Bevölkerungszahl im Land ist erstmals seit 2017 wieder leicht gestiegen

Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, lebten zum Ende des Jahres 2020 insgesamt 1 610 774 Personen im Land und damit 2 636 (+ 0,2 Prozent) Einwohnerinnen und Einwohner mehr als im Jahr zuvor. Der Bevölkerungszuwachs ist vor allem auf den positiven Wanderungssaldo zurückzuführen.

Im Jahr 2020 wurden 12 061 Kinder lebend geboren, 569 Kinder (- 4,5 Prozent) weniger als im Vorjahr. Im selben Zeitraum starben 21 854 Menschen und damit 152 Personen (0,7 Prozent) mehr als im Jahr 2019.

Der Überschuss der Sterbefälle über die Zahl der Geburten wurde jedoch durch den gestiegenen Wanderungsgewinn übertroffen. Im Jahr 2020 haben 44 647 Menschen ihren Hauptwohnsitz nach Mecklenburg-Vorpommern verlegt, während 32 066 Personen in ein anderes Bundesland oder ins Ausland gezogen sind. Daraus ergibt sich ein Wanderungsgewinn von 12 581 Personen, das sind 4 538 Personen (56,4 Prozent) mehr als im Vorjahr (8 043 Personen).

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern unter der Rubrik Statistik/Zahlen-und-Fakten/Gesellschaft-&-Staat/Bevölkerung.

Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern: Juni 2021

  • Aktuell: 61.600 Arbeitslose in Mecklenburg-Vorpommern, die Arbeitslosen­quote liegt bei 7,5 Prozent
  • Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat Mai (-4.800) und im Vergleich mit dem Juni des Vorjahres (-4.300)
  • „Die Lockerungen im Rahmen der Corona-Pandemie haben den Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern beflügelt. Insbesondere in den Tourismusregionen haben die weiteren Öffnungsschritte zu einer kräftigen Belebung ge­führt.“ (Margit Haupt-Koopmann)
  • Personalnachfrage: Den gemeinsamen Arbeitgeberservice-Teams der Arbeitsagenturen und Jobcenter wurden im Juni 4.400 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet
  • Endspurt am Ausbildungsmarkt: Arbeitsagenturen unterstützen Betriebe und junge Menschen durch ‚Ausbildungsprämie‘ und ‚AsAflex‘
  • Daten-Info: Arbeits­losenquoten auf Stadt- und Kreisebene / Daten zum Ausbildungs­markt

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Welches Ei steckt in der Nudel?

Aus welchem EU-Land das frische rohe Ei stammt und ob die Hühner, die es gelegt haben, in Bodenhaltung leben oder in einer anderen Haltungsform – diese Information findet der Verbraucher seit 2004 auf dem Ei.

Durch den sogenannten „Erzeugercode“ ist diese Information im Stempel auf dem Ei verschlüsselt. Das führte dazu, dass im deutschen Handel keine Käfigeier mehr angeboten wurden, da Verbraucher sie nur ungern kaufen.

Stammten im Jahr 2008 noch 60 Prozent der hierzulande produzierten Eier aus Käfighaltung, sind es heute weniger als zehn Prozent aus „ausgestalteten Käfigen“. Nach EU-Recht dürfen Legehennen noch bis 2025 so gehalten werden. Auch wenn für diese Käfige ein Legenest, Einstreu und Sitzstangen vorgeschrieben sind: sie bleiben mit 800 Quadratzentimeter pro Henne sehr eng. Die Tiere haben etwas mehr Platz als auf einem A4-Blatt.

Aber nur ungefähr die Hälfte der in Deutschland gegessenen Eier wird frisch gekauft. Die andere Hälfte steckt in eihaltigen Lebensmitteln oder wird in der Gastronomie verzehrt, berichtet Simone Goetz von der Verbraucherzentrale M-V.

Foto: Nudeln im Topf Quelle: VZ MV

Bei Eiernudeln, Backwaren, Fertiggerichten oder Mayonnaise gehen aber wichtige Informationen verloren. Hier ist eine Kennzeichnung von Haltungsform und Herkunft nicht vorgeschrieben, klärt Simone Goetz auf. Eier für die Verarbeitung werden häufig aus Ländern importiert, in denen, anders als in Deutschland, noch große Mengen Käfigeier erzeugt werden. Das sind z. B. Polen, Frankreich oder auch Spanien.

