Verbraucherzentrale M-V: Plus Kasse Inkasso – Forderung nicht bezahlen!

Zurzeit landen in den Briefkästen der Verbraucher wieder vermehrt Schreiben von vermeintlichen Inkassounternehmen. Nun ist es die Plus Kasse INKASSO AG aus Berlin.

Der Absender suggeriert mit einem „Zahlungsbefehl“ Verbrauchern, sie hätten einen kostenpflichtigen Gewinnspiel- oder Zeitschriftenvertrag geschlossen, indem sie ihre persönlichen Daten angegeben haben. Die monatlichen Beträge seien jedoch noch nicht beglichen worden. Bei Nichtzahlung drohen den Verbrauchern Mahn- und Vollstreckungsbescheid, örtlicher Gerichtsvollzieher, Pfändung der Bezüge und Zwangsvollstreckung u.v.m.

Sollten Sie so ein Schreiben bekommen haben, rät die Verbraucherzentrale:

  • Zahlen Sie nicht! Das Geld soll auf ein griechisches Konto (IBAN GR) gezahlt werden.
  • Schreiben Sie auch nicht zurück bzw. senden sie das angehängte Kündigungsformular nicht zurück!
  • Rufen Sie keine der angegebenen Telefonnummern an! Auch kein Fax bzw. E-Mail zurücksenden

Das Lebensmitteletikett – Was verrät es?

Der „richtige“ Einkauf von Lebensmitteln ist für viele Verbraucher/innen eine Herausforderung. Worauf sollte man achten? Welche Pflichtangaben sind auf den Lebensmittelverpackungen zu finden? Und welche Angaben sind nur Marketingstrategien der Lebensmittelhersteller?

Im kostenlosen Online-Vortrag „Das Lebensmitteletikett – Was verrät es?“ erfährt man, welche Angaben auf Lebensmittelverpackungen verpflichtend sind und wie man sich daran orientieren kann. Außerdem wird anhand von Beispielen erläutert, wie man Werbung auf Lebensmitteln durchschauen kann.

Die Veranstaltung startet am Dienstag, 8.6.2021 um 10 Uhr. Interessierte melden sich bitte hier an.

Müll reduzieren – eigene Behälter beim Einkaufen mitbringen

Gern würde ich ein von zu Hause mitgebrachtes Gefäß verwenden, wenn ich Käse einkaufe. Ich habe gehört, dass dies momentan nicht möglich ist. Wann wird es wieder erlaubt sein?

Auch in Zeiten von Corona ist das Befüllen mitgebrachter Behälter möglich. Wichtig ist, dass die mitgebrachten Behälter sauber sind. Die Hygienevorschriften beim Verkauf loser Frischwaren wie zum Beispiel Käse sind sehr streng und so kann es sein, dass ein Verkäufer mitgebrachte Behälter ablehnt. Ein Rechtsanspruch für das Befüllen mitgebrachter Gefäße besteht für Verbraucher nicht.

Auch der Lebensmittelverband Deutschland e.V. hat unter anderem genau zu dem Thema „mitgebrachte Behältnisse“ Stellung bezogen. Er sagt: „Die Befüllung mitgebrachter Mehrwegbehältnisse auf Kundenwunsch muss nicht abgelehnt werden, muss aber mit besonderer Sorgfalt erfolgen. Die dafür speziell vereinbarten Hygieneregeln und Übergaberegeln sind strikt zu beachten.“ (Siehe Link, Seite 4)

Es hat sich im Grunde durch Corona nichts geändert, denn auch vorher haben die Unternehmer diese Entscheidung individuell getroffen.

Nach Stand des Wissens ist es nicht belegt, dass durch SARS-CoV-2-kontaminierte Lebensmittel oder Verpackungen ein Infektionsrisiko und einen Übertragungsweg zur Ausbreitung von Covid-19 darstellen. Sie könnten dem Personal der Käsetheke bzw. dem Marktleiter das Papier des Lebensmittelverbandes Deutschland, das wir Ihnen verlinkt haben, ausdrucken und geben. Vielleicht überdenken sie ihre Einstellung noch einmal.

Jetzt als Verbraucherschule bewerben!

Die Auszeichnung Verbraucherschule würdigt Schulen, die Kinder und Jugendliche zu starken und informierten Verbrauchern machen. Die neue Bewerbungsrunde läuft bis 1. Oktober 2021. Sonderkategorie würdigt Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie.

