Musikfest soll Neustrelitzer Innenstadt zum Klingen bringen

Die „Fête de la Musique“ ist ein buntes Musikfest, das international begangen wird und jedes Jahr zum Sommerbeginn am 21. Juni stattfindet. Weltweit nehmen rund 1300 Städte daran teil, allein über 80 in Deutschland. Auch in Neustrelitz haben Musikerinnen und Musiker die Idee begeistert aufgenommen. Und deshalb bereiten ein rühriges Team Musikbegeisterter und die Stadt Neustrelitz erstmals eine „Fête de la Musique“ als Musikfest in der Innenstadt vor.

Bürgermeister Andreas Grund hat die Schirmherrschaft über das Fest übernommen, das die Stadt am 21. Juni 2021 von 16 bis 22 Uhr nach den langen Einschränkungen durch Corona wieder zum Klingen bringen möchte.

Für die „Fête de la Musique“ muss kein Eintritt bezahlt werden, weil alle Musizierenden ohne Gage spielen.

Mitwirken können Profis und Laien, Solisten und Chöre, Bands, Ensembles, ganze Orchester, Familien-, Schul- oder Kita-Gruppen – kurz: jeder und jede mit Freude am Musizieren! Für dieses Fest sind vielfältige Musikstile erwünscht, die Musik sollte aber „handgemacht“, also unverstärkt, sein.

Auch wer als freiwilliger Helfer bei der Fête de la Musique in Neustrelitz mitmachen möchte, kann sich an das Organisationsteam wenden.

Kooperationspartner, wie die Theater und Orchester GmbH, die Tanzkompanie und das Kulturquartier, sind bei der „Féte de la Musique“ mit von der Partie und haben schon eigene Ideen zur Gestaltung des Festes eingebracht.

Geplant sind zwei feste Bühnen auf dem Schlossberg und im Garten des Kulturquartiers. Außerdem soll im Schlossgarten und in der Schloßstraße musiziert werden.

Um die Angebote koordinieren zu können, bittet das Organisationsteam um vorherige Anmeldung möglichst bis Ende Mai 2021.

Weitere Informationen und Kontakt zum Organisationsteam: https://fete-de-la-musique-neustrelitz.jimdosite.com/

Landesbedienstete in MV sollen Büros selber putzen – IG BAU: "Groteske Sparlogik"

Staubsaugen gegen Haushaltslöcher: Mit Unverständnis und Empörung reagiert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf die Pläne von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), nach denen Landesbedienstete ihre Büros aus Spargründen künftig selber saubermachen sollen. „Was wie ein verspäteter Aprilscherz klingt, meint die Ministerpräsidentin offenbar ernst. Bis zu 1,2 Milliarden Euro will die Schweriner Landesregierung nach einem NDR-Bericht einsparen, indem Beamtinnen und Beamte in den Ministerien und Landesbehörden künftig verstärkt selbst zum Staubsauger greifen“, sagt IG BAU-Regionalleiter André Grundmann. Die Gewerkschaft vertritt die Interessen von rund 12.000 Menschen, die zwischen Usedom und Elbetal in der Gebäudereinigung arbeiten.

„Während Bund und Länder börsennotierten Konzernen in der Krise mit nahezu unbegrenzten Steuergeldern unter die Arme greifen, wird in der Staatskanzlei nun jeder Cent zweimal umgedreht“, kritisiert Grundmann. Diese Sparlogik sei „grotesk“ und „kaum vermittelbar“. Durch den Wegfall öffentlicher Reinigungsaufträge gefährde die Landesregierung nicht nur Arbeitsplätze in der Branche, sondern setze auch die ohnehin niedrigen Löhne unter Druck. Nicht zum ersten Mal in der Pandemie dürften die Leidtragenden ausgerechnet die sein, die ohnehin wenig verdienen und sich im Job einem erhöhten Infektionsrisiko aussetzen, so der Gewerkschafter. Der Mindestlohn für Reinigungskräfte liegt in Ostdeutschland bei aktuell 11,11 Euro pro Stunde. Der Großteil der Beschäftigten sind laut Arbeitsagentur Frauen, die meist nur mit einem Mini- oder Teilzeit-Job angestellt sind.