Seit Jahren fordert deshalb die Verbraucherzentrale M-V, dass die Haltungsform der Legehennen auch für Eier angegeben werden muss, die in Lebensmitteln verarbeitet werden. Nur so hat der Verbraucher eine Entscheidungsmöglichkeit.

Aber auf freiwilliger Basis geben manche Unternehmen schon heute die Haltungsform der Legehennen auf eihaltigen Lebensmitteln an. Fast immer handelt es sich dabei um Eier aus Bodenhaltung.

Bei zahlreichen Herstellern von Eiernudeln, von Back- und Süßwaren sowie bei vielen Eigenmarken des Lebensmitteleinzelhandels findet man diesen Hinweis. Dort wird also auf die Verarbeitung von Käfigeiern verzichtet.

Einfach digital – Steuererklärung für Rentnerinnen und Rentner

Die Steuererklärungen für Ruheständler ist bereits vor einigen Jahren vereinfacht worden. Seit Kurzem ist das vereinfachte Verfahren nun auch digital verfügbar. Mit dem sogenannten „Steuerlotsen“ lässt sich die Steuerklärung für viele Rentnerinnen und Rentner, Pensionärinnen und Pensionäre jetzt mit wenigen Klicks erledigen.

Wenn im Alter außer der Rente keine weiteren Einkünfte hinzukommen und kaum Aufwendungen anfallen, die die Steuerlast mindern, ist die Steuererklärung vor allem eine lästige Pflicht. Gerade deshalb ist es wichtig, dass die Finanzverwaltung immer wieder prüft, ob es nicht auch noch einfacher geht.

Die Einführung der vereinfachten Erklärung, die insbesondere von Mecklenburg-Vorpommern entwickelt wurde, war ein großer Schritt zur Reduzierung des bürokratischen Aufwands.

Das Bundeministerium der Finanzen geht nun noch einen Schritt weiter und bietet dieses vereinfachte Verfahren nun auch digital an. Auf www.steuerlotse-rente.de/ werden Rentnerinnen und Rentner, Pensionärinnen und Pensionäre durch die elektronische Steuererklärung geführt. Damit wird das Verfahren noch einfacher und die Renten- und Pensionsempfänger können ihre Steuererklärung unkompliziert und ohne besonderes Vorwissen erledigen.

Seenplatte-Ausbildungsmarkt in der Pandemie: Weniger Bewerber*innen – mehr freie Lehrstellen

„Erfreulich ist, dass trotz der Corona-Situation die Ausbildungsbereitschaft der vielen Ausbildungsbetriebe ungebrochen hoch ist. So haben Unternehmen mehr betriebliche Ausbildungsplätze gemeldet, als vor einem Jahr. Das zeigt deutlich: Die duale Berufsausbildung geht in der Seenplatte trotz Corona weiter“, sagte der Vizechef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Stephan Bünning, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Nach den alarmierenden Corona-Aussichten im Frühsommer 2020 zeigt sich der Ausbildungsmarkt in der Mecklenburgischen Seenplatte – wenige Wochen vor dem Start des Ausbildungsjahres – robust. Denn auch in diesem Ausbildungsjahr gibt es wieder mehr Ausbildungsplätze als Bewerber.

Trotzdem hält Covid-19 sowohl Arbeitgeber wie auch Jugendliche in Atem und stellt sie vor besondere Herausforderungen. Viele Jugendliche sind verunsichert, ob sie überhaupt eine Ausbildungsstelle finden können. Dabei sind die Chancen auf einen interessanten Lehrberuf – in unserem Landkreis – genau so gut wie in den Vorjahren. Auf der anderen Seite suchen viele Unternehmen händeringend ihre Auszubildenden. Von Oktober 2020 bis Juni 2021 meldeten sich – bei der Arbeitsagentur und den Jobcentern im Landkreis – 1.068 Bewerber*innen für eine Ausbildungsstelle. Das waren 192 oder 15 Prozent weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig waren 1.602 betriebliche Ausbildungsstellen gemeldet, 102 oder 7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Zahl der offenen Ausbildungsplätze übersteigt Zahl der noch suchenden Bewerber/innen

Bei den unbesetzten Ausbildungsstellen gibt es im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 49 Stellen oder 6 Prozent. Landkreisweit galten damit im Juni 754 Ausbildungsstellen als unbesetzt.

