine Fahrgäste ohne Mund-Nasen-Bedeckung angetroffen. Verwarnungen gab es trotzdem.

Der Grund dafür: Die Fahrgäste trugen ihre Maske nicht ordnungsgemäß über Mund UND Nase. In 25 Fällen sei deshalb eine Belehrung zur korrekten Anwendung erfolgt, teilte das Ordnungsamt mit. Insgesamt betrachtet seien die Bürger aber sehr kooperativ gewesen und hätten Verständnis für die Kontrollen gezeigt. Lediglich eine ältere Dame habe etwas nachdrücklicher auf die Nutzung der Maske hingewiesen werden müssen.

Kontrolliert wurde zwischen 6:30 Uhr und 15:30 Uhr in den Stadtbussen unterschiedlicher Linien. Schwerpunkt war der Schülerverkehr.

Angemerkt
Wenn man solche Kontrollen auch ankündigt, was erwartet an da denn für ein Ergebnis?

Studiengang Soziale Arbeit baut Praxisanteil aus: Kooperationspartner gesucht

Die Hochschule Neubrandenburg legt großen Wert auf eine praxisnahe Lehre. Ein neu eingeführtes, zusätzliches Kurzpraktikum sorgt im Studiengang „Soziale Arbeit“ für einen noch höheren Praxisbezug des Studiums.

„Die langjährige und konstruktive Zusammenarbeit mit den lokalen und regionalen Projekten der Sozialen Arbeit macht immer wieder deutlich, dass sich die Studierenden einen kontinuierlichen Praxisbezug wünschen“, betont Prof. Dr. Thomas Markert, Studiengangsbeauftragter für den Bachelor Soziale Arbeit.

Silvia Hasart-Krüger übernimmt die Praxiskoordination in dem Studiengang und ist sich sicher: „Durch die Praxiskontakte können die Studierenden die Karrierechancen in der Region entdecken und erhalten dadurch Bleibeperspektiven. Dementsprechend freuen wir uns als Fachbereich darauf, mit unseren Praxispartner/inne/n das neue Kurzpraktikum ab Februar 2021 zu gestalten und laden weitere Praxisprojekte ein, mit der Hochschule zu kooperieren.“

Im Wintersemester 2020/21 haben sich über 130 Studierende im Studiengang „Soziale Arbeit“ eingeschrieben – dem einzigen gebührenfreien Studiengang für Soziale Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern. Neben der Änderung im Praxisanteil sieht Prof. Dr. Markert bei einem solch großen Jahrgang auch das Studium in Zeiten einer Pandemie als besondere Herausforderung und betont: „Dieses Jahr ist das erste Semester für die zukünftigen Fachkräfte und die Hochschullehrkräfte in vielerlei Hinsicht neu. Mit einem soliden Hygieneplan gelingt es – mit Ausnahme der Vorlesungen – das Studieren in Präsenzform zu organisieren und den Studierenden einen umsichtigen, aber zugleich lebendigen Einstieg in diese Lebensphase zu ermöglichen.“

Zeugen nach Körperverletzung zum Nachteil eines 14-Jährigen gesucht

Am frühen Dienstagabend, 27.10.2020, gegen 17:10 kam es in einem Einkaufszentrum im Juri-Gagarin-Ring in der Neubrandenburger Oststadt zu einer Körperverletzung zum Nachteil eines 14-jährigen Deutschen.

Der Geschädigte befand sich in dem Einkaufszentrum, als ihm zwei männliche Jugendliche, einer von ihnen ohne Mund-Nasen-Schutz, begegnete. Der Geschädigte konfrontierte die männliche Person ohne Mund-Nasen-Schutz auf dessen Fehlverhalten. Daraufhin agierten die Jugendlichen gemeinschaftlich zum Nachteil des Geschädigten, wobei sie diesen schlugen und traten, sodass er Nasenbluten erlitt. Die Tatverdächtigen flüchteten in der Folge unerkannt über einen Seitenausgang.

Die Verletzungen des 14-Jährigen wurden vor Ort durch Rettungskräfte ambulant behandelt. Die zwei männlichen Tatverdächtigen werden ca. 16 Jahre alt geschätzt und hatten einen ausländischen Dialekt. Beide haben eine schlanke Statur und dunkle Haare. Einer der Tatverdächtigen trug einen roten Kapuzenpullover, der zweite Tatverdächtige einen hellen Kapuzenpullover.

Im Kriminalkommissariat Neubrandenburg wurden die Ermittlungen wegen der gefährlichen Körperverletzung aufgenommen. Es werden Zeugen gesucht. Wer den Sachverhalt beobachtet hat, Angaben zu den Tatverdächtigen oder andere sachdienliche Hinweise geben kann, richtet diese bitte an die Polizei in Neubrandenburg unter 0395 5582 5224 oder im Internet unter www.polizei.mvnet.de.