Was bedeutet die Angabe "plastikfrei" auf Kaugummi?

Foto: VZMV_Kaugummis

Klein, süß, atemerfrischend und im Idealfall zahnfreundlich – Kaugummi ist beliebt. Für den Geschmack sorgen Aromen, Zucker und Süßungsmittel. Auch Emulgatoren, Stabilisatoren, Antioxidationsmittel und Farbstoffe sind häufig in Kaugummi enthalten. Was genau davon drin ist, findet man in der Zutatenliste.

„Der Hauptbestandteil ist jedoch die Kaumasse. Woraus diese besteht, ist nicht kennzeichnungspflichtig“, sagt Antje Degner von der Verbraucherzentrale MV.

Was viele nicht wissen: In den meisten Fällen enthält die Kaumasse Kunststoffe auf Erdölbasis, beispielsweise Polyvinylacetat oder Butylkautschuk. Beide sind für den Menschen unverdaulich und gelten als ungiftig. Wenn ein Kaugummi versehentlich verschluckt wird, wird die Kaumasse unverdaut wieder ausgeschieden. Die Kunststoffe sind biologisch nicht abbaubar und verbringen die nächsten Jahrzehnte als Plastikmüll in der Landschaft, wenn sie nicht im Mülleimer entsorgt wurden.

Seit einiger Zeit gibt es Kaugummis auf dem Markt, deren Kaumassen aus natürlichen Rohstoffen hergestellt werden. Eingesetzt werden zum Beispiel Chiclegummi aus dem Milchsaft tropischer Sapotengewächse, Naturkautschuk von Kautschukbäumen oder europäisches Baumharz (zum Beispiel von der Schwarzkiefer). Allerdings lässt sich mit diesen Naturstoffen der Weltmarktbedarf bisher nicht decken. Außerdem kann man mit plastikfreien Kaugummis keine Blasen machen.

Einkaufsfalle Supermarkt – Vortrag zur Lebensmittelkennzeichnung

Der „richtige“ Lebensmitteleinkauf ist oft eine Herausforderung. Schöne Worte oder Siegel stehen den kleingedruckten Pflichtangaben auf den Verpackungen gegenüber.

Woran erkennt man ein Vollkornbrot? Wie hoch ist der Fruchtgehalt in einem Nektar? Was bedeutet der Stempel auf dem Ei? Was ist ESL Milch?

Um diese und andere Fragen geht es bei dem kostenfreien Online-Vortrag am Donnerstag, 11. März 2021 um 10 Uhr. Der Vortrag dauert 60 Minuten. Eine Anmeldung unter dem Link www.verbraucherzentrale-mv.eu/veranstaltungen ist dafür erforderlich.

Online-Vorträge anlässlich des Weltverbrauchertages am 15. März

Seit 1983 feiert die Welt jährlich am 15. März den Weltverbrauchertag. Dieser geht zurück auf den US-Präsidenten John F. Kennedy, der am 15. März 1962 vor dem Kongress der Vereinigten Staaten drei grundlegende Verbraucherrechte proklamierte:

  • das Recht, vor betrügerischer oder irreführender Werbung und Kennzeichnung geschützt zu werden
  • das Recht, vor gefährlichen oder unwirksamen Medikamenten geschützt zu werden,
  • das Recht, aus einer Vielfalt von Produkten mit marktgerechten Preisen auszuwählen.

In diesem Jahr bietet die Verbraucherzentrale MV am Montag, 15. März 2021 kostenfreie Onlinevorträge zu verschiedenen Themen an:

10 Uhr Richtig versichert

11 Uhr Onlineeinkauf – Lebensmittel aus dem Internet

13 Uhr Energiesparen im Haushalt

15 Uhr Reisen in der Pandemie

Interessierte Verbraucher sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung über die Internetseite www.verbraucherzentrale-mv.eu/veranstaltungen ist erforderlich.

Insekten essen? Studie zeigt Verbrauchererwartung zu insektenhaltigen Lebensmitteln

Das Wichtigste in Kürze

  • Verbraucher:innen haben hohe Erwartungen an Kennzeichnung und Sicherheit der Produkte
  • Mögliche allergische Reaktionen gegen Insekten sind Studienteilnehmer/innen nicht bekannt und zudem wenig erforscht – entsprechender Allergenhinweis ist zwingend notwendig
  • Fokusgruppenbefragung stützt Forderungen der Verbraucherzentralen

Eine qualitative forsa-Befragung im Auftrag der Verbraucherzentralen erfasste die Einstellung von Verbraucher:innen zu Speiseinsekten. Im Fokus standen Personen, die bereits insektenhaltige Lebensmittel essen oder bereit wären, diese zu probieren. Zusätzlich wurden Personen mit Allergien oder Lebensmittelunverträglichkeiten befragt.

