Das Jobcenter Mecklenburgische Seenplatte-Süd ändert seine Telefonzeiten

Das Jobcenter Mecklenburgische Seenplatte-Süd teilt mit, dass das Jobcenter ab dem 1. Juni 2020 unter der bekannten Telefonhotline 0395 766 4090 zu folgenden Zeiten für Kundinnen und Kunden zu erreichen ist:

  • Montag 8:00 bis 16:00 Uhr
  • Dienstag 8:00 bis 17:30 Uhr
  • Mittwoch bis Freitag 8:00 bis 16:00 Uhr

Darüber hinaus kann das Jobcenter Mecklenburgische Seenplatte-Süd unter JobcenterMSE-Sued@jobcenter-ge.de jederzeit auch online kontaktiert werden.

Mit dem elektronischen Serviceangebot „jobcenter.digital“ können ebenfalls Anliegen geklärt werden.

Corona sorgt für Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Seenplatte

„Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist mittlerweile durch die Pandemieauswirkungen gestiegen. Die Tendenz zeigt jedoch das die Arbeitslosigkeit in unserer Region sehr moderat ansteigt. Mit dem Instrument der Kurzarbeit möchten wir die lokalen Unternehmen bei der Sicherung der Fachkräfte unterstützen und Entlassungen vermeiden“, sagt der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 12.022 Arbeitslose: ein Plus zum Vormonat (+619), ein Plus zum April 2019 (+427)
  • Arbeitslosenquote in der Seenplatte 9,1 Prozent
  • mehr Zugänge in Arbeitslosigkeit und weniger Abgänge aus Arbeitslosigkeit in Arbeit zum Vormonat
  • alle Personengruppen sind betroffen
  • 556 Stellen wurden gemeldet: ein Minus zum Vorjahresmonatsvergleich (-406)
  • 34 % der Unternehmen (2.664) haben seit März KuG angezeigt
  • KuG Anzeige für 23.693 Beschäftigte

„Corona sorgt für Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Seenplatte“ weiterlesen

Arbeitsagentur und Jobcenter setzen weiter auf Telefon- und Onlinezugang: Gesundheitsschutz bleibt oberste Priorität

Seit dem 18. März haben die Arbeitsagenturen und Jobcenter (gemeinsame Einrichtungen) bundesweit die persönlichen Kontakte mit Kundinnen und Kunden in den Dienststellen reduziert und Anliegen telefonisch oder online geklärt.

Kunden können Anliegen weiter online und am Telefon klären Dieses Vorgehen hat sich auch unter dem Aspekt des Gesundheitsschutzes für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Kundinnen und Kunden bewährt. Um gut erreichbar zu sein, wurde Personal aus anderen Bereichen, z.B. aus der Arbeitsvermittlung, in den Service Centern und bei zusätzlichen regionalen Telefonhotlines eingesetzt.

Persönliche Termine in den kommenden Wochen wieder teilweise möglich In den kommenden Wochen werden die Arbeitsagenturen und Jobcenter im Einzelfall wieder terminierte Gespräche anbieten. Dafür werden in den Dienststellen einige Räumlichkeiten umgebaut und mit zusätzlichen Serviceschaltern, die die hygienischen Standards zum Gesundheitsschutz erfüllen, ausgestattet.

Kunden können aber zunächst weiter so gut wie alle Anliegen telefonisch oder online erledigen. Persönliche Gespräche vor Ort werden in dringenden Fällen jedoch wieder möglich, wenn es rechtlich zwingende Gründe dafür gibt. Wenn dies der Fall sein sollte, vereinbaren die Jobcenter und Arbeitsagenturen mit den Kunden einen Termin.

Ansonsten gilt: Alle Regelungen, die seit dem 18. März gelten, haben weiterhin Bestand. Eine Arbeitslosmeldung kann bis auf weiteres auch telefonisch erfolgen und wird gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt persönlich nachgeholt. Anträge auf Geldleistungen können online unter http://www.arbeitsagentur.de gestellt werden.

Auszahlung von Geldleistungen hat höchste Priorität

Die wichtigste Aufgabe der BA in diesen Zeiten bleibt die zuverlässige Zahlung von Geldleistungen, um Existenzen zu sichern. Dazu gehören neben dem Kurzarbeitergeld, dem Arbeitslosengeld und der Grundsicherung auch alle Leistungen der Familienkasse. Das Geld wird wie gewohnt auf die Konten der Kunden überwiesen. Für dringende Notfälle gibt es in den Dienststellen einen entsprechenden Schalter.

