Endlich wieder Wochenende zum Tag der Erneuerbaren Energien – diesmal im August

Nachdem Corona das eigentlich jährlich im April stattfindende Aktionswochenende in M-V zum bundesweiten Tag der Erneuerbaren Energien 2020 und 2021 ausgebremst hatte, findet es in diesem Jahr vom 6. bis 8. August statt.

„Ich bin den Unternehmen, Vereinen, Initiativen in unserem Land, die dieses Wochenende alljährlich mit ihren Veranstaltungen in allen Teilen unseres Landes ausrichten, sehr dankbar, dass sie uns die Treue halten. Wir mussten immer wieder neue Termine suchen, dann absagen, wieder neue suchen – keine optimale Voraussetzung, um langfristig zu planen. Ich freue mich sehr, dass trotz dieser Unwägbarkeiten bereits 17 Aktionen auf unserer Seite www.energietag-mv.de für den außergewöhnlichen Termin mitten im Sommer angemeldet sind“, sagt Landesenergieminister Christian Pegel.

Bei den Veranstaltungen überall in M-V können sich Besucherinnen und Besucher zu Fragen rund um die Energiewende informieren und sich spannende Einblicke in die Branche der erneuerbaren Energien verschaffen.

Viele Angebote laden zum aktiven Erkunden ein. „So können die Gäste zum Beispiel Photovoltaikanlagen, Heizkraftwerke oder Biogasanlagen besichtigen und sich dabei ihr Funktionieren erklären lassen. Auch die traditionelle Ausfahrt des Übertragungsnetzbetreibers 50 Hertz zu Off-shore-Windparks in der Ostsee findet wieder statt, wenn auch ausnahmsweise später als die übrigen Veranstaltungen am 4. September“, nennt Pegel Beispiele (Anmeldung für die Ausfahrt über www.energietag-mv.de).

Am Freitag, 6. August, laden zum Beispiel die Stadtwerke Greifswald und der Greifswalder Verkehrsbetrieb Schulklassen ein, verschiedene Energieerzeugungsanlagen zu besichtigen. Der Energieversorger Vattenfall öffnet an diesem Tag im Rostocker Überseehafen sein Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerk für geführte Besichtigungen.

Erstmals dabei ist in diesem Jahr das Projekt MoRE, das mit einer Fahrradtour die „Deutsch-polnische Modellregion der erneuerbaren Energien – Insel Usedom und Wollin“ in den Fokus rückt. Bei Stopps an verschiedenen Erneuerbare-Energien-Anlagen werden deutsche und polnische Projektpartner Entwicklungsschritte und Herausforderungen des Modellprojekts am konkreten Beispiel erläutern. Die Fahrradtour über 45 Kilometer beginnt am 7. August um 9:30 Uhr an der Bahnstation Seebad Bansin und führt auch auf die polnische Seite der Insel.

Der Schweriner Energieversorger WEMAG lädt am 7. August zu Führungen durch seinen Batteriespeicher in Schwerin-Lankow ein und das Anklamer Unternehmen Consun Beet führt durch seine Bioethanol-, Biomethan- und biologische Abwasserbehandlungsanlage vorrangig im Freien.

Das Solarzentrum in Wietow lädt bereits am 2. August zu Führungen und Beratungen rund um die Erneuerbaren ein. Das gesamte Programm, einschließlich eventuell noch hinzukommender Aktionen, finden Sie auf www.energietag-mv.de .

„Coronabedingt ist es in diesem Jahr notwendig, sich zu fast allen Veranstaltungen im Vorfeld anzumelden“, nennt Christian Pegel einen Unterschied zu den Veranstaltungen der Vorjahre. Auch hätten sich die Veranstalter selbstverständlich zu Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen verpflichtet, die eine Verbreitung des Virus‘ verhindern sollen. „Einen Mund-Nasen-Schutz sollte ja sowieso jeder in der Tasche haben. Sollte auch ein Test bzw. der Impf- oder Genesen-Nachweis erforderlich sein, finden Sie auch diesen Hinweis so wie alle anderen Informationen auf unserer Webseite“, so Christian Pegel.