In der Vergangenheit habe das Finanzministerium bereits an den Reinigungsaufträgen im Nordosten sparen wollen, um die Staatskasse zu entlasten, sei aber von den Plänen abgerückt. „Umso überraschender ist nun Schwesigs Vorstoß. Gerade als SPD-Politikerin sollte sie ihre Pläne überdenken und sich zu einer fairen staatlichen Auftragsvergabe bekennen, die Jobs und Einkommen sichert“, fordert Grundmann.

Kinder und Jugendliche müssen geschützt werden

Unter dem Motto „Heranwachsen mit digitalen Medien“ haben die Offenen Kanäle der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern heute zu einem Online-Fachtag eingeladen. Zur Stunde wird mit 50 Interessierten über neue Herausforderungen an den Jugendmedienschutz und die Medienerziehung diskutiert. Die Medienpädagoginnen und Medienpädagogen der Offenen Kanäle aus Schwerin (Fernsehen in Schwerin), aus Neubrandenburg (NB-Radiotreff 88,0) und aus Rostock (Rostocker Offener Kanal Fernsehen) geben dazu Hinweise und wertvolle Tipps.

Nicht nur in den letzten Jahren, sondern gerade auch in Zeiten der Corona-Pandemie gab und gibt es einen grundlegenden Wandel in der Kommunikation. Die Nutzung und die Bindungskraft digitaler Medien gehören mittlerweile für sehr viele Menschen zum Alltag. Vor allem junge Menschen verbringen sehr viel Zeit mit dem Smartphone, dem Tablet und dem Computer. Dies stellt Eltern, Fachkräfte im Jugendmedienschutz, Fachkräfte in der Medienerziehung und anderen pädagogischen Einrichtungen vor enorme Herausforderungen.

Auch der Referent Prof. Dr. Daniel Hajok von der Arbeitsgemeinschaft Kindheit, Jugend und Neue Medien (Berlin) sensibilisiert die Teilnehmenden für das veränderte Heranwachsen junger Menschen in der Welt von YouTube, WhatsApp, Instagram und digitalen Spielen. Aktuelle Daten zum Medienumgang werden referiert und Konzepte für eine angemessene pädagogische Begleitung diskutiert. Herausforderungen für schulische Medienbildung spielen dabei ebenso eine Rolle wie die an Schutz, Teilhabe und Förderung orientierte medienerzieherische Begleitung – nicht zuletzt in Familien.

Das zweite Modul dieses Fachtages ist (sofern es die Gegebenheiten zulassen) als Präsenzveranstaltung geplant und wird am 11. Oktober 2021 im Offenen Kanal Fernsehen in Schwerin sowie am 12. Oktober 2021 im Offenen Kanal NB-Radiotreff 88,0 durchgeführt.

Anmeldungen für den 11.10.2021 bitte an: kerle@fernsehen-in-schwerin.de
Anmeldungen für den 12.10.2021 bitte an: m.vannauer@nb-radiotreff.de

Die Veranstaltung wird als Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte durch das Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern anerkannt.

Sommerferien in der Jugendkunstschule

Möchtest du in den Sommerferien kreativ werden? Welcher Bereich der Jugendkunstschule Neubrandenburg interessiert dich: Medien, Bildende Kunst, Literatur, Keramik, Theater oder Musik?