Kurzarbeit online abrechnen – Hinweise für Arbeitgeber

Mehrere tausend Unternehmen haben in den vergangenen Wochen im Landkreis Kurzarbeit angezeigt. Das Kurzarbeitergeld wird durch den Arbeitgeber an die Arbeitnehmer ausgezahlt und anschließend auf Antrag von der Agentur für Arbeit erstattet. Die Agentur für Arbeit möchte die Erstattung des Kurzarbeitergeldes für die Arbeitgeber schnellstmöglich realisieren und bittet um die Beachtung der folgenden Hinweise.

Eine Bearbeitung kann schneller erfolgen, wenn der Leistungsantrag online über den Account des Arbeitgebers auf www.arbeitsagentur.de übermittelt wird.

Arbeitgeber werden gebeten, sich nicht neu für die eServices zu registrieren, da mit der Beantragung der Betriebsnummer bereits ein Datensatz angelegt wurde. Die Zugangsdaten erhalten die Unternehmen über die kostenfreie Arbeitgeber-Hotline 0800 4 5555 20. Unsere Berater unterstützen auch gerne bei der Online-Übermittlung des Leistungsantrages.

Der Leistungsantrag auf Kurzarbeitergeld wird im Folgemonat über die Lohnprogramme generiert. Dazu müssen die Unternehmen über geleistete Arbeits-, Ausfall- und Fehlzeiten Arbeitszeitnachweise führen und aufbewahren. Dieser fertige Antrag muss nur noch unterschrieben online an die Agentur für Arbeit übermittelt werden. Für Unternehmen, die ihre Lohnabrechnung selbst ohne ein Software erstellen, sind der Antrag und die Abrechnungsliste auf www.arbeitsagentur.de bereitgestellt.

Hinweis:
Die Erstattung des Kurzarbeitergeldes kann erst im Folgemonat beantragt werden. Anträge, die bereits im laufenden Monat eingereicht werden, führen zu einer Ablehnung und kosten unnötig Bearbeitungskapazität. Arbeitgeber reichen bitte keine vorläufigen, sondern nur bereits korrigierte Lohnabrechnungen ein.
Die Beachtung dieser Hinweise führt zu einer schnelleren Bearbeitung aller Anträge auf Erstattung von Kurzarbeitergeld.
Um den Unternehmen die Möglichkeit zu geben, ihre Fachkräfte zu halten, werde daher auch alles darangesetzt, die Anzeigen schnellstmöglich zu bearbeiten, um die Leistungen auszahlen zu können.

Arbeitsmarkt im März – Gemeinsam stark in der Krise

Wir durchleben gerade bewegte Zeiten. Die Corona-Krise hat unser Leben und unseren Alltag in einem Umfang verändert, wie wir es uns noch vor kurzem nicht vorstellen konnten.

Welche Folgen das auf den Arbeitsmarkt hat, kann die Arbeitsagentur frühestens ab dem nächsten Monat beginnen zu bilanzieren und dokumentieren. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann sie das aber noch nicht tun. Denn der Stichtag, also der Tag an dem die Daten, für den Berichtsmonat März erhoben wurden, war der 12.3. Das war vier Tage, bevor die Ausbreitung des Virus und in der Folge die Maßnahmen der Politik die wirtschaftlichen Aktivitäten stark eingeschränkt haben.

An diesem 12. März war davon noch nichts zu spüren. Die einsetzende Frühjahrbelebung hatte die Arbeitslosigkeit um 582 auf 11.403 Arbeitslose sinken lassen.
Die Arbeitsagentur geht nicht davon aus, dass sich der Rückgang im April fortsetzt. Angesichts der in weiten Teilen ruhenden Wirtschaft bleiben Neu- und Wiedereinstellungen vorerst aus.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 11.403 Arbeitslose: ein Minus zum Vormonat (-582), ein Minus zum März 2019 (-1.242)
  • Arbeitslosenquote in der Seenplatte 8,7 Prozent
  • Arbeitslosigkeit Älterer (50 Jahre und älter) hat weiter abgenommen (-11,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr)
  • Im Vorjahresvergleich: Langzeitarbeitslosigkeit sinkt um 12,1 Prozent
  • Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr in allen Regionen in der Seenplatte. Stärkster Rückgang in der Region Altentreptow (-16,5 Prozent)