Im Rahmen des diesjährigen Wochenendes zum Tag der Erneuerbaren Energien erhält zudem die Stadt Greifswald einen besonderen Preis: „Als erste Stadt aus Mecklenburg-Vorpommern wird ihr der European Energy Award verliehen, ein Preis für Kommunen in Deutschland und Europa, die sich auf vorbildliche Weise dem Klimaschutz widmen“, sagt Energieminister Pegel.
Er lädt alle Menschen im Land – auch die, die ihre Sommerferien in Mecklenburg-Vorpommern verbringen, ein, die Veranstaltungen in ihrer Nähe zu besuchen: „Sie können natürlich auch einen etwas weiteren Ausflug planen oder sogar mehrere Veranstaltungen besuchen und so gleich verschiedene Eindrücke aus verschiedenen Teilen unseres wunderschönen Bundeslands – und seinem Engagement für Energiewende und Klimaschutz – gewinnen.“

Alle Informationen zum Tag der Erneuerbaren Energien in M-V finden Sie auf www.energietag-mv.de und bei Facebook: www.facebook.com/energietagmv.

Fördermittel für private Ladestationen aufgestockt – jetzt beantragen

Die Bundesregierung stockt erneut ihr Förderprogramm für private Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden auf. Sie stellt weitere 300 Millionen Euro zur Verfügung, nachdem die bislang bereitgestellten 500 Millionen Euro in Windeseile ausgeschöpft waren.

Privatpersonen, aber auch Wohnungseigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen und –genossenschaften sowie Bauträger können ab sofort wieder Förderanträge stellen für Ladestationen im nicht öffentlich zugänglichen Bereich von selbstgenutzten oder vermieteten Wohngebäuden. Gefördert werden Erwerb und Errichtung einer neuen Ladestation einschließlich des elektrischen Anschlusses sowie damit verbundene Nebenarbeiten. Der Zuschuss beträgt 900 Euro je Ladepunkt.
Voraussetzung ist, dass die Gesamtkosten mehr als 900 Euro betragen. Bei deren Ermittlung werden die Ladestation, das Steuerungssystem, der Netzanschluss und Elek-troinstallationsarbeiten berücksichtigt.

Der Antrag muss zwingend vor Beginn des Vorhabens gestellt werden. Weitere Informationen dazu sowie den Weg zu den Antragsformularen finden Sie auf der Webseite der Kreditanstalt für Wiederaufbau.
Hintergrund

Seit Start des Bundesförderprogramms im November 2020 wurde das Förderangebot so stark nachgefragt, dass bereits im Februar und Mai 2021 jeweils 100 Millionen Euro Fördermittel nachgelegt wurden. Bis 1. Juli waren deutschlandweit 510.000 Anträge für 620.000 Ladepunkte gestellt worden.
Das Ergebnis einer KfW-Kundenbefragung zeigt, dass 45 Prozent der Antragsteller noch kein Elektroauto besitzen, aber 93 Prozent von ihnen eine Anschaffung innerhalb der kommenden drei Jahre planen.

Abgesackte Böschung wird repariert

Keine Woche nachdem die Böschung in der Woldegker Straße aufgrund von starken Regenfällen abgesackt ist, wird sie nun im Auftrag des Straßenbauamtes repariert.

In der vergangenen Woche waren die Schäden in unmittelbarer Nähe zur Kreuzung sichtbar geworden. Der Bereich wurde umfangreich abgesperrt, da auch das Geländer Schaden genommen hatte.

Auch an der sogenannten Planstraße kam es zu Böschungsabsackungen durch Starkregen. Diese Schäden werden ebenfalls in dieser Woche in Ordnung gebracht.

