neu.sw Kurzzeitwärmespeicher in Betrieb

Nach gut zwei Jahren Bauzeit ist der Kurzzeitwärmespeicher der Neubrandenburger Stadtwerke GmbH (neu.sw) in Betrieb gegangen. Der Wärmespeicher ist das zentrale Element der „grünen Wärme-Wende“ von neu.sw und trägt dazu bei, den Betrieb des Gas- und Dampfturbinenheizkraftwerks (GuD) weiter zu optimieren.

Der Speicher ist 36 Meter hoch, hat einen Durchmesser von 30 Metern und ist mit 23 Millionen Litern Wasser befüllt. Mit einer Speicherkapazität von 700 Megawattstunden, kann der Fernwärmebedarf der Stadt Neubrandenburg an zwei Sommertagen zur Warmwassererzeugung abgedeckt werden.

Die Funktionsweise des Wärmespeichers ist, stark vereinfacht, ähnlich dem einer Thermoskanne, die optimal isoliert ist. Im Zusammenspiel mit der, voraussichtlich im kommenden Jahr in Betrieb gehenden Power-to-Heat-Anlage, wird er besonders wertvoll. Denn dann wird überschüssiger, grüner Strom mithilfe von drei Elektrodenkesseln in Wärme umgewandelt. Die Wärme wird im Speicher eingelagert und erst dann abgerufen, wenn die Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger sie benötigen. So können rund 30 Windkraftanlagen weiterlaufen, die bei Überlast normalerweise heruntergefahren werden müssen.

Damit wird regenerative Energie optimal genutzt. Zudem werden der Erdgasverbrauch und der Ausstoß von Kohlendioxid verringert.

neu.sw investierte mehr als zehn Millionen Euro in den Bau des Stahlkolosses. Weitere Modernisierungsmaßnahmen in die Fernwärmeversorgung, wie der Umbau des Aquiferspeichers zu einer Geothermieanlage und der Aufbau eigener Solarthermie, folgen. Bereits 2018 wurde eine der beiden Gasturbinen im GuD erneuert. Aufbauend auf zukünftige Technologien und Standards ist die Gasturbine in der Lage, Wasserstoff zu verbrennen.