Infolge der Corona-Pandemie werden Unternehmen und Betriebe, Beschäftigte, Arbeitslose und Arbeitsuchende durch Kurzarbeit und drohende Arbeitslosigkeit mit teilweise existenziellen Herausforderungen konfrontiert. Die Bundesregierung hat daher Sofortmaßnahmen und Hilfspakete beschlossen, die helfen sollen, bereits bestehende oder noch bevorstehende Notlagen abzumildern. Die Bundesagentur für Arbeit Neubrandenburg steht Unternehmen und Privatpersonen dabei beratend und unterstützend zur Seite.
Die Agentur erlebt eine Mischung aus Virus, Strukturwandel und Krise. Angesichts des weitgehenden Shut-Down stehen nicht nur Förderbänder in den Fabriken still, es sind z.B. auch Läden, Cafés und Arztpraxen geschlossen und Flugzeuge bleiben am Boden. Es ist somit davon auszugehen, dass auch die Zahl der Kurzarbeiter in der Spitze erheblich höher ausfallen wird als vor 12 Jahren.

Eine stabile Datenbasis, auf der wir das abschätzen könnten, haben wir aber noch nicht. Das liegt am Ablauf des Prozesses:

  • Wenn Betriebe Kurzarbeit planen, müssen sie das bei der Agentur für Arbeit zunächst anzeigen. Ohne Anzeige ist später keine Zahlung möglich.
  • Wenn tatsächlich kurzgearbeitet wird, kann der Betrieb innerhalb von 3 Monaten die erforderliche Abrechnungsliste einreichen.
  • Erst danach haben wir endgültige Daten dazu, wie viele Personen genau kurzgearbeitet haben, in welcher Branche und wie groß der Arbeitsausfall war.

Der einzige, erste Anhaltspunkt, den wir momentan haben, sind die Anzeigen, die bei uns eingehen.

Aber auch hier gibt es Probleme:

  • Aktuell greifen sehr viele auch kleinere Betriebe auf Kurzarbeit zurück. Die Arbeitsbelastung in der Agentur für Arbeit ist daher momentan extrem hoch.
  • Dadurch kann es sein, dass ein Teil der Anzeigen noch gar nicht erfasst ist.Auf der anderen Seite können auch Doppelungen vorliegen:
  • Damit Sie einen Eindruck haben, ein Beispiel, das im Moment häufig vorkommt: Arbeitgeber nutzen verständlicherweise im Moment alle Kanäle, um Kurzarbeit anzuzeigen: Sie melden sich per Mail, über unsere Website, telefonisch.
  • Im ersten Schritt haben wir im Zweifel also für das gleiche Unternehmen dreimal die gleiche Anzeige von Kurzarbeit.
  • Erst beim Abgleich können wir so etwas bereinigen.
    Und die eingegangenen Anzeigen variieren stark: Hinter einer Anzeige von Kurzarbeit kann sich ein kleiner Glaserbetrieb mit 5 Mitarbeitern verbergen – genauso ein großes Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern.

Es ist verständlich, dass angesichts der Dynamik eine Antwort auf die Frage, wie sich der Arbeitsmarkt und die Kurzarbeit JETZT entwickeln, drängend und wichtig ist. Die Arbeitsagentur geht davon aus, dass vor Ort bislang insgesamt 2.823 Anzeigen zu Kurzarbeit eingegangen sind, die teils schon geprüft und erfasst sind, teils aber eben auch noch nicht.

Genauere Informationen zu den Anzeigen gibt es erst, wenn diese vollständig erfasst sind. Deshalb können wir auch nichts über mögliche Summen oder Kosten für die BA sagen, auch wenn wir wissen, dass gewisse Summen im Raum stehen.