Bildungsfreistellung für Beschäftigte

Wussten Sie, dass Beschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern Anspruch auf bezahlte Zeit haben, um sich zu bilden?

Bildungsfreistellung macht’s möglich. Für die Teilnahme an Bildungsveranstaltungen können Beschäftigte fünf bis zehn Tage von der Arbeit freigestellt werden. Voraussetzung ist, dass die Veranstaltung vom Bildungsministerium anerkannt ist. Die Bildungsveranstaltung kann natürlich einen Bezug zur beruflichen Tätigkeit haben, aber ebenso sind auch Sprachkurse, Studienreisen oder Qualifizierungen im Ehrenamt möglich.

Die Kosten für die Bildungsveranstaltung tragen die Beschäftigten selbst und währenddessen zahlt der Arbeitgeber das Arbeitsentgelt weiter. Der Arbeitgeber kann im Falle einer Freistellung eine pauschalierte Erstattung vom Land erhalten.

Neugierig? Tipps zur Bildungsfreistellung in Mecklenburg-Vorpommern und eine Übersicht aller anerkannten Bildungsveranstaltungen sind unter www.weiterbildung-mv.de/bildungsfreistellung-bildungsurlaub-mv.php zu finden.

Straßenmeisterei Stavenhagen setzt Instandsetzungsarbeiten fort

Die Straßenmeisterei Stavenhagen setzt in dieser Woche ihre Ende Juni begonnenen Instandhaltungsarbeiten fort. Bisher sind alle Maßnahmen ohne größere Probleme verlaufen. Die kommenden Arbeiten werden erneut zeitweise zu Verkehrseinschränkungen führen.

Ein Überblick:

Auf der Landesstraße 202 wird ab Mittwoch, 21. Juli 2021, die Absackung am Durchlass zwischen Demzin und Faulenrost repariert. Für die Arbeiten ist eine Vollsperrung bis Sonnabend, 24. Juli 2021, notwendig. Eine Umleitung wird ausgeschildert. Sie führt über die Kreisstraße 33 (Faulenrost, Schwabendorf, Hungerstorf und Clausdorf), die Bundesstraße 194 (Kittendorf und Jürgenstorf), die L 203 (Rottmannshagen, Zettemin und Carlsruhe) und umgekehrt.

Auf der Landesstraße 20 wird am Sonnabend, 24. Juli 2021, in Neukalen die Fahrbahn im Einfahrbereich des Marktes erneuert. Für die Arbeiten ist eine Vollsperrung von 7 Uhr bis zum Abend erforderlich. Die Lutherstraße kann in diesem Zeitraum nicht vom Markt aus angefahren werden. Die Umleitung erfolgt innerörtlich.

Das Straßenbauamt Neustrelitz und die Straßenmeisterei Stavenhagen bitten für die notwendigen Verkehrseinschränkungen um Verständnis.

Deckenerneuerung bei Warlin wird am Dienstag abgeschlossen

Aufgrund von Lieferschwierigkeiten kann die Deckenerneuerung auf der Bundesstraße 197 ab Ortsausgang Warlin erst am Dienstag, 20. Juli 2021, abgeschlossen werden. Die Vollsperrung wird am Mittwoch, 21. Juli 2021, um 7 Uhr aufgehoben. Anliegerinnen und Anlieger können die Baustelle in beide Richtungen passieren.

Hintergrund: Ursprünglich sollten die Bauarbeiten vom Ortsausgang Warlin bis einschließlich des Knotenpunktes B 197/B 104 bei Sponholz am heutigen Montag abgeschlossen werden. Aufgrund des Unwetters konnte der Asphalt jedoch nicht rechtzeitig geliefert werden, so dass sich der Einbau um einen Tag verzögerte. Eine Öffnung für den Verkehr ab Dienstagabend ist nicht möglich, weil der Asphalt nach dem Einbau über Nacht auskühlen muss.