Die Auszeichnung Verbraucherschule des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) startet in eine neue Runde. Sie würdigt Schulen, die auch im Corona-Schuljahr 2020/21 dazu beitragen, aus jungen Menschen starke Verbraucherinnen und Verbraucher zu machen. Neben Gold, Silber und Bronze gibt es in diesem Jahr die Sonderkategorie Verbraucherschule Extra.

„In der Corona-Pandemie zählt Verbraucherbildung mehr denn je. Wie erkenne ich falsche Gesundheitsversprechen, Fake News oder datenhungrige Onlinedienste? Wir zeichnen Schulen aus, die dies trotz angespannter Lage thematisieren“, sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv. Allgemein- und berufsbildende Schulen des Landes, können sich bis 1. Oktober 2021 unter www.verbraucherschule.de als Verbraucherschule bewerben.

Aktuell gibt es deutschlandweit 64 Verbraucherschulen, darunter im Moment keine aus Mecklenburg-Vorpommern. In den Vorjahren war die Arche Schule aus Waren bereits zwei Mal unter den ausgezeichneten Schulen. Damit auch in MV Schüler fit sind im Konsumalltag, sollte Verbraucherbildung ein Schwerpunkt der schulischen Arbeit sein. Unterstützung dabei kommt von der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern.

Thema Verbraucherbildung

Voraussetzung für die Auszeichnung Verbraucherschule sind eine oder mehrere Maßnahmen in den Schwerpunkten der Verbraucherbildung: Ernährung und Gesundheit, Finanzen, Marktgeschehen und Verbraucherrecht, nachhaltiger Konsum, Medien und Information. Das können z.B. Medienkompetenztage sein, regelmäßige Unterrichtseinheiten zum Leben auf eigenen Beinen, eine digitale Koch-AG oder eine Nachhaltigkeitswoche zu umweltbewusstem Konsum.
Verbraucherschule werden

Der erste Schritt zur Bewerbung ist die kostenfreie Anmeldung im Netzwerk Verbraucherschule unter www.verbraucherschule.de. Der Mehrwert der Netzwerk-Mitgliedschaft: Schulen erhalten Unterstützung dabei, Verbraucherbildung umzusetzen – mit kostenlosen Online-Fortbildungen, Ideen und Erfahrungsaustausch. Dieses Video stellt das Projekt Verbraucherschule in einer Minute vor.

Mehr Informationen:

Den Bewerbungsbogen samt Erläuterung finden Sie hier.
Informationen zum Bildungsangebot der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern: www.verbraucherzentrale-mv.eu/bildung-mv
Deutschlandkarte mit Verbraucherschulen: www.verbraucherbildung.de/sites/default/files/2021-05/Deutschlandkarte.jpg
Publikation „Starke Verbraucher von Anfang an!“ mit allen Verbraucherschulen 2021: www.vzbv.de/publikationen/starke-verbraucherbildung-von-anfang

Gefördert wird das Projekt Verbraucherschule durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit auf Beschluss des Deutschen Bundestages sowie durch die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz.

EXPERT KASSE AG – Schreiben verunsichert Verbraucher

In letzter Zeit landen in den Briefkästen der Verbraucher wieder vermehrt Schreiben von vermeintlichen Inkassounternehmen. Nun ist es die EXPERT KASSE AG aus Berlin.

Mit dem Betreff „Letzte außergerichtliche Mahnung“ wird den angeschriebenen Verbrauchern eingeredet, sie hätten einen kostenpflichtigen Gewinnspiel- oder Zeitschriftenvertrag geschlossen, indem sie Ihre persönlichen Daten angegeben haben. Die monatlichen Beträge seien jedoch noch nicht beglichen worden.

Bei Nichtzahlung wird dem Verbraucher mit Mahn- und Vollstreckungs-bescheid, örtlichem Gerichtsvollzieher, Pfändung der Bezüge und Zwangsvollstreckung u.v.m. gedroht.

Sollten Sie so ein Schreiben bekommen haben:

  • Zahlen Sie nicht! Das Geld soll auf ein griechisches Konto (IBAN GR) gezahlt werden.
  • Schreiben Sie auch nicht zurück bzw. senden Sie das angehängte Kündigungsformular nicht zurück!
  • Rufen Sie keine der angegebenen Telefonnummern an! (Vorwahl Großbritannien)

Das neue EU-Energielabel am Beispiel von Kühlschränken

Seit März 2021 sind viele Haushaltsgeräte mit einem neuen Energielabel versehen. Die meisten Geräte bekommen eine neue Effizienzklasse und werden nicht selten mit einem höheren Jahresenergieverbrauch gekennzeichnet. Verbraucher sind mitunter irritiert. Am Beispiel von Kühlgeräten erklärt Energieexperte Arian Freytag von der Energieberatung der Verbraucherzentrale was sich verändert hat.