Du brauchst das passende Accessoire für den Sommer? Dann nähe dir in der ersten Ferienwoche deine eigene Sommertasche. Du hast einen bestimmten Song den du besonders magst? Oder eine Lieblingsband oder Lieblingssängerin? Nähe und gestalte in der zweiten Ferienwoche dein individuelles T-Shirt für ein musikalisches Event. Oder möchtest du ein Instrument lernen? In der Musikwerkstatt kannst du dich in den ersten beiden Ferienwochen in einem zwei-stündigen Schnupperkurs ausprobieren: über Keyboard, Gitarre, Bass bis zum Schlagzeug. Körperlicher Einsatz ist wiederum beim Theaterfechten am 22. Juni im Kulturpark gefragt. Nimm am 22. Juni oder 27. Juli jeweils um 16 Uhr an einer Sagenwanderung durch die Neubrandenburger Innenstadt teil, wenn du an schaurig-schönen Geschichten und Sagen aus deiner Heimat interessiert bist.

Wer in den Gedanken in ein fernes Land verreisen möchte, kann in der ersten, zweiten und fünften Ferienwoche von 10-16 Uhr eine Kunstreise in verschiedene Länder unternehmen und sich von anderen Kulturen inspirieren lassen. So entsteht zum Beispiel eine und vom japanischen Kimono hergeleitete Seidenpapier-Collage oder ein ägyptisches Selbstportrait.

In der dritten Ferien Woche bietet die Jugendkunstschule am 5. und 6. Juli einen Graffiti-Workshop an, in dem großformatige Bilder entstehen. Filminteressierte haben in der gleichen Ferienwoche vom 7. bis 9. Juli die Möglichkeit einen eigenen Film zu drehen. Phantasieren, Planen, Drehen, Schneiden, Vorführen – von der Filmidee bis zum fertigen Film. Beide Workshops finden von 10-16 Uhr statt.

Lust mit den Händen zu arbeiten? Von der ersten bis zur sechsten Ferienwoche findet im Keramikstudio jeden Donnerstag und Freitag von 14-18 Uhr die offene Keramikwerkstatt statt. Wie Du eine Gießform selber machst, z. B. eine Schüssel oder einen Becher reproduzierst, erfährst Du in unserem Workshop Formenbau am 20. und 21. Juli. Kniffe, wie Keramik farbenfroh bemalt werden kann, lernt ihr im Fayence-Malerei Workshop am 22. Juni, 29. Juni und 6. Juli kennen. Grundlagen des Töpferns an der Drehscheibe werden im Kindertöpferkurs vermittelt. Dieser findet am 17. Juni, 24. Juni, 01. Juli und 15. Juli statt.

Für einen warmen Sommertag im Park wird beim fachübergreifenden Projekt „Picknick und Keramik“ in der sechsten Ferienwoche eine Picknickdecke genäht und die dazu passende Keramik bemalt.

Wer mal in eine andere Rolle schlüpfen möchte, kann am 28. oder 29. Juli beim Schauspieltraining in der Poststraße 4 vorbei gucken.

Weitere Informationen zum Ferienangebot der Jugendkunstschule gibt es unter: www.junge-kuenste.de/ferien. Die Plätze sind begrenzt. Wir bitten um eine frühzeitige Anmeldung telefonisch unter 0395 77824822 oder per E-Mail unter info@junge-kuenste.de.

Weitere Lockerungen in Pflegeheimen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe

In den Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie bei Angeboten der Eingliederungshilfe gibt es Erleichterungen für vollständig Geimpfte.

Die Lockerungen ergänzen die vor einigen Wochen erfolgten Maßnahmen in den Pflegeeinrichtungen und Angeboten der Eingliederungshilfe. So gibt es seit Anfang April Erleichterungen u.a. bei Besuchsregelungen und Gruppenangeboten.

Mit der aktuellen Verordnung werden für vollständig Geimpfte, wenn mindestens 14 Tage nach der letzten notwendigen Impfung vergangen sind und in der Einrichtung bzw. dem Angebot kein Infektionsgeschehen ist, folgende weitere Erleichterungen geregelt:

  • Wegfall des Testerfordernisses für vollständig geimpfte Besuchende und sonstige Betretende in vollstationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen und besonderen Wohnformen,
  • Reduzierung des Testerfordernisses des vollständig geimpften Personals auf einmal pro Woche in Pflegeeinrichtungen und Angeboten der Eingliederungshilfe,
  • Reduzierung des Testerfordernisses für vollständig geimpftes Personal und vollständig geimpfte Rehabilitanden bei Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation auf einmal pro Woche und
  • Wegfall des Testerfordernisses bei der Inanspruchnahme von körpernahen Dienstleistungen (z.B. Frisöre) innerhalb der Einrichtungen und Angebote für vollständig geimpfte Bewohnende.