Die Umleitung des Verkehrs aus Richtung Neubrandenburg erfolgt bis Mittwochfrüh weiter über die B 104 bis Woldegk und dann weiter über die Landesstraße 281 nach Friedland. Aus Richtung Friedland kommend, wird der Verkehr ab Glienke über die Autobahn 20 in Richtung Norden und dann über die L 28 und die L 35 nach Neubrandenburg geführt.

Das Straßenbauamt Neustrelitz bittet für die notwendigen Verkehrseinschränkungen und die Verzögerungen um das Verständnis der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, der Anwohnerinnen und Anwohner sowie der betroffenen Gewerbetreibenden.

Unsere Wälder im Gesundheitscheck – die Waldzustandserfassung 2021 hat begonnen

Von Mitte Juli bis Mitte August reisen Forstleute durch die Wälder Mecklenburg-Vorpommerns, um den aktuellen Gesundheitszustand unserer Waldbäume unter die Lupe zu nehmen. An insgesamt 105 Aufnahmepunkten werden dabei rund 2.500 Bäume untersucht und hinsichtlich ihrer Vitalität eingeschätzt. Bevor am 20.07. die Inventur beginnt, wurden die 15 zweiköpfigen Aufnahmeteams im Vorfeld der seit 1992 jährlich durchgeführten Erhebung speziell geschult.

Der Waldzustand wird in Mecklenburg-Vorpommern jährlich nach einer bundesweit abgestimmten Strichprobeninventur auf einem permanenten Netz erhoben. Alle 8×8 km im Wald befindet sich ein Aufnahmepunkt. Dabei findet die Erhebung eigentumsübergreifend sowohl im Landes- als auch z. B. Bundes- und Privatwald statt. An jedem Punkt wird die Vitalität von 24 festgelegten Bäumen erfasst. Jeder dieser Bäume wird von der Krone bis zum Stammfuß genau betrachtet und liefert für die spätere Auswertung eine Fülle an Daten. Diese reicht von der Belaubung über die Vergilbung von Blättern und Nadeln bis zur Fruchtbildung und Schäden durch Mensch oder Natur.

Wesentlicher Aufnahmeparameter ist dabei die Kronenverlichtung der Bäume. Diese zeigt an, wieviel Prozent der Blätter oder Nadeln im Vergleich zu einer vollbelaubten Baumkrone fehlen. Die aufgenommenen Daten fließen nicht nur in den landesweiten Waldzustandsbericht, sondern auch in die bundesweite und darüber in die EU-weite Erhebung ein. Nachdem sich der Waldzustand in den vergangenen Jahren aufgrund der warm-trockenen Periode 2018 bis 2020 auffällig verschlechterte, wird sich in den diesjährigen Ergebnissen zeigen, inwiefern eine leichte Entspannung der Witterungssituation wieder eine positive Entwicklung bewirkte.

Hintergrund zur Waldzustandserhebung:

Der Waldzustand wird in Mecklenburg-Vorpommern seit 1992 jährlich nach einer bundesweit abgestimmten Stichprobeninventur auf einem dauerhaften systematischen Netz erhoben. Die sogenannte Waldzustandserhebung ist das wesentliche Instrument zur Erfassung des Vitalitätszustandes der Wälder. Dabei dient der Kronenzustand als Weiser für den Gesundheitszustand des Waldes. Die Waldzustandserfassung ist im Laufe der Jahre zu einem wichtigen Baustein des Forstlichen Umweltmonitorings geworden. Gerade die langjährigen Erfassungen ermöglichen eine objektive Beurteilung des Waldzustandes, der von Faktoren wie z. B. Witterungsverlauf, klimatische Veränderungen oder biotische Schäden durch z. B. Insekten beeinflusst wird. Durch die regelmäßigen Erhebungen können Veränderungen frühzeitig erkannt und Risiken bewertet werden. Die Informationen sind eine wichtige Grundlage für forst- und umweltpolitische Entscheidungen zum Schutz der Wälder.