Esel auf Abwegen in Eggesin

Esel auf Abwegen – Eggesin (Foto: Polizei)

Am Sonntagmorgen, 13.06.2021, gegen 08:00 Uhr wurde die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg zu einer ungewöhnlichen Fundsache informiert. Ein 56-jähriger deutscher Anwohner aus Eggesin hatte in der Nähe von seinem Gehöft einen freilaufenden Esel gefunden und diesen bereits vor Ort sicher angebunden.

Um die Herkunft und den Zustand des Tieres zu überprüfen wurde eine Streife vom Polizeirevier Ueckermünde vor Ort entsandt. Dort eingetroffen, kümmerten sich bereits mehrere Bewohner Eggesins um den Esel und es wurde gerätselt, wem dieser wohl gehören könnte. Glücklicherweise konnte sich einer der Anwesenden erinnern, dass der Esel wohl einem Bewohner aus dem nächsten Dorf Luckow gehören könnte.

Die Polizeibeamten machten sich dorthin auf den Weg und tatsächlich konnte in der Ortslage Luckow ermittelt werden, dass der Esel einem 64-jährigen niederländischen Bewohner gehört. Nachdem dieser über den Verbleib seines Tieres informiert wurde, wurde geprüft, wie es zu dem Weglaufen des Tieres kommen konnte. Es wurde festgestellt, dass die anhaltende Trockenheit der vergangenen Tage die Elektroanlage, welche den Elektrozaun mit Strom versorgt, ausgefallen war und dadurch der Esel weglaufen konnte. Nach fast 2 Stunden Einsatzzeit, konnten Esel und Halter wieder zusammengebracht werden.

Pakistanische Universität und Hochschule Neubrandenburg wollen enger zusammenarbeiten

Die Hochschule Neubrandenburg hat eine Absichtserklärung mit der Government College University Lahore (Pakistan) unterschrieben. Während der Live-Schalte zwischen Neubrandenburg und Lahore versicherten beide Hochschulen, zukünftig den internationalen Austausch weiter fördern und voneinander profitieren zu wollen.

Während der feierlichen Unterzeichnung des Memorandum of Understanding (MoU) unterstrich Rektor Gerd Teschke: „Wir wollen nun die niedergeschriebenen Worte mit Leben füllen. Nicht nur die Studierenden sollen vom Austausch profitieren, sondern auch die Mitarbeitenden. Ein fachliches, kulturelles und zwischenmenschliches Kennenlernen steht dabei an erster Stelle.“

Beide Hochschulen kooperieren bereits seit längerer Zeit auf dem Gebiet der Geoinformatik und tauschen sich regelmäßig wissenschaftsbezogen aus.

An der Hochschule Neubrandenburg sind aktuell 149 internationale Studierende immatrikuliert, die aus 42 verschiedenen Staaten kommen.

Labor stellt sich auf immer neue Virus-Varianten ein

Interview mit dem Chefarzt des Instituts für Laboratoriumsdiagnostik, Mikrobiologie und Transfusionsmedizin des Klinikums zur Entwicklung bei den Coronavirus-Testverfahren

Anfang März 2020 wurden die Proben aus dem Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum noch nach Berlin und Greifswald geschickt – durchschnittlich zehn am Tag. Heute betreibt das Institut für Laboratoriumsdiagnostik, Mikrobiologie und Transfusionsmedizin des Klinikums nahezu rund um die Uhr mehrere eigene Geräte für die PCR-Untersuchung auf das Coronavirus SARS-CoV-2, wertet durchschnittlich täglich mehr als 500 Proben aus, vor allem von Patienten und Mitarbeitenden des Krankenhauses. Warum die Zahl der Tests aktuell rückläufig ist und nicht alle positiven Proben auf Mutationen getestet werden müssen, erklärt Chefarzt Prof. Dr. med. Egon Werle.

Momentan testet Ihr Labor monatlich etwa 11.000 Abstriche auf das Coronavirus. Wie sah das zu Hoch-Zeiten aus?

Die höchste Zahl hatten wir im Januar mit 13.500 Testungen, seit Februar sind es ca. 11 500 bis 12 000 Tests. Aktuell geht das Infektionsgeschehen zurück.