Die Zahl der unversorgten Jugendlichen ist im Vergleich zum Vorjahr um 142 Personen oder 22 Prozent auf 491 junge Menschen zurückgegangen.
Bünning: „Erfreulich ist, dass trotz der Corona-Situation die Ausbildungsbereitschaft der vielen Ausbildungsbetriebe – auch in den von den Eindämmungsmaßnahmen besonders betroffenen Branchen – ungebrochen hoch ist.“ So haben Unternehmen mehr betriebliche Ausbildungsplätze gemeldet, als vor einem Jahr. „Das zeigt deutlich: Die duale Berufsausbildung geht trotz Corona weiter. Denn es gibt keine bessere Versicherung gegen Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel als eine Berufsausbildung. Und dass es weniger Ausbildungsbewerber gibt, liegt nicht an geringeren Zahlen bei den Schulabgängern oder mangelndem Interesse der jungen Leute, sondern vor allem an der Pandemie.“

Und weiter sagt der Vize-Agenturchef: „Viele Jugendliche glauben, dass es aufgrund der Corona-Pandemie keine Ausbildungsplätze gebe. Das Gegenteil ist aber der Fall. Viele Unternehmen in fast allen Branchen suchen händeringend Nachwuchs. Und selbst Betriebe, die aufgrund einer pandemiebedingt zunächst angespannten wirtschaftlichen Situation bis jetzt zurückhaltend waren, wollen weitere Ausbildungsplätze für dieses Jahr melden.“

Juni-Arbeitslosigkeit: Deutliche Zeichen für Zuversicht am Arbeitsmarkt

„Die Arbeitsmarktzahlen für die Seenplatte geben Anlass für Zuversicht. Mit der fortgesetzten Frühjahrsbelebung – und weiterer Lockerungsschritten bei den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie – ist die Arbeitslosigkeit im Juni kräftig gesunken.  Und nachdem die Aussichten lange durch die Corona-Krise getrübt waren, erwarten wir in den kommenden Monaten eine weitere Besserung auf dem Arbeitsmarkt. Optimismus zeigt sich sowohl bei den Aussichten zur Entwicklung der Kurzarbeit, der Arbeitslosigkeit als auch der Beschäftigung. Bis die Pandemie-Folgen aber ganz überwunden sind, wird es aller Voraussicht nach noch mehrere Monate dauern“, sagte der Vizechef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Stephan Bünning, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 11.107 Arbeitslose: ein Minus von 7,4 Prozent im Vergleich zum Juni 2020
  • Zum ersten Mal in diesem Jahr sinkende Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr in beiden Rechtskreisen
  • Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 8,6 Prozent
  • Im Vergleich zu Juni 2020: Weniger Arbeitslosmeldungen und mehr Abmeldungen in Arbeit
  • Fast 2.900 freie Arbeitsstellen – über 100 mehr als im Mai 2021
  • Kurzarbeit sichert Arbeitsplätze und verhindert Arbeitslosigkeit
  • Mit 6,9 Prozent niedrigste Arbeitslosenquote in Röbel – Höchste mit 11,4 Prozent in der Hauptagentur Neubrandenburg
  • Zahl der offenen Ausbildungsplätze übersteigt Zahl der Bewerber

Im Juni waren in der Seenplatte 819 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im Mai. Insgesamt 11.107. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,6 Prozent. Im Vergleich zum Juni des Vorjahres sind es 882 Arbeitslose weniger.

Stephan Bünning: „Die Arbeitsmarktzahlen geben Anlass für Zuversicht. Mit der fortgesetzten Frühjahrsbelebung – und weiterer Lockerungsschritten bei den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie – ist die Arbeitslosigkeit im Juni kräftig gesunken. So stark wie seit fünf Jahren – (Juni 2016 (-873) – nicht mehr Die Zahl der Arbeitslosen liegt nicht nur wieder unter dem Niveau von Juni 2020 – als die Auswirkungen des 1. Lockdowns den Arbeitsmarkt stark beeinflussten – sondern ist auch nur noch 263 von der Zahl aus dem Juni vor der Pandemie entfernt.“ „Ich freue mich“, so Bünning, „dass im Vergleich zum Vormonat Mai die Arbeitslosenzahlen aller Alters- und Personengruppen gesunken sind –  ganz besonders über den überdurchschnittlichen Rückgang bei den älteren Arbeitslosen über 50 Jahre und den unter 20-Jährigen.“ Und nachdem die Aussichten lange durch die Corona-Krise getrübt waren, „erwarten wir eine umfassende Besserung in den kommenden Monaten auf dem Arbeitsmarkt. Optimismus zeigt sich sowohl bei den Aussichten zur Entwicklung der Kurzarbeit, der Arbeitslosigkeit als auch der Beschäftigung. Allerdings wird der wirtschaftliche Erholungskurs in den Branchen recht unterschiedlich sein“, sagt Bünning weiter.

