Bewaffneter Mann überfällt Änderungsschneiderei in Malchin

Ein bewaffneter, etwa 35-jähriger Mann betrat am Montag gegen 17:30 Uhr den Laden einer vietnamesischen Schneiderin in der Malchiner Steinstraße. Er forderte unter Vorhalt eines pistolenähnlichen Gegenstandes die Herausgabe von Bargeld und flüchtete schließlich mit einem geringen 2-stelligen Bargeldbetrag.

Die sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen der Polizei führte nicht zur Ergreifung des Täters. Der Räuber soll etwa 180 cm groß und mit einer schwarzen Jacke sowie einer grauen Mütze bekleidet gewesen sein.

Zeugen werden gebeten, sich bei ihrer nächsten Polizeidienststelle oder über die Internetwache der Landespolizei M-V zu melden.

Kleines Sturmresümee

Der neuerliche Sturm hat in den letzten 24 Stunden im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wieder einige Bäume zu Fall gebracht.

Die Freiwilligen Feuerwehrleute mussten im gesamten Landkreis 10 Bäume von Straßen und Wegen räumen.

Es sind keine Personen zu Schaden gekommen, teilt die Leitstelle mit.

Kalorienangaben bei Bier und Biermischgetränken

Ein Marktcheck der Verbraucherzentrale MV

Quelle: VZ MV

Im Januar 2020 hat die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern in einem nicht repräsentativen Marktcheck 84 Biere und Biermischgetränke im Hinblick auf die Angabe des Brennwertes (Kalorien / Joule) geprüft. Es handelte sich dabei um 64 Biere und 20 Biermischgetränke von 56 verschiedenen Marken.

Hintergrund des Marktchecks war die „Initiative für mehr Transparenz bei der Kennzeichnung für Bier“ des Deutschen Brauer-Bundes und des Bundesverbandes Private Brauereien Deutschland. Anfang 2019 empfahlen sie ihren Mitgliedsbrauereien zukünftig den Brennwert auf allen Bieren und Biermischgetränken freiwillig anzugeben.

Ergebnisse des Marktchecks

Bei 45 Prozent der begutachteten Getränke war der Brennwert auf dem Etikett bzw. auf der Bierdose aufgedruckt. Davon waren 19 Produkte nicht nur mit der Kalorienangabe, sondern zusätzlich mit weiteren Nährwertangaben versehen.

Teilweise gab es Unterschiede bei der Kennzeichnung verschiedener Produkte derselben Marke. Während beispielsweise das Bier einer Marke Angaben zum Brennwert trug, hatte das Biermischgetränk der gleichen Marke keine entsprechende Kennzeichnung. Ebenso fiel bei einigen Herstellern die unterschiedliche Kennzeichnung zwischen Flaschen und Dosen auf.

Die Verbraucherzentrale MV hat mehrere Brauereien angeschrieben, um nachzufragen, was sie daran hindert, Verbraucher freiwillig über den Kaloriengehalt ihres gesamten Sortiments zu informieren. Fast alle angeschriebenen Anbieter meldeten sich zurück. Sie gaben größtenteils an, dass sie sich im Umstellungsprozess befinden und Restbestände an Etiketten aufgebraucht werden. Die Zeitpunkte, ab wann die neu gekennzeichneten Produkte im Handel erhältlich sind, reichten von „ab sofort“ bis „spätestens Ende 2020“. Eine Brauerei erklärte allerdings, dass sie aufgrund der Übersichtlichkeit und des Designs auf die freiwilligen Angaben zum Nährwert auf ihren Etiketten verzichtet.

Hintergrund

Seit 2016 ist für fast alle verpackten Lebensmittel die Deklaration des Brennwertes und bestimmter Nährstoffe gesetzlich vorgeschrieben. Allerdings sind Getränke mit mehr als 1,2 Volumenprozent Alkohol von dieser Kennzeichnung aus nicht nachvollziehbaren Gründen ausgenommen. Aus Sicht der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern ist die Angabe der Kalorien und weiterer Nährwertangaben auf alkoholischen Getränken längst überfällig.

Die freiwillige Kennzeichnung der Bierhersteller ist ein Schritt in die richtige Richtung. Verbraucherfreundlicher wäre jedoch eine europaweit gültige gesetzlich verpflichtende Nährwertkennzeichnung auf dem Etikett aller alkoholischen Getränke.

Plötzlich hoher Blutdruck: Ein Fall für den Notarzt?

Diese Situation kennen viele Menschen: Nach einem aufregenden Ereignis oder mitten in der Nacht fühlt man sich unwohl, macht sich Sorgen und misst seinen Blutdruck. Was tun, wenn hierbei extrem hohe Blutdruckwerte gemessen werden? Muss ich ins Krankenhaus oder reguliert sich das von allein? Das sorgt oft für Unsicherheit.

Von einem hypertensiven Notfall spricht man bei ausgeprägt exzessiv erhöhten Werten und akuten Schäden innerer Organe. Davon abgrenzen muss man die hypertensive Krise mit deutlich erhöhtem Blutdruck, aber ohne Organschäden. Wie sich die beiden Situationen voneinander unterscheiden, zum Teil jedoch auch überschneiden, wie Sie dies selbst erkennen und was Sie vorbeugend gegen gefährlich erhöhte Blutdruckwerte tun können, wird Thema sein im Rahmen eines 45-minütigen Vortrages von Dr. med. Christian Keuneke, Bluthochdruckspezialist und Kardiologe, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 4, am 19. Februar 2020 um 15:30 Uhr in der Cafeteria des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums in Malchin.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei, für Kaffee und Getränke ist gesorgt. Um Anmeldung wird gebeten, Telefon: 03994 641-3251, E-Mail: in4@dbknb.de.