Das zeigt sich sicher auch beim Anteil der positiven Ergebnisse.

Ja, im Schnitt waren im Januar noch knapp sieben Prozent positiv, jetzt nur noch zwei Prozent.

Wem „verraten“ Sie denn die Ergebnisse?

Unser Institut für Hygiene wird natürlich über alle positiven Patientenbefunde informiert. Über das Deutsche Elektronische Melde- und Informationssystem für den Infektionsschutz (DEMIS) gehen unsere positiven Ergebnisse automatisiert an die Gesundheitsämter und das RKI (Robert-Koch-Institut). Außerdem geben wir eine Teststatistik an den ALM e.V., einen Zusammenschluss der akkreditierten Labore in der Medizin, die die Statistiken aufbereiten und auch ans Robert-Koch-Institut leiten. Wenn die Zustimmung vorliegt, übermitteln wir die Ergebnisse zudem an die Corona-Warn-App. Das kommt aber leider selten vor.

Werten Sie nach wie vor auch Proben von niedergelassenen Ärzten aus?

Das sind extrem wenige, nur ein bis zwei Prozent unserer Tests. Etwa 60 Prozent unserer PCR-Tests werden für stationäre Patienten durchgeführt, der Rest entfällt auf andere Krankenhäuser und Mitarbeitende, wobei letztere seit einigen Wochen auch noch mittels Antigen-Tests untersucht werden.

Als das Labor im März 2020 ein leistungsfähigeres Gerät für PCR-Tests in Betrieb nahm, war es ein enormer Vorteil, innerhalb weniger Stunden Ergebnisse zu haben. Allerdings war es schwierig, die dafür notwendigen Testkits und Verbrauchsmaterialien in ausreichender Zahl zu bekommen. Gibt es heute auch noch Engpässe?

Nein, wir erleben keine so dramatischen Lieferengpässe mehr wie im Frühjahr und Sommer 2020. Die Firmen haben die Produktionskapazität stark erhöht. Zudem  entwickeln sie ihre Testreagenzien kontinuierlich weiter  und passen die Teste an die verschiedenen Gen-Regionen des Virus an. Unsere Mitarbeitenden sind gut eingearbeitet und hochmotiviert, das freut mich besonders.
Aktuell haben wir zwei Systeme für die Routine und ein vollautomatisiertes Gerät für eilige Proben, z.B. aus der Notaufnahme. Die Analysen laufen Tag und Nacht und auch am Wochenende und an Feiertagen. Mit der aktuellen Ausstattung gönnen wir uns nachts bis zu vier Stunden Pause.

Als die ersten Mutationen aufkamen, wurden die Labore aufgefordert, bis zu 5 Prozent der positiven Proben zur Sequenzierung auf Mutationen einzuschicken. Wie sehen denn die bisherigen Ergebnisse aus?

Wir haben bisher ca. 120 Proben weggeschickt, von denen über 95 Prozent die britische Mutante aufwiesen. Wir freuen uns, dass wir mittlerweile die Proben zur Sequenzierung an die Uniklinik Greifswald schicken können.

Ihr Labor kann ja selbst mit einer speziellen PCR einige Mutationen nachweisen? Machen Sie das mit allen positiven Proben?

Nein, wir untersuchen nur einen Teil der positiven Proben, auch weil die Mutationsanalyse aktuell keine große Bedeutung mehr hat wegen der hohen Prävalenz der britischen Mutante. Wenn sich erwartungsgemäß neue Mutationen verbreiten, ist ein Nachweis wieder eher interessant. Daher ist es vielleicht sinnvoll, insbesondere Flugreisende aus den entsprechenden Ländern genauer zu untersuchen.