Jeder bekommt bei Anspruch Leistungen, unabhängig von Rücklage BA

Die Rücklage der Bundesagentur für Arbeit in Höhe von 26 Milliarden Euro, ist genau für solche Fälle da. Sollte diese nicht reichen, erhalten wir Zuschüsse des Bundes, das war auch in der Finanz- und Wirtschaftskrise so.
Ganz klar ist: Kurzarbeitergeld und Arbeitslosengeld sind eine Pflichtleistung. Wer einen Anspruch hat, erhält diese Leistung. Ohne Wenn und Aber. Die Arbeitsagentur leistet damit einen entscheidenden Beitrag zum sozialen Frieden und zur Sicherung der Wirtschaft in dieser einmalig herausfordernden Lage.
Die Bundesagentur für Arbeit dankt seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie arbeiten weiter, sichern Leistungsauszahlungen und sorgen dafür, dass jeder, der Hilfe braucht in diesen Zeiten, diese schnell erhält. Auch wenn man vielleicht mal nicht beim ersten Mal telefonisch durchkommt. Sie tun alles dafür, alle Anträge schnell und unbürokratisch aufzunehmen und abzuarbeiten. Die Agentur fährt alles hoch, was sie kann und stockt die entsprechenden Teams mit allem momentan verfügbaren Personal auf.
Bei der Bearbeitung von Kurzarbeitergeld sind bundesweit normalerweise 900 Mitarbeiter für Anträge und Abrechnungen zuständig, jetzt erfolgt die sukzessive Aufstockung auf bundesweit 4.000 Mitarbeiter.
In der Telefonie arbeiten normalerweise bundesweit 3.000 bis 4.000 Mitarbeiter an den Service-Hotlines. Jetzt wird auf über 18.000 Mitarbeiter ausgebaut.
Auch in der Agentur für Arbeit Neubrandenburg werden alle verfügbaren Kolleginnen und Kollegen innerhalb kürzester Zeit geschult, um dem momentan großen Bedarf gerecht werden zu können. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen hoch motiviert an ihre neuen Aufgaben und unterstützen die Agentur, den so wichtigen sozialen Frieden zu sichern.

Erleichterung Kurzarbeitergeld

  • Die Arbeitsagentur  zahlt bereits bei Arbeitsausfall von mindestens 10 Prozent und volle Sozialversicherungsbeiträge.
  • Sie zahlt auch Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern KuG
  • Sie vereinfacht und beschleunigt Anzeige von KuG und Antragstellung – vervierfachen Personal zur Berechnung – tun alles dafür, dass Arbeitgeber nach der Abrechnung schnellstmöglich Geld bekommt.

Erleichterungen Grundsicherung

Die Arbeitsagentur

  • prüft für ein halbes Jahr kein Vermögen – niemand muss jetzt an sein Erspartes ran,
  • erstattet die tatsächlichen Kosten der Unterkunft – keine muss sich eine kleinere Wohnung zu suchen,
  • vereinfacht die Anträge, damit alle Betroffenen schnell Hilfe bekommen.

Kurzarbeit online anzeigen

Viele Unternehmen befinden sich aufgrund der Corona-Pandemie aktuell in einer wirtschaftlich schwierigen Lage. Lieferengpässe oder angeordnete Schutzmaßnahmen verursachen Arbeitsausfälle. Über die eServices der Arbeitsagentur können Arbeitgeber schnell und von überall aus Kurzarbeit anzeigen.

Die Mitarbeiter der Arbeitsagentur erreichen aktuell vermehrt Anfragen zum Kurzarbeit. Die Anfragen hätten im Arbeitgeber-Service eine hohe Priorität. Allerdings stoße das Telefonnetz zeitweise an die technischen Grenzen.

Die Arbeitsagentur wirbt in diesem Zusammenhang auch noch einmal für die Online-Dienste der Arbeitsagentur.
Unter www.arbeitsagentur.de hat man im oberen Bereich einen schnellen Zugriff auf die eServices. Die Bearbeitung von Online-Anzeigen sei schneller möglich, da sie die Arbeitsagentur auf dem kürzesten Weg erreichen.

Arbeitgeber werden gebeten, sich nicht neu für die eServices zu registrieren, da mit der Beantragung der Betriebsnummer bereits ein Datensatz angelegt wurde. Die Zugangsdaten erhalten die Unternehmen über die kostenfreie Arbeitgeber-Hotline 0800 4 5555 20. Arbeitgeber können alternativ auch eine E-Mail mit ihrer Betriebsnummer und ihren Kontaktdaten senden.