Die zurzeit besten Kühlschränke sind mit Klasse C gekennzeichnet statt wie bisher mit A+++. Das neue Label stellt höhere Anforderungen an die Sparsamkeit von Geräten. Daher schneiden Geräte im Vergleich zur alten Kennzeichnung schlechter ab. Auch der Verbrauchskennwert auf dem Label ist meistens höher als bisher, obwohl kein Kühlschrank mehr Strom verbraucht als zuvor. Arian Freytag, Energieexperte der Verbraucherzentrale MV, erklärt: „Die neuen Verbrauchskennwerte basieren auf einer anderen Berechnung des Jahresenergieverbrauchs. Auch die Werte, die zu dieser Berechnung nötig sind, werden mit einer neuen Messmethode ermittelt. Ziel ist es, den Alltagsverbrauch der Geräte realistischer widerzuspiegeln.“

Bei Kühlschränken wird der zusätzliche Kältebedarf durch die Zufuhr warmer Lebensmittel besser berücksichtigt sowie der zusätzliche Energiebedarf, der notwendig ist, um Kondenswasser zu verhindern. Darüber hinaus wird nun der Energieverbrauch mit zwei – statt wie bisher mit nur einer – Umgebungstemperatur gemessen. Das verhindert eine künstliche Optimierung auf eine feste Temperatur, die es in der Realität nicht gibt.

Sind die neuen Effizienzlabel besser als die alten?

Die ausgewiesenen Effizienzklassen sind bei Kühl- und Gefriergeräten in der Regel nun höher als beim bisherigen Label. Die neuen Verbrauchskennwerte bilden die Nutzungsbedingungen im Haushalt besser ab als die alten. Durch die höheren Anforderungen an die Energieeffizienz entfällt die Ballung der Modelle in den Bestklassen. Mit dem neuen Label sind Unterschiede für den Verbrauch nun leichter erkennbar.

Neben den Angaben zum Stromverbrauch, zur Größe von Kühl- und Gefrierfächern sowie der Bewertung der Schallemissionen enthalten die neuen Label einen QR-Code, der weitere Informationen zum jeweiligen Gerät aus der europäischen Produktdatenbank EPREL bereitstellt.

Weitere Initiativen des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv)
Der Verbraucherzentrale Bundesverband überprüft bereits in seinem Online-Marktcheck, ob und in welcher Form der Handel die neuen Label für Verbraucher:innen bereitstellt. Erste Verstöße wurden bereits aufgedeckt und verfolgt. Die Ergebnisse des Online-Marktchecks werden im Juni 2021 erwartet.

Darüber hinaus plant der vzbv im August eine repräsentative Bevölkerungsbefragung durchzuführen. Ziel ist es, die Erfahrungen der Verbraucher/innen im Zuge der Label-Einführung näher zu beleuchten. Fragen zur Energieeffizienz von Haushaltsgeräten und zum EU-Energielabel beantwortet die Energieberatung der Verbraucherzentrale kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 809 802 400 (kostenfrei). Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Photovoltaik oder Solarthermie – Ist das etwas für mich?

Am Montag, den 10. Mai 2021 bietet die Energieberatung der Verbraucherzentrale einen kostenlosen Online-Vortrag zum Thema „Photovoltaik oder Solarthermie“ an. Die digitale Veranstaltung beginnt 17.30 Uhr und dauert inklusive Diskussion bis 19.00 Uhr.

Sie möchten mehr über Photovoltaik und Solarthermie erfahren, weil Sie die Kraft der Sonne für ihr Eigenheim nutzen wollen? Dann sind Sie herzlich eingeladen. Sie erfahren welche Anlage fürs Eigenheim mehr Sinn macht, wie die Gesetzeslage ist und in wie weit sich eine solche Anlage rentiert. Außerdem wird über aktuelle Fördermöglichkeiten gesprochen.

Die Vortragsdauer beträgt inklusive der Diskussion ungefähr 1,5 Stunden. Für Fragen der Teilnehmer steht die Chat-Funktion zur Verfügung. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich online .