Mit der beginnenden Ferienzeit enden auch Ausbildungen. Und junge Fachkräfte, die nicht von ihren Lehrbetrieben übernommen werden, kommen in diesen Tagen auf den Arbeitsmarkt. „Betriebe, die jetzt schnell reagieren, können sich frische Fachkräfte sichern und ihr Unternehmen für die Zukunft mit jungen Kräften stärken,“ empfiehlt der Arbeitsmarktexperte.

Junge Menschen profitieren von Frühjahresbelebung besonders

„Von der wachsenden Dynamik und den zunehmenden Chancen am Arbeitsmarkt profitieren besonders junge Menschen unter 20 Jahren“, sagte Bünning. „Junge Menschen sind häufig gut ausgebildet und damit die Fachkräfte, die Unternehmen suchen und sich jetzt sichern, um gut aus den konjunkturellen Startlöchern zu kommen.“ Vor einem Jahr waren junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vom ersten Lockdown zunächst stärker betroffen. „Sie wurden“, so Bünning, „als frische Absolventen einer Ausbildung nicht eingestellt oder waren diejenigen im Betrieb, die aufgrund einer nur kurzen Zugehörigkeit als erste gehen mussten. Jetzt profitieren sie besonders vom Fachkräftebedarf der Unternehmen, der die Pandemie überdauert hat, in den vergangenen Monaten allenfalls aufgeschoben wurde und jetzt wieder deutlicher sichtbar wird.“ Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl junger arbeitslos gemeldeter Menschen – unter 20 Jahren – um 13,1 Prozent. Diese Entwicklung zeige auch, sagte Bünning, „wie wichtig eine gute Ausbildung ist“

Kurzarbeit sichert Arbeitsplätze und verhindert Arbeitslosigkeit

Ohne Kurzarbeit läge die Arbeitslosigkeit noch einmal deutlich höher. Im Juni wurde für 120 Menschen im Landkreis vorsorglich Kurzarbeit angezeigt – 246 weniger als im Mai. Nach aktuellen Hochrechnungen befanden sich im Januar 2021,
8.358 Mitarbeitende – aus 1.332 Unternehmen – in Kurzarbeit.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Nach Personengruppen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit recht unterschiedlich, allerdings waren bei allen Rückgänge gegenüber dem Vorjahresmonat zu verzeichnen. Die Spanne der Veränderungen reicht im Juni von –8% bei 50-Jährigen und Älteren bis –3% bei 15-bis unter 25-Jährigen.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III, also bei all denjenigen, die Arbeitslosengeld I erhalten waren im Juni 3.353 Menschen arbeitslos. 515 weniger als im Vormonat und 717 weniger als im Juni 2020. Das entspricht einem Rückgang von 18 Prozent.

Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II nach dem Sozialgesetzbuch II – umgangssprachlich Hartz-IV-Empfänger genannt – lag im Juni bei 7.754 Arbeitslosen. 304 weniger als im Juni und 165 weniger als im Juni 2020. Das entspricht einem Rückgang von 2,1 Prozent.

Geldleistungen

Insgesamt 2.879 Personen erhielten im Juni 2021 Arbeitslosengeld, 784 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Juni bei 15.439. Gegenüber Juni 2020 war dies ein Rückgang von 1.263 Personen.10 Prozent der in der Seenplatte lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter (15 bis u. 65 Jahre) waren damit hilfebedürftig.

Knapp 2.900 gemeldete freie Arbeitsstellen:  Fachkräfte sind trotz Corona gefragt

Im Landkreis der Mecklenburgischen Seenplatte ist die Zahl der offenen Stellen gegenüber dem Vormonat gestiegen. Zurzeit gibt es 2.890 freie Arbeitsstellen. 103 mehr als im Vormonat und 243 mehr als im Juni des Vorjahrs.