Die in den jeweiligen Hygiene- und Schutzkonzepten vorgesehenen Maßnahmen müssen weiter konsequent umgesetzt werden.

Informationen zu den neuen Regelungen in den Pflege- und Sozialeinrichtungen: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/sm/Service/Corona/Pflege-und-Soziales/

Medienkompetenz-Preis M-V 2021 vergeben

Die RAAbatz Medienwerkstatt Waren (Müritz) gewann die Kategorie „Nachgehakt“. Foto: MMV

Der von der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern, der Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns Manuela Schwesig, dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V sowie dem Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung M-V ausgelobte Medienkompetenz-Preis M-V 2021 ist am Nachmittag in Rostock vergeben worden. Die Veranstaltung bildete den Auftakt des diesjährigen Filmfestivals im StadtHafen (FiSH) und wurde per Livestream aus dem Rostocker M.A.U. Club übertragen.

Live per Video zugeschaltet waren der Chef der Staatskanzlei, Dr. Heiko Geue, in Vertretung der Ministerpräsidentin, sowie Sozialministerin Stefanie Drese. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 6.000 Euro in vier Kategorien an acht Bewerber vergeben.

Ausgezeichnet mit dem ersten Platz, dem Wanderpokal und 1.000 Euro Preisgeld wurde in der Kategorie „Freizeit und Teilhabe“ (Vergabe: Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern) der LAG Medien Mecklenburg-Vorpommern e. V. mit dem Onlineprojekt „#MVedu – Vernetzung und Weiterbildung von und für Bildungsenthusiast*innen in MV“. Inhalt: Von einem Twitter-Hashtag zu einer gemeinsam lernenden Community. #MVedu ist ein Netzwerk von und für Bildungsinteressierte des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit Vernetzung beim digitalen Bildungsbrunch, Toolfeuerwerk, Online-Barcamp mit 100 Teilnehmenden und Meetups. Corona war der Turbo für Medienkompetenz unter #MVedu! Kontakt: Mirko Boldt (info@mvedu.info)

Der zweite Platz in dieser Kategorie, verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro, wurde vergeben an den Medienwerkstatt Identity Films e. V. Stralsund mit dem Programmierprojekt „Bits und Bots“. Inhalt: Im Rahmen von „Bits und Bots“ drehte sich alles um Robotik und Programmierung. Dieses Projekt bot einen Einstieg in zahlreiche MINT-Themen. In den Workshops lernten die Teilnehmenden nicht nur digitale Medien zu bedienen, sondern wie sie diese als Werkzeuge zur Verwirklichung eigener Ideen und Ziele einsetzen können. Kontakt: Stefan Koeck (info@identityfilms.de)

In der Kategorie „Schule und Bildung“ (Vergabe: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V) wurde mit dem ersten Platz, dem Wanderpokal und 1.000 Euro Preisgeld ausgezeichnet die Werkstattschule in Rostock mit dem Videoprojekt „Grenzwanderung“. Inhalt: „Umbrüche“ und „Aufbrüche“ eines Menschen gewähren Einblicke in Extremsituationen und Entscheidungen. „30 Jahre Deutsche Einheit“ zu feiern, ist das eine, dahinter die Familiengeschichten aufzuarbeiten das andere. Wie sehen meine Großeltern und Eltern heute die „Wende“, und was bedeutet das für mich? Kontakt: Hauke Wohlers (info@werkstattschule-in-rostock.de)

