IHK-Präsident Dr. Wolfgang Blank und Bildungsministerin Bettina Martin: Schulabsolventen haben beste Ausbildungschancen in der Region

In vielen Unternehmen aus der Region der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern beginnt in wenigen Tagen das neue Ausbildungsjahr. Jugendliche ohne Ausbildungsvertrag haben dennoch die Chance, jetzt eine Lehrstelle zu finden, bei den Firmen nachzufragen und sich persönlich vorzustellen. So sind allein in der IHK-Lehrstellenbörse online noch 332 offene Ausbildungsplätze für dieses Jahr in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald zu finden.

„Auch die Corona-Zeit ändert nichts daran, dass wir weiterhin dringend gut ausgebildete junge Leute brauchen, denn die Wirtschaftskraft und die Innovationsfähigkeit unsers Landes hängt entschieden von bestens ausgebildeten Fachkräften ab“, appelliert IHK-Präsident Dr. Wolfgang Blank an die jungen Leute in der Region, sich auf die noch freien Lehrstellen zu bewerben. Und er betont: „Wer sich für eine berufliche Ausbildung entscheidet, hat langfristig gute Job- und Aufstiegschancen.“

Mit Stand zum 31. Juli waren bei der IHK Neubrandenburg insgesamt 809 Ausbildungsverträge eingetragen. Das waren im Vergleich zum Vorjahr mit 918 eingetragenen Verträgen 11,9 Prozent weniger. Täglich gehen in der Kammer aber weitere neue Ausbildungsverträge für das neue Lehrjahr ein, sodass sich die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen an das Vorjahresniveau annähern wird. Aktuell gibt es im Bereich der IHK Neubrandenburg rund 1000 Ausbildungsbetriebe mit etwa 110 verschiedenen Ausbildungsberufen. Darunter fallen zum Beispiel Anlagenmechaniker, Biologielaboranten, Kaufleute im E-Commerce oder Zerspanungsmechaniker.

„Noch sind viele Ausbildungsplätze in Mecklenburg-Vorpommern unbesetzt und Schulabgängerinnen und Schulabgänger haben die besten Chancen, einen guten Ausbildungsplatz zu finden, der Spaß macht, Perspektive bietet und den Start in ein gutes Berufsleben sichert“, sagte Bildungsministerin Bettina Martin. „Schulabgängerinnen und Schulabgänger haben eine breite Auswahl entsprechend den eigenen Interessen und Talenten. In Mecklenburg-Vorpommern sind die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt so gut wie nie: Seit Jahren gibt es mehr Ausbildungsplätze als Bewerberinnen und Bewerber.“

Für Fragen zum Berufsstart stehen die Ausbildungsberater der IHK Neubrandenburg zur Verfügung – persönlich, telefonisch oder auch per E-Mail. Sie beraten angehende Azubis und deren Eltern als auch Ausbildungsbetriebe zu den Themen rund um die Berufsausbildung und noch kurzfristig zu vergebenen Lehrstellen.

Ansprechpartner in der IHK Neubrandenburg:
Ines Renninger: Tel. 0395 55 97 409 oder per E-Mail: ines.renninger(at)neubrandenburg.ihk(dot)de
Tobias Feldmann: Tel. 0395 55 97 421 oder per E-Mail: tobias.feldmann(at)neubrandenburg.ihk(dot)de
Alexander Schwalbe: Tel. 0395 55 97 410 oder per E-Mail: alexander.schwalbe(at)neubrandenburg.ihk(dot)de

Technologiepreis ausgeschrieben

Die Bewerbungsfrist für den „LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern“ läuft noch bis zum 31. August 2020.
Bewerben können sich Unternehmen, Einzelpersonen und auch Projektgruppen von Forschungseinrichtungen, die in Mecklenburg-Vorpommern ansässig sind. Eine Jury bewertet die Einreichungen. Sie besteht aus Vertretern des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern, den Industrie- und Handelskammern des Landes, den Universitäten und Hochschulen sowie Vertretern der Medien und der Finanzwirtschaft.

Die Bewerbungsunterlagen für den „LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern“ sind vollständig mit ausgefülltem Bewerbungsformular sowie Bildmaterial und gegebenenfalls Skizzen/Grafiken des Produktes bis zum 31. August 2020 einzureichen. Entweder online unter www.boelkowpreis.de/bewerbung oder schriftlich an die IHK zu Rostock, Kai Retzlaff, Ernst-Barlach-Str. 1-3, 18055 Rostock, E-Mail: retzlaff@rostock.ihk.de.

