Pakistanische Universität und Hochschule Neubrandenburg wollen enger zusammenarbeiten

Die Hochschule Neubrandenburg hat eine Absichtserklärung mit der Government College University Lahore (Pakistan) unterschrieben. Während der Live-Schalte zwischen Neubrandenburg und Lahore versicherten beide Hochschulen, zukünftig den internationalen Austausch weiter fördern und voneinander profitieren zu wollen.

Während der feierlichen Unterzeichnung des Memorandum of Understanding (MoU) unterstrich Rektor Gerd Teschke: „Wir wollen nun die niedergeschriebenen Worte mit Leben füllen. Nicht nur die Studierenden sollen vom Austausch profitieren, sondern auch die Mitarbeitenden. Ein fachliches, kulturelles und zwischenmenschliches Kennenlernen steht dabei an erster Stelle.“

Beide Hochschulen kooperieren bereits seit längerer Zeit auf dem Gebiet der Geoinformatik und tauschen sich regelmäßig wissenschaftsbezogen aus.

An der Hochschule Neubrandenburg sind aktuell 149 internationale Studierende immatrikuliert, die aus 42 verschiedenen Staaten kommen.

Labor stellt sich auf immer neue Virus-Varianten ein

Interview mit dem Chefarzt des Instituts für Laboratoriumsdiagnostik, Mikrobiologie und Transfusionsmedizin des Klinikums zur Entwicklung bei den Coronavirus-Testverfahren

Anfang März 2020 wurden die Proben aus dem Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum noch nach Berlin und Greifswald geschickt – durchschnittlich zehn am Tag. Heute betreibt das Institut für Laboratoriumsdiagnostik, Mikrobiologie und Transfusionsmedizin des Klinikums nahezu rund um die Uhr mehrere eigene Geräte für die PCR-Untersuchung auf das Coronavirus SARS-CoV-2, wertet durchschnittlich täglich mehr als 500 Proben aus, vor allem von Patienten und Mitarbeitenden des Krankenhauses. Warum die Zahl der Tests aktuell rückläufig ist und nicht alle positiven Proben auf Mutationen getestet werden müssen, erklärt Chefarzt Prof. Dr. med. Egon Werle.

Momentan testet Ihr Labor monatlich etwa 11.000 Abstriche auf das Coronavirus. Wie sah das zu Hoch-Zeiten aus?

Die höchste Zahl hatten wir im Januar mit 13.500 Testungen, seit Februar sind es ca. 11 500 bis 12 000 Tests. Aktuell geht das Infektionsgeschehen zurück.

Das zeigt sich sicher auch beim Anteil der positiven Ergebnisse.

Ja, im Schnitt waren im Januar noch knapp sieben Prozent positiv, jetzt nur noch zwei Prozent.

Wem „verraten“ Sie denn die Ergebnisse?

Unser Institut für Hygiene wird natürlich über alle positiven Patientenbefunde informiert. Über das Deutsche Elektronische Melde- und Informationssystem für den Infektionsschutz (DEMIS) gehen unsere positiven Ergebnisse automatisiert an die Gesundheitsämter und das RKI (Robert-Koch-Institut). Außerdem geben wir eine Teststatistik an den ALM e.V., einen Zusammenschluss der akkreditierten Labore in der Medizin, die die Statistiken aufbereiten und auch ans Robert-Koch-Institut leiten. Wenn die Zustimmung vorliegt, übermitteln wir die Ergebnisse zudem an die Corona-Warn-App. Das kommt aber leider selten vor.

Werten Sie nach wie vor auch Proben von niedergelassenen Ärzten aus?

Das sind extrem wenige, nur ein bis zwei Prozent unserer Tests. Etwa 60 Prozent unserer PCR-Tests werden für stationäre Patienten durchgeführt, der Rest entfällt auf andere Krankenhäuser und Mitarbeitende, wobei letztere seit einigen Wochen auch noch mittels Antigen-Tests untersucht werden.

Als das Labor im März 2020 ein leistungsfähigeres Gerät für PCR-Tests in Betrieb nahm, war es ein enormer Vorteil, innerhalb weniger Stunden Ergebnisse zu haben. Allerdings war es schwierig, die dafür notwendigen Testkits und Verbrauchsmaterialien in ausreichender Zahl zu bekommen. Gibt es heute auch noch Engpässe?