Ende Mai wurde die neue indische Variante mit der Bezeichnung B.1.617.2 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) offiziell als „besorgniserregende Variante“ (VOC) eingestuft. Die Mutationen sollen zu einer geringeren humoralen und zellulären Immunantwort führen und eine deutlich höhere Übertragbarkeit als die britische Variante aufweisen. In Indien macht diese Variante bereits etwa 88 Prozent der Fälle aus. In Deutschland liegt der Anteil laut RKI noch bei nur zwei Prozent. Im Bedarfsfalle könnten wir – wobei man die klinische Relevanz diskutieren müsste – mit zwei Tests 7 Mutationen nachweisen und so eine Differenzierung ermöglichen zwischen der britischen, süd­afri­kanischen, brasilianischen, dänischen, kalifornischen und indischen Variante.

Wenn man sieht, wie viele Mutationen des Coronavirus schon nachgewiesen wurden, müssen wir uns wohl noch auf einiges gefasst machen.

Wir kennen das ja vom Grippevirus, dass sich das Virus-Erbgut jedes Jahr verändert. Deshalb gibt es immer die Unsicherheit, ob der aktuelle Impfstoff passt. Wenn man Glück hat, entwickelt man eine auf den aktuellen Stamm gut passende Immunantwort, aber das klappt nicht immer. Einen Grippe-Impfstoff an einen neuen Virusstamm anzupassen, dauert sehr lange.
Mit den Corona-Impfstoffen auf Messenger-RNA-Basis hofft man hingegen, dass man innerhalb von Wochen den Bauplan für das SARS-CoV-2-Virus-Protein so modifizieren kann, dass die menschliche Immunantwort auch neue Virusmutanten erfasst.

Glücklicherweise sinken zurzeit die Inzidenzen und wir erleben eine langsame Wiederbelebung des öffentlichen Lebens.

Informationen für werdende Eltern

Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie setzt das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum die Veranstaltungsreihe „Sicher und geborgen“ für werdende Eltern fort. Vor der Geburt eines Kindes gibt es erfahrungsgemäß viele Fragen rund um die Entbindung, die unsere Ärzte, Hebammen und Pflegekräfte gern beantworten möchten. Die nächste planmäßige Veranstaltung findet am 16. Juni 2021 statt.

Der gewohnte Rundgang durch den Kreißsaal und über die Entbindungsstation ist leider nicht möglich, aber es wird ein kurzer virtueller Eindruck vermittelt. Interessierte Paare müssen sich anmelden und zum Termin einen Nachweis über einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Ausnahmen für Geimpfte und Genesene gibt es nicht. Kinder dürfen am Informationsabend nicht teilnehmen. Im Klinikum ist zudem das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorgeschrieben.

Um die Abstandsregelung einhalten zu können, ist nur eine begrenzte Anzahl von Teilnehmern im Konferenzraum des Hauses G (Bethesda Klinik) erlaubt. Deshalb bietet die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an dem Tag zwei Termine an, um 17 und 18 Uhr. Anmelden kann man sich per E-Mail an gyn-sb@dbknb.de.

Die Teilnehmer der Veranstaltung sollten sich rechtzeitig einfinden, da sie erst durch den Empfangspunkt am Haupteingang müssen, wo eine Selbstauskunft auszufüllen ist. Das Formular kann man sich auch von der Internetseite des Klinikums (https://dbknb.de/dbk/gf/aktuelles-zu-corona) herunterladen und vorab ausfüllen.

Krautungstermine 2021

Zwischen dem 15.07. und dem 19.07. werden im Stadtgebiet Neubrandenburg Gäte, Linde und Oelmühlenbach entkrautet. Am 19.07. ist dann auch die Linde in Burg Stargard und der Rödliner Verbindungsgraben dran.

Die Tollense wird das erste Mal in diesem Jahr in der Zeit von vom 30.06. bis 13.08. entkrautet. Die zweite Krautung ist für die Zeit zwischen dem 20.09. und dem 23.10. geplant.

Die 2. Krautung in Neubrandenburg und Burg Stargard findet vom 06.08. bis 08.10. statt.

Endspurt bei der NØRD 2021: Digitalisierungskongress endet Montag

Der zweite Digitalisierungskongress des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die NØRD 2021, setzt zum Endspurt an. Bis Montag laden drei teils mehrtägige Veranstaltungen rund um die Digitalisierung zur kostenfreien Online-Teilnahme ein.