Seit 2003 vergeben das Wirtschaftsministerium und die drei Industrie- und Handelskammern des Landes jährlich den Preis. Schirmherr ist der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Für den Technologiepreis steht ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro zur Verfügung.

Hebesätze in den Gemeinden der IHK-Region Neubrandenburg gestiegen

In der ersten Hälfte dieses Jahres haben im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte 34 Gemeinden mindestens einen der Hebesätze für die Grundsteuer oder die Gewerbesteuer angehoben. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald waren es sogar 56 Kommunen. Die Hebesätze der Grundsteuer B, d. h. die Grundsteuer, die auf allen Grundstücken außer land- und forstwirtschaftlichen Flächen lastet, wurden im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte insgesamt in 22 Kommunen angehoben.
Für Unternehmen kommt in 25 Kommunen die Anhebung der Gewerbesteuerhebesätze hinzu.

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald gab es in 44 Gemeinden eine Erhöhung der Hebesätze der Grundsteuer B und in 41 Gemeinden eine Anhebung der Hebesätze für die Gewerbesteuer. Auch die Hebesätze der Grundsteuer A wurden in erheblichem Umfang erhöht. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurden sie in 32 Gemeinden angehoben, im Landkreis Vorpommern-Greifswald sogar in 49. Lediglich in zwei Gemeinden ist es zu Senkungen der Hebesätze gekommen. So hat die Gemeinde Grabowhöfe den Gewerbesteuerhebesatz von 380 % auf 330 % gesenkt und die Gemeinde Schmatzin die Hebesätze für die Grundsteuern.

An der absoluten Höhe der Hebesätze hat sich nichts geändert. So bleibt Spitzenreiter bei dem Hebesatz für die Gewerbesteuer die Stadt Neubrandenburg mit 440 %, Kublank mit 420 %, Lindetal mit 405 % und dann folgen weitere elf Gemeinden mit 400 %. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald bleiben die Gemeinden Jatznick, die Stadt Torgelow und Wackerow führend mit 450 %, gefolgt von der Hansestadt Greifswald mit 425 % und weiteren 18 Kommunen mit 400 %. Bei der Grundsteuer B liegt die Stadt Neubrandenburg mit 550 % noch immer an der Spitze, gefolgt von Göhren-Lebbin mit 500 % und der Stadt Woldegk mit 450 %. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald liegt die Gemeinde Wackerow mit 700 % vor Behrenhoff mit 600 % und den Städten Anklam und Pasewalk jeweils mit 490 %. Die Hansestadt Greifswald und die Stadt Eggesin verlangen beide 480 %.

Insgesamt haben von den gelisteten 285 Kommunen der Landkreise Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald ca. ein Drittel ihre Hebesätze bislang für das Jahr 2020 nach oben angepasst. Dadurch ergibt sich eine zusätzliche Belastung für die Unternehmen, welche ohnehin schon mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen haben. Die größten Anhebungen für die Gewerbesteuerhebesätze müssen die Unternehmen in Burg Stargard mit einer Steigerung um 51 %-Punkte, in Rosenow um 50 %-Punkte, in Schönhausen um 66 %-Punkte, in Utzedel um 80 %-Punkte, in Zirchow um 60 %-Punkte und in Stavenhagen um 61 %-Punkte hinnehmen.

Positiv ist, dass Grabowhöfe den Hebesatz für die Gewerbesteuer immerhin um 50 %-Punkte gesenkt hat. Für die Berechnung der Steuerkraftzahlen zu den Realsteuern werden im Finanzausgleichsgesetz M-V für die Grundsteuer A 323 %, Grundsteuer B 427 % und die Gewerbesteuer 381 % als Nivellierungshebesatz angesetzt. Bezüglich der Grundsteuer A wird der Nivellierungshebesatz in 112, in Bezug auf die Grundsteuer B in 35 und der Gewerbesteuerhebesatz in 39 Gemeinden überschritten. Auf dem Niveau dieses Hebesatzes liegen derzeit bzgl. der Grundsteuer A 29 Gemeinden. Die Nivellierungshebesätze werden ferner in Bezug auf die Grundsteuer B in 45 und die Gewerbesteuer in 31 Kommunen erreicht.