Zahlungsaufforderungen von FremdgehenClub

Mehrere Verbraucher in Stralsund erhielten eine als außergerichtliche Mahnung bezeichnete Zahlungsaufforderung des „FremdgehenClub“. Gegenstand der Zahlungsaufforderung ist eine kostenpflichtige Mitgliedschaft auf dem Kontaktportal Fremdgehenclub.com.

Dahinter steht angeblich die Lagneia Ltd. in London. Die Forderung über zunächst 179,45 Euro zzgl. Mahnkosten von 10,00 Euro, später sind es knapp 400 Euro, soll auf ein Konto in Litauen überwiesen werden. Als Kontoinhaber ist die Cash Collect GmbH angegeben, die der Verbraucherzentrale bereits aus anderen Sachverhalten bekannt ist.

Die Betroffenen geben an, sich nicht auf dieser Seite angemeldet zu haben. Doch selbst wenn: Die Dating-Seite FremdGehenClub.com ist eine raffinierte Abo-Falle. Mit der Anmeldung wird direkt ein so genanntes Probe-Abo abgeschlossen, das sich automatisch verlängert. Es folgt ein Abo, das ca. 400 Euro kostet. Lohnen würde sich eine Mitgliedschaft übrigens nicht, denn es gibt außer Fake-Profilen von Moderatoren nichts auf der Seite.

Der Tipp der Verbraucherzentrale MV: Bezahlen Sie nicht vorschnell und lassen Sie sich auch nicht von den Drohungen in der Zahlungsaufforderung einschüchtern. Ein möglicherweise zustande gekommener Vertrag sollte unabhängig von der Sach- und Rechtslage und eventuell abgelaufenen Fristen gegenüber dem Portalbetreiber vorsorglich schriftlich widerrufen, gekündigt und angefochten werden. Sind Sie unsicher oder benötigen Sie Unterstützung, lassen Sie sich von Ihrer Verbraucherzentrale beraten.

Verkehrsunfall mit Personenschaden auf der L 27

Am Freitag, 14.02.2020, gegen 15:10 Uhr wurde der Einsatzleitstelle des PP Neubrandenburg ein Verkehrsunfall mit Personenschaden auf der L 27 zwischen der Ortslage Tützpatz und Pripsleben gemeldet.

Nach ersten polizeilichen Erkenntnissen fuhren die zwei beteiligten Fahrzeuge aus Richtung Tützpatz kommend in Richtung Altentreptow. Der 29-jährige Fahrer eines Chevrolet überholte den vor ihm fahrenden PKW Skoda. Aus bisher unbekannter Ursache kam der Chevrolet nach rechts von der Fahrbahn ab, streifte den Skoda und fuhr dann gegen einen Straßenbaum. Durch den starken Aufprall gegen den Baum schleuderte der PKW zurück auf die Fahrbahn und erfasste erneut den PKW Skoda. Danach stieß der Chevrolet nochmals gegen einen Straßenbaum und kam quer auf der Fahrbahn zum Stillstand.

Im PKW Skoda befanden sich der 34-jährige Fahrer, die 34-jährige Beifahrerin und der 6-jährige Junge. Die Insassen des PKW wurden leicht verletzt und kamen zur weiteren medizinischen Behandlung ins Krankenhaus Demmin. Der 29-jährige Fahrer wurde schwer verletzt und wurde ins Klinikum Neubrandenburg gebracht. Der Sachschaden beträgt ca. 20.000 Euro. Die beteiligten Personen am Unfall sind Deutsche. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.

Starkes Zeichen für das Ehrenamt

Bundestag und jetzt auch Bundesrat haben der Gründung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt zugestimmt. Die neue Ehrenamtsstiftung des Bundes wird ihren Sitz in Neustrelitz haben.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig erklärte dazu in einer Videobotschaft: „Ich freue mich, dass es zukünftig eine Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt geben wird. Das ist ein starkes Zeichen für das Ehrenamt in Deutschland. Besonders freue ich mich, dass die Stiftung zu uns nach Mecklenburg-Vorpommern, nach Neustrelitz kommen wird. Wir achten hier das Ehrenamt mit einer eigenen Landesstiftung und sind mit Sicherheit ein guter Platz auch für die Bundesstiftung. Es ist wichtig, zukünftig noch mehr dafür zu tun, dass Frauen, Männer, Jugendliche, die sich im Ehrenamt engagieren, unterstützt werden. Wir werden unseren Beitrag dafür leisten.“

Bereits zuvor erklärte Schwesig, dass wir, vor allem im ländlichen Raum, denkt man an die Arbeit der freiwilligen Feuerwehren, der Sportvereine oder Landfrauen, das Ehrenamt bräuchten. Vor dem Hintergrund sei es gut, dass die Stiftung das Ehrenamt und den Zusammenhalt im ländlichen Raum besonders in den Fokus nehmen soll. Außerdem sei es seit langem eine Forderung der ostdeutschen Landesregierungen, dass Einrichtungen des Bundes verstärkt in den ostdeutschen Ländern angesiedelt werden. Auch aus diesen Gründen ist, so Manuela Schwesig, Neustrelitz eine sehr gute Wahl.