Der zweite Platz in dieser Kategorie, verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro, wurde vergeben an das Institut für Medienforschung der Uni Rostock mit dem Videoprojekt „Medien-Praxis-Seminar ZOOM Rostock“. Inhalt: Mit dem Gemeinschaftsprojekt „ZOOM Rostock“ des Institutes für Medienforschung der Universität Rostock und des Rostocker Offenen Kanals Fernsehen (rok-tv) der Medienanstalt M-V wird Studierenden seit mehr als zehn Jahren ein praxis- und teamorientiertes Seminar angeboten. Ziel des Projektes ist es, die komplette Entstehung eines Fernsehbeitrages hautnah, selbsterfahrend und zusammenarbeitend zu erlernen sowie eine eigenverantwortliche Produktion zu gestalten. Selbstständige Mediengestaltung führt hierbei nicht nur zu Technikkompetenz, sondern auch zu Kenntnissen über Medienwirkung, eigenes Medienverhalten, journalistische Standards, Medienrecht und Medienkritik. Kontakt: Benjamin Hujawa

Die in diesem Jahr zum zweiten Mal vom Sozialministerium ausgeschriebene Kategorie „Kindheit und Alter“ war ebenfalls mit einem Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro dotiert. Die Jury entschied, dieses Preisgeld hälftig zu teilen und folgende Projekte mit jeweils 750 Euro auszuzeichnen: den Seniorenbeirat der Stadt Gadebusch mit dem medienübergreifenden Projekt „Silver Sufer, ein Weg aus der Einsamkeit“. Inhalt: Seniorinnen und Senioren ohne Vorkenntnisse und mit geringen Vorkenntnissen lernen und üben in Kleinstgruppen den Weg aus der Einsamkeit. Unter dem Motto „Wir sind nicht zu alt für das Internet“ wurden die Teilnehmenden von Senioren-Technik-Botschaftern geschult.
Jetzt sind sie „Silver Surfer“. Ihr Smartphone oder den PC möchten sie nicht mehr missen. Etliche Fachbegriffe lernten sie, wissen nun was eine E-Mail ist und können über WhatsApp miteinander kommunizieren. Kontakt: Elli Brusch, Vorsitzende des Seniorenbeirates und die Kita „kleines ganz groß“ aus Rostock mit dem medienübergreifenden Projekt „Medien mit allen Sinnen erleben“. Inhalt: Wir nutzen Medien für Projekte, aber auch für die Dokumentation und die Elternarbeit. Mit den Kindern erstellen wir dabei mit Tablets kurze Realfilme oder Animationsfilme, üben das Programmieren, nehmen mit dem Mikrofon Lieder, Hörspiele und Geräusche auf und nutzen die Kamera, um unsere Arbeiten zu dokumentieren. Kontakt: Martin Storm (projekte-kleines-ganz-gross@vs-hro.de)

Der dritte Wanderpokal geht demnach jeweils für ein halbes Jahr nach Gadebusch und nach Rostock. Der mit 1.500 Euro dotierte Sonderpreis der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ehrte zwei Projekte in der Kategorie „Nachgehakt“. Prämiert wurden hier Projekte, die sich mit der Manipulierbarkeit medialer Angebote auseinandersetzten.

Mit dem ersten Platz und einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro wurde ausgezeichnet die RAAbatz Medienwerkstatt (RAA MV) Waren (Müritz) mit dem medienübergreifenden Projekt „Fake News & Co“. Inhalt: Jugendliche lernten im Projekt „Fake News & Co“, sich in der Nachrichtenwelt sicher zu bewegen. Sie lernten den Unterschied zwischen Fake News, echter Berichterstattung und Satire kennen, probierten mediale Tools aus und erstellten Medieninhalte mit dem Ziel, kritische und mündige Mediennutzende zu werden. Kontakt: Anja Schmidt (raabatz@raa-mv.de)