Mehlwürmer, Grillen und Co. sind neuartige Lebensmittel, deren Zulassung in Europa überwiegend noch aussteht. Gleichzeitig machen Übergangsregelungen eine Vermarktung bestimmter Insektenprodukte als Lebensmittel bereits jetzt möglich.

Wahrnehmung insektenhaltiger Lebensmittel

Für die Studienteilnehmer/innen sind insektenhaltige Lebensmittel Nischenprodukte, die im Handel kaum angeboten werden. Sie gelten als exotisch und gewöhnungsbedürftig. Hauptargumente für die Befragten, Insekten zu konsumieren, sind hauptsächlich der erwartete hohe Proteinanteil und die Möglichkeit Fleisch zu ersetzen. Barrieren für den Insektenverzehr sind die Unsicherheit über den Geschmack und die für einige Personen wenig ansprechende Optik der Tiere. Auch scheint es den Teilnehmer:innen schwer vorstellbar, sich an diesen satt zu essen. Da Insekten derzeit nur selten im Handel zu finden sind, werden hohe Preise toleriert. Für einen alltäglichen Einsatz im Speiseplan müssten die Preise jedoch deutlich fallen.

Allergenes Potenzial von Insekten ist kaum bekannt

Vor allem Personen mit einer Unverträglichkeit gegen Krustentiere und Hausstaubmilben könnten auch auf Insekten allergisch reagieren. Den meisten Befragten ist bekannt, dass verschiedene Lebensmittel Unverträglichkeiten und Allergien auslösen können. Spontan wird Insekten jedoch kein erhöhtes allergenes Potenzial zugeschrieben.

Die Studienteilnehmer/innen erwarten in Deutschland eine gut sichtbare Kennzeichnung auf der Verpackung. Insbesondere für Allergiker ist das ein wichtiger Aspekt. „Das allergene Potenzial von Insekten ist bisher wenig erforscht und noch nicht abschließend geklärt. Daher erwarten wir von den Zulassungsbehörden, dass es bei insektenhaltigen Lebensmitteln zukünftig einen verbindlichen Hinweis auf der Vorderseite der Verpackung gibt. Dieser muss eindeutig und gut erkennbar auf mögliche allergische Reaktionen auf Schalen- und Krustentiere sowie Hausstaubmilben aufmerksam machen“, sagt Sandra Reppe von der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Verwendungshinweise

Wie man die neuartigen und unbekannten Insekten verwendet, sollte laut dieser Studie auf der Verpackung stehen. Dass Insekten ähnlich wie Fleisch mikrobiologisch sensibel sind, ist Vielen nicht bekannt. Ohne klare Angaben zur Verwendung gehen die Befragten davon aus, dass sie das Produkt direkt verzehren können. Andernfalls wird ein konkreter Hinweis, etwa zur Erhitzung vor dem Verzehr erwartet. „Das Ergebnis stützt unsere Forderung aus dem Marktcheck vom letzten Jahr. Es muss deutlich angegeben werden, ob ganze Insekten direkt verzehrt werden können oder zuvor erhitzt werden müssen“, so Sandra Reppe.

Werbeaussagen zu hohen Proteingehalten

Vor allem sportliche, männliche Teilnehmer erwarten aufgrund der Werbung höhere Proteingehalte von insektenhaltigen Lebensmitteln als von Herkömmlichen. „Dies ist jedoch nicht bei allen insektenhaltigen Produkten der Fall. Selbst wenn mit „proteinreich“ geworben wird, müssen nach den gesetzlichen Vorgaben lediglich 20 Prozent des Energiegehaltes auf Proteine entfallen.“, so Sandra Reppe. Bedenkt man zusätzlich die geringen Mengen, die gegessen werden, relativiert sich die tatsächliche Proteinaufnahme sehr schnell.

Weitere Informationen: www.verbraucherzentrale-mv.eu/novel-food-studie

Online-Vortrag zu Photovoltaikanlagen – älter als 20 Jahre

Was tun mit einer PV-Anlage, die älter als 20 Jahre ist?