Das Verfahren zur Kurzarbeit gliedert sich in zwei wesentliche Teile – die Anzeige und den Leistungsantrag. Zunächst zeigen die Unternehmen Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit an. Diese entscheidet, ob die Voraussetzungen für die Gewährung von Kurzarbeitergeld grundsätzlich vorliegen. Darüber erhalten die Unternehmen einen entsprechenden Bescheid. Der Leistungsantrag auf Kurzarbeitergeld wird im Folgemonat über die Lohnprogramme generiert. Dazu müssen die Unternehmen über geleistete Arbeits-, Ausfall- und Fehlzeiten Arbeitszeitnachweise führen und aufbewahren.

Um den Unternehmen die Möglichkeit zu geben, ihre Fachkräfte zu halten, werde daher auch alles darangesetzt, die Anzeigen schnellstmöglich zu bearbeiten, um die Leistungen auszahlen zu können.

Online-Dienste
www.arbeitsagentur.de/eservices
regionale Rufnummern:
0395 766 1010
Kostenfreie Service-Nummer
0800 4 5555 20 (Arbeitgeber)
0800 4 5555-00 (Arbeitnehmer)

Anzeigen zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen bis zum 30. Juni 2020 möglich

Arbeitgeber können Anzeigen für die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen bis zum 30. Juni 2020 erstatten. Gleiches gilt für die Zahlung der Ausgleichsabgabe. Gemeinsam unterstützen die Bundesagentur für Arbeit (BA) und die Integrations- und Inklusionsämter Arbeitgeber in der aktuellen Situation bei den Anzeigen zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen.

Die BA und die Integrations- und Inklusionsämter akzeptieren, dass Anzeigen für das Anzeigenjahr 2019 auch nach dem 31. März 2020 bis spätestens 30. Juni 2020 abgegeben werden. Gleiches gilt für die Zahlung der Ausgleichsabgabe. Das bedeutet, dass die BA bis zu diesem Zeitpunkt keine Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen einer verspäteten Abgabe einleiten wird und die Integrations- und Inklusionsämter für die Zeit vom 1. April bis zum 30. Juni 2020 keine Säumniszuschläge erheben werden.

Die Förderung der Beschäftigung von schwerbehinderten und gleichgestellten Menschen wird dadurch nicht beeinträchtigt werden.
Arbeitgeber mit durchschnittlich mindestens 20 Arbeitsplätzen sind gesetzlich verpflichtet, auf mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Zur Überprüfung der Beschäftigungspflicht haben diese Arbeitgeber ihre Beschäftigungsdaten bis 31. März 2020 der Agentur für Arbeit anzuzeigen. Sofern die Beschäftigungsquote nicht erfüllt ist, müssen Arbeitgeber gleichzeitig eine Ausgleichsabgabe an die Integrations-/Inklusionsämter zahlen.

Aktuell sind Arbeitgeber aufgrund der Pandemie Sars-CoV-2 mit einer Vielzahl unterschiedlicher Probleme beschäftigt, z. B. Schließungen von Einrichtungen/Geschäften, Unterbrechung von Lieferketten, Mitarbeitende im Homeoffice. Diese Widrigkeiten erschweren auch die fristgerechte Erstattung der Anzeige und Zahlung der Ausgleichsabgabe nach dem SGB IX.

Aufgrund der aktuellen Situation in Folge der Sars-CoV-2 Pandemie wird seitens der BA und der Integrations-/Inklusionsämter akzeptiert, dass Anzeigen für das Anzeigejahr 2019 auch nach dem 31. März 2020 bis spätestens 30. Juni 2020 erstattet werden. Gleiches gilt für die Zahlung der Ausgleichsabgabe. Bei einer Anzeigeerstattung bis spätestens 30. Juni 2020 wird das Versäumen der Anzeigepflicht zum 31. März 2020 für das Anzeigejahr 2019 nicht als Ordnungswidrigkeit verfolgt. Ebenfalls werden von den Integrations-/ Inklusionsämtern bei Erstattung der Anzeige für das Anzeigejahr 2019 bis spätestens 30. Juni 2020 keine Säumniszuschläge erhoben. Die Förderung der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen wird dadurch nicht beeinträchtigt werden.