Der zweite Platz in dieser Kategorie, verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro, wurde vergeben an die Evangelische Akademie der Nordkirche mit dem medienübergreifenden Projekt „General Solutions – ein mobiles Escape Game zur digitalen Zukunft“. Inhalt: General Solutions ist ein mobiles Escape Game, in dem sich Jugendliche und junge Erwachsene mit den Folgen der Digitalisierung für unsere Gesellschaft und für unsere Demokratie auseinandersetzen können. Die Ausgangssituation führt die Teilnehmenden in das Jahr 2025: Ein großer Technologiekonzern entwickelt ein Social Scoring-System mit einer kompletten Vernetzung und Datafizierung des Alltags, welches unser Verständnis von Freiheit und Demokratie grundlegend verändern würde. Die Spielenden könnten entscheiden, es zu stoppen. So ergeben sich vielfältige ethische und politische Fragen: Wie souverän verhalte ich mich in digitalen Räumen? Welche Gefahren ergeben sich aus der Nutzung von Big Data für die Menschenwürde, Gesellschaft und Demokratie? Kontakt: Burkhard Schmidt (burkhard.schmidt@akademie.nordkirche.de)

Eine erneute Ausstrahlung der aufgezeichneten Preisverleihung findet am Dienstag, den 11. Mai 2021, ab 9 Uhr in den Programmen der Offenen Fernsehkanäle der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern statt – im Rostocker Offenen Kanal Fernsehen (rok-tv) und bei Fernsehen in Schwerin. Die Sendung wird anschließend alle drei Stunden wiederholt und kann in der Mediathek der Medienanstalt M-V (mmv-mediathek.de/home/index.html) angeschaut werden.

Informierende Mediennutzung so hoch wie nie – Internetnutzung legt weiter zu

Im Corona-Jahr 2020 stieg das Informationsbedürfnis der Deutschen auf Rekordniveau. Neun von zehn Personen ab 14 Jahre haben sich täglich in TV und Radio, Online oder in Printmedien über das aktuelle Zeitgeschehen informiert. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Veröffentlichung der Mediengewichtungsstudie durch die Medienanstalten im Jahr 2015, wie die jetzt veröffentlichte Auswertung für den Zeitraum des zweiten Halbjahrs 2020 zeigt.

Rundfunk spielt nach wie vor eine zentrale Rolle zur Information über das Zeitgeschehen in Politik, Wirtschaft und Kultur aus Deutschland und aller Welt. Der bisherige Spitzenreiter Fernsehen konnte seinen Vorsprung um mehr als fünf Prozentpunkte gegenüber 2019 ausbauen, das Radio gewinnt ebenfalls fünf Prozentpunkte zusätzliche Tagesreichweite. Satte 12 Prozentpunkte hat die informierende Internetnutzung zugelegt. Jeder Zweite (51%) greift mittlerweile täglich auf Onlineangebote zurück.

„Fernsehen und Radio liefern in Krisenzeiten verlässliche Informationen und werden dafür stark nachgefragt. Gleichzeitig wächst durch den Corona-bedingten Digitalisierungsschub die Bedeutung von Onlineangeboten für die Meinungsbildung stark weiter. Um Chancengleichheit und Transparenz für Anbieter und Mediennutzende herzustellen, werden die Medienanstalten konsequent ihre neuen Aufsichtstätigkeiten aus dem Medienstaatsvertrag zur Sicherung von Meinungsvielfalt im digitalen Medienraum wahrnehmen“, sagt Dr. Wolfgang Kreißig, Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten.

Zugelegt hat im letzten Jahr die Nutzung von Onlineangeboten der Fernsehsender (+ 7 Prozentpunkte), Zeitungsverlagen und Portalen (jeweils + 5 Prozentpunkte). Allerdings werden diese oft nicht direkt im Netz angesteuert, sondern immer häufiger der Weg über Suchmaschinen und soziale Netzwerke genommen. Fast jeder zweite (45 %) nutzt mittlerweile täglich Suchmaschinen, soziale Netzwerke und Instant-Messenger-Dienste, um sich über das Zeitgeschehen zu informieren. Die informierende Tagesreichweite von Intermediären ist damit um 13 Prozentpunkte gestiegen.

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