Bild: VZMV

Am Dienstag, 02.03.2021, bietet die Energieberatung der Verbraucherzentrale einen kostenlosen Online-Vortrag mit dem Thema „Was tun mit einer PV-Anlage, die älter als 20 Jahre ist?“ an. Die Veranstaltung beginnt 18:00 Uhr und dauert inklusive Diskussion bis 19:30 Uhr.

Für die ersten Photovoltaikanlagen endete 2020 die EEG-Förderung. In Zukunft wird das immer mehr PV-Anlagen betreffen. Für Hauseigentümer mit einer zwanzig Jahre alten Anlage stellt sich nun die Frage, ob und wie ihre PV-Anlage weiter genutzt werden kann. Auch für einen Anlagencheck ist es bei solchen in die Jahre gekommenen Anlagen höchste Zeit. Der Onlinevortrag geht auf Fragen zu dem Thema ein und zeigt auf, welche Vorgehensweisen ab dem Jahr 2021 für Besitzer einer Ü20 PV-Anlage, ohne gesetzlich garantierte Vergütung, wichtig sind.

Durch den Vortragsabend führt Ferdinand Mießl, Energieberater für die Verbraucherzentrale Bayern und Sigrid Goldbrunner, Regionalmanagerin, der VZ Bayern. Die Teilnahme ist für Interessierte deutschlandweit möglich. Die Vortragsdauer beträgt circa eine Stunde und für Fragen der Vortragsteilnehmer steht die Chatfunktion zur Verfügung. Welche technischen Voraussetzungen für den Online-Vortrag nötig sind, erfahren die Verbraucher bei der Anmeldung.

Die Anmeldung erfolgt ausschließlich online unter:
www.edudip.com/de/webinar/was-tun-mit-der-u20-pv-anlage-wenn-die-eeg-forderung-endet/666310

Diesen und weitere Online-Vorträge können Verbraucher:innen auf der Website www.verbraucherzentrale-mv.eu unter „Termine“ einsehen.

Schluss mit A+++ Neue Energiekennzeichnung ab März 2021

Ab 1. März 2021 wird es bei elektronischen Geräten eine neue Energieverbrauchskennzeichnung geben. Die alten Energielabel mit Kennzeichnungen wie A+++ sind dann nicht mehr zu verwenden. Da die Händler nicht wissen, wann ihr Gerät verkauft wird, kleben sie das noch aktuelle Etikett auf das Produkt und legen das neue Etikett in den Produktkarton. Das kann bei Käufer/inne/n zu Verwirrung führen.

Die Anschaffung von neuen Elektrogeräten geht für viele Verbraucher mit dem Wunsch einher, ein besonders energieeinsparendes Produkt zu kaufen. So wird seitens des Käufers besonders auf die Kennzeichnung A+++ geachtet, da diese bisher die höchste Gruppierung der Energieeinsparung anzeigt.

Nur einige Elektrogeräte mit neuem Etikett

Ab 1. März 2021 werden die Energiekennzeichnungen in den neuen Klassen A bis G ausgewiesen. Durch diese Umstellung werden heutige Modelle in weniger effiziente Klassen eingestuft. Was vorher Klasse A+++ war, wird sich ab März 2021 in der Klasse D oder E wiederfinden. Die neuen Labels gibt es zunächst für Geschirrspüler, Waschmaschinen und kombinierte Waschtrockner, Kühl- und Gefriergeräte sowie elektronische Displays inklusive Fernseher und Monitore. Bis es wieder Geräte der neuen Klasse A gibt, wird etwas Zeit vergehen, denn erst ganz besonders energieeffiziente Geräte erhalten dann diese Kennzeichnung.

Neues Energielabel jetzt schon im Umlauf

Schon seit dem Herbst 2020 finden Käufer das neue Etikett im Produktkarton einiger Geräte. Das noch aktuelle Energielabel befindet sich auf dem Produkt. Der Grund dafür ist die längere Vorbereitungs- und Lagerzeit.

Auch die Messmethode ändert sich

Auch die Messmethoden werden umgestellt. Das kann dazu führen, dass der angegebene Energieverbrauch zwischen dem alten und neuen Label abweicht. Die neuen Angaben zum Jahresverbrauch sind zumindest etwas näher an der tatsächlichen alltäglichen Nutzung als die alten.