Die Unternehmen im Land zeigen hohe Ausbildungsbereitschaft zur Corona-Zeit

Gute Nachrichten für alle Auszubildenden und Jugendlichen, die bald eine Lehre beginnen wollen: Trotz der momentanen Corona-Situation ist die Ausbildungsbereitschaft der IHK-Ausbildungsbetriebe im Land ungebrochen hoch. Wie aus einer aktuellen Blitz-Ausbildungsumfrage der Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern hervorgeht, führten 80 Prozent der befragten Unternehmen ihre Berufsausbildung organisatorisch unverändert im Unternehmen fort, während ein Fünftel mobiles Lernen praktizierte.

Überdies wollen rund 60 Prozent der antwortenden Unternehmen ihre Auszubildenden nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Berufsausbildung übernehmen. Die für eine Nicht-Übernahme genannten Gründe resultieren u.a. daraus, dass eine Übernahme nicht ansteht, da lediglich Auszubildende im ersten und zweiten Lehrjahr beschäftigt sind, dass die Auszubildenden in einen anderen Betrieb wechseln, dass sie einen weiteren Beruf erlernen oder ein Studium beginnen wollen bzw. im Unternehmen keine freien Stellen vorhanden sind.

Und: 80 Prozent der Befragten hatten für dieses Jahr geplant, Auszubildende einzustellen. „Das ist ein starkes Signal für die berufliche Zukunft vieler junger Menschen in unserem Land“, freut sich Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der geschäftsführenden IHK der Landesarbeitsgemeinschaft über diese positiven Zahlen. „Dass vier von fünf Unternehmen eine hohe Ausbildungsbereitschaft zeigen, hängt auch mit der Tatsachse zusammen, dass gerade kleine Betriebe nur alle drei Jahre jeweils einen Auszubildenden einstellen“, so Haasch weiter.

An der Blitz-Ausbildungsumfrage hatten sich insgesamt 206 IHK-Ausbildungsbetriebe beteiligt. „Unsere Betriebe wissen, dass sich das Problem der fehlenden Fachkräfte auch nach der Corona-Zeit fortsetzen und ein Risiko für ihre weitere wirtschaftliche Entwicklung bleiben wird. Mit der Dualen Berufsausbildung sichern sie sich jedoch den Fachkräftebedarf von morgen“, betonte Haasch.

Weitere Ergebnisse dieser Umfrage besagen: Berufsschulunterricht und Rekrutierungsmethoden werden sich über kurz oder lang nachhaltig verändern. „Mobiles Learning“ gewinnt zunehmend an Bedeutung, weil es Berufsausbildung in den Wochen des Lockdowns sichergestellt hat. Und: Neben persönlichen Bewerbungsgesprächen gibt es künftig auch mehr Telefon- und Videointerviews, um neue Auszubildende einzustellen. Diese Formen wurden seit Beginn der Corona-Pandemie von rund 20 Prozent der Firmen eingesetzt.

Schriftliche Abschlussprüfungen begannen am Dienstag

Am Dienstag (16. Juni) begannen im Bereich der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern die schriftlichen Azubi-Abschlussprüfungen. Diese waren wegen der Corona-Pandemie auf den jetzigen Zeitpunkt verlegt worden.

Nunmehr fanden bundesweit die schriftlichen Abschlussprüfungen in den gewerblich-technischen Berufen und am 18. sowie 19. Juni in den kaufmännisch-verwandten Berufen statt. Zusätzlich finden in einigen Berufen (z. B. Chemie- und Biologielaborant, Fachkraft für Schutz und Sicherheit) die regulären schriftlichen Abschlussprüfungen statt. Insgesamt prüft die IHK in diesen Sommerwochen 1250 Prüfungsteilnehmer in rund 100 Berufen.

Am Dienstag (16. Juni) fand in Neubrandenburg die Prüfung in drei umwelttechnischen Berufen (Fachkraft für Abwassertechnik, Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und Fachkraft für Wasserversorgungstechnik) statt. Zehn Prüflinge nahmen die gestellten Aufgaben in Angriff. Diese zehn kommen aus drei IHK-Bereichen – neben Neubrandenburg sind Auszubildende aus Ostbrandenburg und Potsdam dabei. Die Kammer Neubrandenburg leistet bei dieser Prüfung „Amtshilfe“ gegenüber den benachbarten IHKs.

