Wasser marsch – aber in Maßen

Anlässlich der hochsommerlichen Hitze und anhaltenden Trockenheit appelliert Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus an alle Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, mit dem kostbaren Nass sorgsam umzugehen und es nicht achtlos zu verwenden. Auch wenn die örtlichen Wasserversorger in Mecklenburg-Vorpommern davon ausgehen, dass die Versorgung der Bevölkerung, wie auch in den heißen Vorsommern, jederzeit gesichert werden kann, ist dennoch ein sparsamer Wassereinsatz geboten. Landesweit liegt der Trinkwasserverbrauch gegenwärtig um 10 bis 25 Prozent höher als in den übrigen Monaten.

Alle Trinkwasserförder- und -aufbereitungsanlagen laufen auf Hochtouren. Eventuellen Aufrufen und Hinweisen der örtlichen Wasserversorger ist daher unbedingt Beachtung zu schenken, wenn es bei anhaltender Hitze und Trockenheit dazu kommen sollte. Insbesondere das übermäßige Bewässern von Grünflächen hält der Minister für vermeidbar. „Rasen hat ein gutes Regenerationsvermögen und kann auch mal auf ‚Wassersparen gesetzt‘ werden“, so der Minister. „Alle sollen in diesen heißen Tagen wohltuende Erfrischung im, am und mit dem Wasser finden. Aber bitte genießen Sie maßvoll.“

Die heißen Temperaturen führen auch dazu, dass sich Massenvorkommen von Algen in der zentralen Ostsee bilden und diese sich bei ruhiger Wetterlage an der Wasseroberfläche anreichern können. Begünstigt werden diese Algenmassenentwicklungen durch die Wiederfreisetzung von Nährstoffen – insbesondere Phosphor – aus den Bodenablagerungen in den tiefen Becken der Ostsee. Dieses Phänomen wird durch den Sauerstoffmangel in großen Gebieten der zentralen Ostsee verstärkt.

Bei auflandigem nördlichen bis östlichen Winden besteht die Gefahr, dass die Algen auch die Küsten und Häfen an der deutschen Küste erreichen und diese durch absterbendes Pflanzenmaterial und Fäulnis-Prozesse verunreinigen.

Manche Algengattungen sind potenziell toxisch, d. h. für Badende besteht die Gefahr von Hautreizungen. Insbesondere sollte auch darauf geachtet werden, dass algenhaltiges Wasser nicht verschluckt wird. Dr. Till Backhaus: „Achten Sie bitte auch auf kleine Kinder und Haustiere, etwa Hunde, dass sie die Algenanlandungen nicht berühren oder aufnehmen.“

Aktueller Stand Corona-Infektionen in MV (11.08.2020)

Das Gesundheitsministerium Mecklenburg-Vorpommern und das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) informieren:

Seit gestern wurden dem LAGuS 8 neue Corona-Infektion gemeldet. Insgesamt wurden bislang 952 Menschen in MV positiv auf das Virus getestet.

Kreis/kreisfreie Stadt Veränderung im Vergleich zum Vortag Kumulative Erkrankungszahl seit Erfassungsbeginn
Stand 11.08., 15:14 Uhr
Hansestadt Rostock +1 131
Landkreis Rostock 0 82
Mecklenburgische Seenplatte 0 137
Schwerin 0 117
Nordwestmecklenburg 0 88
Vorpommern-Rügen +2 100
Vorpommern-Greifswald +1 160
Ludwigslust-Parchim +4 137
Summe +8 952

129 Personen mussten/müssen bislang insgesamt im Krankenhaus behandelt werden, davon 21 in einer Intensivstation. Insgesamt gab es in Zusammenhang mit einer COVID-19-Infektion 20 Sterbefälle in Mecklenburg-Vorpommern.

Ein Schema des Robert Koch-Instituts soll Schätzungen zur Zahl der genesenen Personen ermöglichen. Danach sind etwa 841 der positiv getesteten Menschen (ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer) in MV von einer COVID-19-Erkrankung genesen.