Heizkörperthermostat – Ein Energiesparhelfer für Klima und Geldbeutel

Auch wenn der Winter scheinbar vorbei ist, so kann er als kälteste Jahreszeit neben Eis und Schnee auch in den heimischen vier Wänden für Abkühlung sorgen. Vor allem Verbraucher, die auf ihren Geldbeutel achten, sind aus diesem Grund dazu geneigt, die Heizung ganz auszuschalten. Um Heizkosten zu senken und trotzdem ein angenehm warmes zu Hause zu haben, reicht jedoch oft schon das korrekte Einstellen vom Thermostat.

Funktionen Heizkörperthermostat

Foto: VZMV

Es gibt unterschiedliche Ausführungen, jedoch haben alle ein- und dieselbe Funktion. Die Raumtemperatur kann mit diesem Helferlein geregelt und je nach eigener Wohlfühltemperatur eingestellt werden. Das gängigste Gerät ist mit den Zahlen 1 bis 5 gekennzeichnet, wobei die Zahlen für bestimmte Temperaturen stehen. Die 3 wurde von den meisten Herstellern für eine Raumtemperatur von ca. 20 Grad Celsius justiert. Pro Erhöhung oder Absenkung der Zahl erzielt man eine Temperaturspanne von meist vier Grad. Die Striche oder Punkte zwischen den einzelnen Zahlen ermöglichen eine genauere Einstellung der Raumtemperatur. Ein Strich bzw. Punkt bedeutet 1 Grad Celsius und 2 Striche dann 2 Grad. Stellt man zum Beispiel den Regler auf 3 und nimmt die zwei nachfolgenden Striche dazu, kann man auf eine Raumtemperatur von 22 Grad Celsius kommen. Der Halbmond bedeutet „Nachtabsenkung“ und die Schneeflocke hat eine Frostschutzfunktion. Neben den von Hand zu regelnden Thermostaten gibt es auch automatische Regler. Die Anwendung ist einfach, denn hier wird nur die gewünschte Raumtemperatur ins Display eingegeben, sowie der Zeitraum in der diese Temperatur geregelt sein soll.

Je nach Raumnutzung eine andere Temperatur

Alle Räume in der Wohnung werden anders genutzt. So sind zum Beispiel das Wohnzimmer oder auch das Kinderzimmer die am häufigsten genutzten Räume und sollten dementsprechend auch die wärmsten sein. Optimal ist in vielgenutzten Räumen eine Temperatur von 21 Grad Celsius. Im Schlafzimmer sind 18 Grad Celsius ein guter Richtwert. Alle weiteren Räume sollten eine Temperatur von 16 Grad Celsius nicht unterschreiten. Das könnte zu Feuchtigkeit an den Wänden und nachfolgend zu Schimmelbildung führen.

Geldsparen mit der richtigen Raumtemperatur

Mit jedem Grad weniger können Verbraucher 6 Prozent an Heizenergie einsparen. Zudem wird durch jedes herunter geregelte Grad auch der eigene CO2-Ausstoß reduziert. Heizkörperthermostate sind also richtige Energiesparhelfer, die das Klima und den Geldbeutel schonen. Um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen, sollten die Heizkörper freistehen und nicht mit Möbelstücken zugestellt werden. Ein Zustellen mit Möbeln führt dazu, dass die Heizung mehr Energie braucht um den ganzen Raum zu erwärmen. Das wiederum würde die Heizkosten in die Höhe treiben.

Lüften nicht vergessen

Um ein optimales Raumklima zu schaffen ist mehrmaliges Stoßlüften, vor allem im Winter, unabdinglich. Wichtig hierbei ist es, dass während der Lüftungszeit das Thermostat ausgeschaltet wird. Fünf bis maximal zehn Minuten reichen aus, um einen Raum gut zu durchlüften. Wer Luftbefeuchter am Heizkörper verwendet, sollte das Wasser aus hygienischen Gründen mindestens einmal täglich wechseln.

Heizkostenabrechnung vom Experten überprüfen lassen

Verbraucher können bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale M-V ihre Heizkostenabrechnung überprüfen lassen. Ein unabhängiger Energieberater kann mit guten Tipps zur Senkung der Kosten hilfreich zur Seite stehen. Während der Pandemie finden Beratungen ausschließlich telefonisch statt. Eine Anmeldung zum kostenlosen Beratungsgespräch ist unter 0800 809 802 400 möglich.