Das Digitale Innovationszentrum Rostock und der InnovationPort Wismar thematisierten am Freitag auf dem „Women Innovation Day“ Frauenförderung, Geschlechtergerechtigkeit und Gleichstellung in Wirtschaft und Politik. Auch Chancen, die die Digitalisierung im Spannungsfeld zwischen Familie und Arbeit mit Homeoffice und Homeschooling eröffnet, werden diskutiert.

Beim Healthcare Hackathon Greifswald steht bis Sonntag die Digitalisierung im Gesundheitswesen im Fokus. Thematisiert werden die digitale Kommunikation zwischen Ärzten und Krankenhäusern und zwischen Ärzten und Patienten, ebenso die digitale Erfassung von Gesundheitsdaten

Mit einem Ausblick auf die digitale Zukunft des Landes am „Vision Day“ endet die NØRD am 14. Juni. Prof. Henning Vöpel wird mit einem Einblick in die Utopien und Dystopien einer digitalen Gesellschaft einen Impuls für einen Diskurs darüber eröffnen, wie unser digitales MV aussehen kann. Was ist technisch möglich? Wie kann das Leben zwischen Mensch, Technik und Natur künftig aussehen? Welche ethischen Fragen stellen sich uns? Welche Trends können durch die Digitalisierung verschärft oder auch ausgebremst werden? In Diskussionen und Workshops haben die digitalen Teilnehmer die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen. Am Nachmittag werden in Talks die Bedeutung Digitalisierung in der Kultur beleuchtet. Die entwickelten Zukunftsbilder werden am Montagabend in der Night of Community vorgestellt.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Für die Teilnahme an den Workshops des Vision Day ist eine Anmeldung notwendig. Alle anderen Veranstaltungen sind ohne Anmeldung zugänglich.

Alle Informationen zum Programm finden Sie unter www.digitalesmv.de/noerd.

Hintergrund:

Am 31. Mai 2021 startete die „NØRD 2021“ als Digitalisierungskongress der Landesregierung Mecklenburg- Vorpommern. An 14 Veranstaltungstagen werden elf Themenfelder beleuchtet, diskutiert sowie Ideen und Projekte vorgestellt. Gestreamt wird aus 19 Orten der städtischen Digitalen Innovationszentren (DIZ) und der ländlich gelegenen CoWorks. Neben den Thementagen finden zahlreiche Partnerevents statt. Insgesamt sind es über 150 Vorträge und Workshops mit über 200 Speakern.

Ab sofort weitere Lockerungen für die Jugendarbeit

Das Sozialministerium hat aufgrund der stabil geringen Inzidenzwerte die Corona-Jugendhilfe-Durchführungsverordnung kurzfristig nochmals angepasst. Damit können Angebote und Maßnahmen der Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit und Jugendsozialarbeit sowie der Förderung der Erziehung in der Familie in größerem Rahmen und unter erleichterten Bedingungen durchgeführt werden.

Ab sofort sind offene Gruppenagebote für bis zu 30 teilnehmende Personen im Innenbereich und bis zu 50 teilnehmende Personen im Freien wieder möglich.

Mit der geänderten Corona-Jugendhilfeverordnung wird darüber hinaus Einrichtungen auf deren Gelände Kinder- und Jugenderholungsmaßnahmen stattfinden, die Möglichkeit eingeräumt, bei den örtlichen Gesundheitsämtern eine einrichtungsbezogene Ausnahme von dieser Regelvorgabe zu beantragen. Ein Muster für einen entsprechenden Antrag stellt das Sozialministerium auf seiner Website zur Verfügung.

Schon seit Ende Mai sind Angebote und Maßnahmen der Kinder-, Jugend- und Familienerholung möglich. Diese können entsprechend den Regelungen der Corona-Landesverordnung zu Beherbergung und Reisen (vgl. §§ 4 und 5 Corona-LVO M-V) durchgeführt werden. So dürfen etwa Jugendreisen in einer festen Bezugsgruppe mit bis zu 50 Personen stattfinden.

Weitere Informationen auf der Website des Sozialministeriums www.sozial-mv.de.

Direktlink zur Lesefassung der aktuellen Corona-Jugendhilfe-Durchführungsverordnung: Verordnung