IHK zeichnet 52 "TOP-Ausbildungsbetriebe 2020" aus

52 Firmen aus der Region der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern werden ab heute (10.06.2020) mit dem Titel „TOP-Ausbildungsbetrieb 2020“ ausgezeichnet. 28 von ihnen kommen aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, 24 aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald.

„Diese Unternehmen stehen für eine Spitzen-Ausbildungsqualität in der Wirtschaftsregion mit attraktiven Ausbildungsberufen für junge Menschen in unserer Region und darüber hinaus“, gratuliert IHK-Präsident Dr. Wolfgang Blank.

Bewerben konnten sich alle Ausbildungsbetriebe, die mindestens seit fünf Jahren durchgehend in sehr guter Qualität in IHK-Berufen in der Region ausbilden. Nach einem formalen Check der Bewerbungsunterlagen durch die IHK Neubrandenburg zu Ausbildungszeiten, Einhaltung von Gesetzlichkeiten erfolgte die Durchsicht durch eine unabhängige Jury.

Die Entscheidung über die Verleihung des Titels „TOP-Ausbildungsbetrieb 2020“ oblag ausschließlich dieser Jury.
Da es in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie keine Auszeichnungsveranstaltung mit allen Unternehmen geben kann, wird zu jedem TOP-Ausbildungsbetrieb ein Kurz-Video von der IHK produziert.

Die Videos werden den Firmen zur Verfügung gestellt, so dass sie dieses auf ihren Internetseiten veröffentlichen und für die Eigenwerbung als hervorragendes Ausbildungsunternehmen verwenden können. Urkunden, Blumen und die eigens für den Wettbewerb hergestellte Trophäe erhalten die Firmen im Monat Juni

Hier und jetzt ins Ausbildungsjahr 2020 starten!

Schulabgänger ohne Ausbildungsvertrag sollten spätestens jetzt ihren Start ins Berufsleben angehen, denn in gut zwei Monaten beginnt das neue Ausbildungsjahr. Ganz gleich ob Anlagenmechaniker, Biologielaboranten, Kaufleute im E-Commerce oder Zerspanungsmechaniker: Wer bislang noch unsicher ist, was er einmal werden möchte, kann sich im Ausbildungsmagazin der IHK Neubrandenburg „Karriere dank Lehre“ über die unterschiedlichsten Ausbildungsberufe informieren und sich erste Bewerbungstipps holen. Das Magazin ist auf den Internetseiten der Kammer unter neubrandenburg.ihk.de/karrieredanklehre zu finden.

Der Azubi-Atlas und der Berufe-Inspirator auf durchstarten-in-mv.de helfen überdies dabei, den richtigen Beruf zu finden. Und wie genau die Ausbildung dann aussieht – auch hier gibt das Fachkräfteportal Einblicke. Viele Unternehmen und Azubis zeigen in kurzen Berufe-Videos, was mit dem Beruf und dem Ausbildungsalltag verbunden ist. „Durchstarten in MV“ ist die gemeinsame Fachkräftekampagne des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus mit den Industrie- und Handelskammern in MV.

Die IHK-Lehrstellenbörse online führt Bewerber und Betriebe zusammen. Unter der Adresse ihk-lehrstellenboerse.de können sich angehende Azubis mit einem Account registrieren, ihre Daten und sogar komplette Bewerbungsmappen digital hinterlegen. Ausbildungsbetriebe können an dieser Stelle unkompliziert und kostenfrei ihre Ausbildungsplatzangebote hinterlegen. Beide können sich so ganz einfach gegenseitig finden, Kontakt aufnehmen und die nächsten Schritte vereinbaren.

Wer weitere Informationen benötigt oder Fragen hat, kann sich gern auch an die Ausbildungsberater der IHK wenden – persönlich, telefonisch und auch per E-Mail. Sie beraten sowohl angehende Azubis und deren Eltern als auch Ausbildungsbetriebe rund um die Themen Berufswahl, Ausbildungsbetrieb, Ausbildungsvertrag, Berufsschule, Verkürzung oder Verlängerung der Berufsausbildung. Im Bereich der IHK Neubrandenburg gibt es aktuell rund 1000 Ausbildungsbetriebe mit etwa 110 verschiedenen Ausbildungsberufen.