Weitere Details sind dem Lagebericht zu entnehmen.

Achtung Rollsplit – zwei Verkehrsunfälle mit verletzten Personen auf der L25

Am Dienstagvormittag, 11.08.2020, ist es auf der L25 zu zwei Verkehrsunfällen gekommen, da zwei Fahrzeugführer beim Befahren einer Kurve die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren haben. Auf der betroffenen L25 ist Rollsplit verteilt, mit einem Warnhinweisschild wird darauf hingewiesen. Der Rollsplit könnte eine mögliche Unfallursache sein.

Gegen 07:05 Uhr kam ein 28-jähriger deutscher Fahrzeugführer auf der L25 bei Blankenförde in einer Kurve von der Fahrbahn ab und verunfallte. Der 28-Jährige wurde verletzt und musste mit dem Rettungswagen in das Neustrelitzer Krankenhaus gebracht. Das Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der Schaden wird auf ca. 15.000 Euro geschätzt. Zur Bergung des Fahrzeuges musste die Straße kurzzeitig gesperrt werden.

Gegen 11:00 Uhr kam eine 51-jährige Fahrzeugführerin in der Ortschaft Useriner Mühle mit ihrem Fahrzeug in einer Linkskurve von der Fahrbahn ab und überschlug sich in der Folge mehrfach. Die 51-Jährige wurde in ihrem Transporter eingeklemmt und musste von der Kameraden der umliegenden freiwilligen Feuerwehren befreit werden. Sie erlitt durch den Unfall so schwere Verletzungen, dass sie mit dem Rettungshubschrauber in das Neubrandenburger Klinikum gebracht werden musste. Das Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der entstandene Schaden wird auf ca. 10.000 Euro geschätzt. Zur Unfallaufnahme, Bergung des Fahrzeuges und Reinigung der Fahrbahn musste die Straße bis ca. 13.00 Uhr vollgesperrt werden.

Ergänzende Infos zum tragischen Unfall durch den Abriss einer Starkstromleitung

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg kam am heutigen Dienstag ein Brandursachenermittler zum Einsatz. Im Ergebnis dessen stellte der Brandursachenermittler fest, dass es einen technischen Defekt im Bereich des Motorraumes gegeben hat. Auf Grund dessen ist das Feuer ausgebrochen. Fremdeinwirkung, also eine Brandstiftung wird ausgeschlossen.

Auf Grund mehrfacher Nachfragen kann zu den Personalien gesagt werden, dass die 22-jährige tödlich Verunglückte aus dem bayrischen Landkreis Weilheim-Schongau und die beiden 17- und 19-jährigen Helfer aus der oberpfälzischen Stadt Weiden kommen. Der 47-jährige Wohnmobilbesitzer kommt aus Baden-Württemberg.

Waldbrandgefahr im Müritz-Nationalpark

Seit dem 11. August herrscht für das Gebiet des Müritz-Nationalparks die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5. Daher bittet das Amt eindringlich um Vorsicht bei allen Besuchern.

Die derzeit sehr hohen Temperaturen laden zum Abkühlen in einem der vielen Seen ein. Baden macht Spaß und ist im Nationalpark an ausgewiesenen Badestellen auch erlaubt.

Die Kehrseite des schönen Wetters ist der Anstieg der Waldbrandgefahr. Mit Niederschlag, der die Situation entspannen könnte, ist in den nächsten Tagen nicht zu rechnen. Deshalb müssen sich Gäste und Einheimische besonders an die Regeln halten. Unabhängig von der Gefahrenstufe sind sowohl das Rauchen als auch das Feuermachen in und an den Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns verboten. Das Befahren nichtöffentlicher Waldwege ist ebenfalls untersagt.