Nein, wir erleben keine so dramatischen Lieferengpässe mehr wie im Frühjahr und Sommer 2020. Die Firmen haben die Produktionskapazität stark erhöht. Zudem  entwickeln sie ihre Testreagenzien kontinuierlich weiter  und passen die Teste an die verschiedenen Gen-Regionen des Virus an. Unsere Mitarbeitenden sind gut eingearbeitet und hochmotiviert, das freut mich besonders.
Aktuell haben wir zwei Systeme für die Routine und ein vollautomatisiertes Gerät für eilige Proben, z.B. aus der Notaufnahme. Die Analysen laufen Tag und Nacht und auch am Wochenende und an Feiertagen. Mit der aktuellen Ausstattung gönnen wir uns nachts bis zu vier Stunden Pause.

Als die ersten Mutationen aufkamen, wurden die Labore aufgefordert, bis zu 5 Prozent der positiven Proben zur Sequenzierung auf Mutationen einzuschicken. Wie sehen denn die bisherigen Ergebnisse aus?

Wir haben bisher ca. 120 Proben weggeschickt, von denen über 95 Prozent die britische Mutante aufwiesen. Wir freuen uns, dass wir mittlerweile die Proben zur Sequenzierung an die Uniklinik Greifswald schicken können.

Ihr Labor kann ja selbst mit einer speziellen PCR einige Mutationen nachweisen? Machen Sie das mit allen positiven Proben?

Nein, wir untersuchen nur einen Teil der positiven Proben, auch weil die Mutationsanalyse aktuell keine große Bedeutung mehr hat wegen der hohen Prävalenz der britischen Mutante. Wenn sich erwartungsgemäß neue Mutationen verbreiten, ist ein Nachweis wieder eher interessant. Daher ist es vielleicht sinnvoll, insbesondere Flugreisende aus den entsprechenden Ländern genauer zu untersuchen.

Ende Mai wurde die neue indische Variante mit der Bezeichnung B.1.617.2 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) offiziell als „besorgniserregende Variante“ (VOC) eingestuft. Die Mutationen sollen zu einer geringeren humoralen und zellulären Immunantwort führen und eine deutlich höhere Übertragbarkeit als die britische Variante aufweisen. In Indien macht diese Variante bereits etwa 88 Prozent der Fälle aus. In Deutschland liegt der Anteil laut RKI noch bei nur zwei Prozent. Im Bedarfsfalle könnten wir – wobei man die klinische Relevanz diskutieren müsste – mit zwei Tests 7 Mutationen nachweisen und so eine Differenzierung ermöglichen zwischen der britischen, süd­afri­kanischen, brasilianischen, dänischen, kalifornischen und indischen Variante.

Wenn man sieht, wie viele Mutationen des Coronavirus schon nachgewiesen wurden, müssen wir uns wohl noch auf einiges gefasst machen.

Wir kennen das ja vom Grippevirus, dass sich das Virus-Erbgut jedes Jahr verändert. Deshalb gibt es immer die Unsicherheit, ob der aktuelle Impfstoff passt. Wenn man Glück hat, entwickelt man eine auf den aktuellen Stamm gut passende Immunantwort, aber das klappt nicht immer. Einen Grippe-Impfstoff an einen neuen Virusstamm anzupassen, dauert sehr lange.
Mit den Corona-Impfstoffen auf Messenger-RNA-Basis hofft man hingegen, dass man innerhalb von Wochen den Bauplan für das SARS-CoV-2-Virus-Protein so modifizieren kann, dass die menschliche Immunantwort auch neue Virusmutanten erfasst.

Glücklicherweise sinken zurzeit die Inzidenzen und wir erleben eine langsame Wiederbelebung des öffentlichen Lebens.

Informationen für werdende Eltern

Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie setzt das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum die Veranstaltungsreihe „Sicher und geborgen“ für werdende Eltern fort. Vor der Geburt eines Kindes gibt es erfahrungsgemäß viele Fragen rund um die Entbindung, die unsere Ärzte, Hebammen und Pflegekräfte gern beantworten möchten. Die nächste planmäßige Veranstaltung findet am 16. Juni 2021 statt.

Der gewohnte Rundgang durch den Kreißsaal und über die Entbindungsstation ist leider nicht möglich, aber es wird ein kurzer virtueller Eindruck vermittelt. Interessierte Paare müssen sich anmelden und zum Termin einen Nachweis über einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Ausnahmen für Geimpfte und Genesene gibt es nicht. Kinder dürfen am Informationsabend nicht teilnehmen. Im Klinikum ist zudem das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorgeschrieben.

Um die Abstandsregelung einhalten zu können, ist nur eine begrenzte Anzahl von Teilnehmern im Konferenzraum des Hauses G (Bethesda Klinik) erlaubt. Deshalb bietet die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an dem Tag zwei Termine an, um 17 und 18 Uhr. Anmelden kann man sich per E-Mail an gyn-sb@dbknb.de.

Die Teilnehmer der Veranstaltung sollten sich rechtzeitig einfinden, da sie erst durch den Empfangspunkt am Haupteingang müssen, wo eine Selbstauskunft auszufüllen ist. Das Formular kann man sich auch von der Internetseite des Klinikums (https://dbknb.de/dbk/gf/aktuelles-zu-corona) herunterladen und vorab ausfüllen.

Krautungstermine 2021

Zwischen dem 15.07. und dem 19.07. werden im Stadtgebiet Neubrandenburg Gäte, Linde und Oelmühlenbach entkrautet. Am 19.07. ist dann auch die Linde in Burg Stargard und der Rödliner Verbindungsgraben dran.

Die Tollense wird das erste Mal in diesem Jahr in der Zeit von vom 30.06. bis 13.08. entkrautet. Die zweite Krautung ist für die Zeit zwischen dem 20.09. und dem 23.10. geplant.

Die 2. Krautung in Neubrandenburg und Burg Stargard findet vom 06.08. bis 08.10. statt.

Erneut gewählt: Gerd Teschke im Amt des Rektors bestätigt

Die Hochschule Neubrandenburg wird ab 1. September 2021 für die nächsten vier Jahre erneut durch Gerd Teschke als Rektor geführt.

Der Erweiterte Senat wählte gestern den 48-jährigen Professor für Mathematik wiederholt zum Rektor. „Ich freue mich sehr über die Wiederwahl und bedanke mich ganz herzlich für das in mich gesetzte Vertrauen“, so Teschke nach der Wahl.

Die feierliche Amtseinführung findet im September statt, zuvor muss Teschke durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur formell bestellt werden.

Der Rektor oder die Rektorin vertritt die Hochschule nach außen und trägt die Gesamtverantwortung; er oder sie hat den Vorsitz im Rektorat und hat in diesem die Richtlinienkompetenz.

Keine Vergewaltigung in Neubrandenburg

In den vergangenen Tagen mehrten sich an Neubrandenburger Schulen die Gerüchte, dass es am Strandbad Broda eine Vergewaltigung gegeben haben soll.

Das ist nicht der Fall. Es gab einen Einsatz von Sanitätern und Polizei, da in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine desorientierte Jugendliche von ihren Freundinnen aufgefunden wurde. Das Mädchen war nicht ansprechbar und musste ärztlich behandelt werden. Eine Vergewaltigung kann ausgeschlossen werden.

Derzeit prüfen die Ermittler, ob eine sexuelle Belästigung vorliegen könnte. Dazu sind noch zahlreiche Zeugenvernehmungen notwendig.

Zum Schutz der Persönlichkeit der Jugendlichen werden derzeit keine weiteren Angaben gemacht.

Vereinshilfe kann ab sofort beantragt werden

Zur Abmilderung der Auswirkungen der Corona-Pandemie kann Vereinen und Verbänden mit Sitz und Wirkungsbereich in der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg aus den Bereichen soziale Einrichtungen, Kultur und Sport unabhängig einer Förderung aus dem Haushalt der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg, im Haushaltsjahr 2021 eine einmalige Hilfe bis zu 1.000 Euro bewilligt werden.

Die Stadtvertreter haben beschlossen, dass insgesamt 150.000 Euro von der Stadt in Anspruch genommen werden können. Das Geld kann unter anderem für die Beseitigung von Liquiditätsengpässen wie bei Mieten und Betriebskosten, für Werbekampagnen oder sogenannte Mitgliedsstartgelder dienen. Damit sollen Mitgliederrückgänge, die es seit Beginn der Corona-Krise gibt, ausgeglichen werden.

Die Vier-Tore-Stadt hat für diese Hilfen einen Nachtragshaushalt verabschiedet. Sofern dieser vom Land genehmigt ist, können die Gelder ausgezahlt werden. Anträge sind bis zum 30. September an die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg zu richten. Weitere Informationen unter www.neubrandenburg.de. Es wird darum gebeten, dass unter www.neubrandenburg.de/Sport-Kultur/ zur Verfügung gestellte Formular für die Antragstellung zu nutzen.