Um mögliche Feuer und Gefahren frühzeitig zu entdecken, sind derzeit besonders viele Ranger im Gebiet unterwegs. Das Nationalparkamt appelliert an die Vernunft der Besucher und bittet dringend um Einhaltung der Sicherheitsvorschriften.

Folgende Vorsichtsmaßnahmen sind unbedingt einzuhalten:

  • Wald außerhalb der Wege nicht betreten!
  • Rauchen im Wald ist verboten!
  • Keine Zigarettenreste aus dem Autofenster werfen!
  • Kein Feuer, auch kein Grillfeuer im und am Wald
  • Zufahrtswege im Wald und an Waldrändern freihalten!
  • Das Befahren von nichtöffentlichen Waldwegen mit Kfz ist verboten!
  • Das Abstellen von Kfz auf trockenen Wiesen- und Waldflächen ist verboten!
  • Jeden Brand bitte unverzüglich der Feuerwehr (Notruf 112), Forstdienststelle oder Polizei melden!

Tragischer Unfall durch Abriss einer Starkstromleitung

Am Montagabend, 10.08.2020, gegen 22:50 Uhr ist es in der Nähe des Malkwitzer Sees (bei Hohen Wangelin) zu einem tragischen Unfall gekommen, bei dem eine Person tödlich verunglückt ist. Nach bisherigen Erkenntnissen parkte ein Wohnmobil auf einem nicht ausgewiesenen Campingplatz an dem besagten See unter einer Hochspannungsleitung. Aus bisher unbekannter Ursache geriet der Wohnwagen in Brand. Durch die starke Hitzeentwicklung riss die Hochspannungsleitung und fiel auf das Wohnmobil.

Eine 22-jährige deutsche Urlauberin, die wegen des Brandes helfen wollte, wurde in Folge der abgestürzten Hochspannungsleitung so stark verletzt, dass sie trotz sofort eingeleiteter erster Hilfsmaßnahmen noch vor Ort verstarb. Zwei 17- und 19-jährige deutsche Urlauber aus Bayern leisteten erste Hilfe bei der Verletzten und wurden dabei ebenfalls leicht verletzt. Sie wurden zur medizinischen Untersuchung in das Klinikum Güstrow gebracht. Der 47-jährige deutsche Nutzer des Wohnmobils wurde bei dem Versuch der Löschmaßnahmen ebenfalls leicht verletzt und musste medizinisch behandelt werden.

An dem Wohnmobil entstand ein Schaden von ca. 15.000 Euro. Die Polizei schließt derzeit Fremdeinwirkung aus und hat, wie üblich, ein Todesermittlungserfahren eingeleitet.

Führungen im Müritz-Nationalpark

Die Familienführungen der Nationalpark-Ranger bieten ein abwechslungsreiches Angebot für kleine und große Naturfreunde auf Entdeckertour. Der Müritz-Nationalpark bietet unzählige Möglichkeiten die Ferienzeit gemeinsam in der Natur zu verbringen.

„Der Löwe, der Wolf und das wilde Volk im Wald“ Bei dieser Familienführung mit dem Ranger entdecken Groß und Klein die Vielfalt von Wiese, Wald und Moor und erleben Natur zum Anfassen.
Wo? Zwenzow, Parkplatz Ortsausgang Richtung Mirow
Wann? Dienstag, 18. und 25. August 10:00 bis 13:00 Uhr
Etwa vier Kilometer

„Spurensuche für Groß und Klein“ Fährten, Federn und Fraßspuren können uns verraten, welche Tiere im Wald leben, ohne dass wir sie selbst zu Gesicht bekommen. Wie der berühmte Detektiv Sherlock Holmes macht ihr euch auf die Suche und kommt den Tieren dabei manchmal ganz nahe.
Wo? Schwarzenhof, Nationalpark-Information
Wann? Freitag, 14. und 21. August 10:30 bis 13:15 Uhr
Etwa fünf Kilometer

Für die Führungen ist bis 1 Tag vorher eine Anmeldung unter 039824 252 80 erforderlich.