Die größte Nachfrage gab es im Juni aus den Bereichen:  Gastgewerbe (366 freie Stellen im Bestand; im verarbeitenden Gewerbe (355); im Baugewerbe (352); Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (351) sowie in der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (311).

Unternehmen in der Seenplatte, die noch keinen festen Ansprechpartner haben, erreichen den Arbeitgeberservice telefonisch unter der kostenfreien Arbeitgeber-Service-Rufnummer: 0800 4 5555 20.

Der Arbeitsmarkt in den Dienststellen des Agenturbezirks

Im Agenturbezirk Neubrandenburg entwickelte sich der Arbeitsmarkt im Juni relativ einheitlich. Am günstigsten war die Veränderung der Arbeitslosigkeit in Demmin; dort sank der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 14 Prozent. Dem gegenüber steht die Entwicklung in Altentreptow mit einer Abnahme von 4 Prozent.

Gut gekühlt durch den Sommer: Hitzeschutz in Wohnräumen

Bei Hitzerekorden schätzen sich diejenigen glücklich, deren vier Wände tagsüber kühl bleiben. Alles was hierbei helfen kann, kommt zum Einsatz: Rollläden, Ventilatoren oder Klimaanlagen. Neben dem eigenen Verhalten, wie Querlüften in der zweiten Nachthälfte oder am frühen Morgen, und elektrischen Hilfsmitteln beeinflussen auch bauliche Eigenarten eines Hauses den Hitzeschutz. Arian Freytag, Energieexperte der Verbraucherzentrale, erläutert, welche Techniken und Maßnahmen am sinnvollsten kühlen.

Jalousien, Markisen, Fensterläden, Sonnensegel oder Vorhänge: Sonnenschutz nach Bedarf

Besonders viel Hitze dringt durch Balkontüren und (Dach-)Fenster ein. „Um die Sonneneinstrahlung zu minimieren und die Wärme erst gar nicht in die Räume zu lassen, sollte der Sonnenschutz möglichst außen angebracht werden“, erklärt der Energieexperte Arian Freytag. Kann der Sonnenschutz nur innen angebracht werden, ist die Wärme leider schon im Raum. Bei großer Eile hilft auch ein weißes Tuch außen vor dem Fenster. Tipp der Verbraucherzentrale: Fragen Sie Ihre Vermieter:innen vor der Montage von außenliegenden Jalousien, Markisen, Fensterläden oder Sonnensegeln um Erlaubnis.

Rollläden: Allround-Genie mit Einbruchschutz

Rollläden schützen vor Hitze, Kälte und Einbrechern. Ihr typisches Merkmal ist der sichtbare Kasten, in dem sich die Lamellen beim Hochfahren aufwickeln. „Im Idealfall werden Rollläden schon bei der Bauplanung bedacht. Am fertigen Haus lassen sich Vorbau-Rollläden aber auch leicht nachrüsten“, erläutert Arian Freytag. Tipp der Verbraucherzentrale: Rollläden mit einer Einbruchschutzklassifizierung (RC 2 oder DIN EN 1627) werden von der KfW gefördert.

Fassaden- und Dachdämmung: Cool Down bei Sommerhitze

Die eigenen vier Wände erhitzen sich mit einem guten Wärmeschutz über Dach und Fassade weniger schnell. Denn gut gedämmte Häuser lassen an heißen Tagen weniger Wärme eindringen. Daher gilt: Je dicker und besser das Dämmmaterial, desto besser der Hitze- und Wärmeschutz, ergänzt Freytag. Tipp der Verbraucherzentrale: Über Förderprogramme vom BAFA und von der KfW können Sie Kredite und Zuschüsse erhalten.

Fassadengrün und Dachbepflanzung: Natürliche Klimaanlage

Sommerlicher Hitzeschutz funktioniert auch auf biologische Art mit Fassaden- und Dachbegrünung: An montierten Rankhilfen können Kletterpflanzen Fassaden begrünen und damit Wände beschatten. Sie reduzieren das Aufheizen der Gebäude deutlich und verbessern das Mikroklima am Haus; unter anderem, in dem sie Feinstaub binden. Ausreichend Abstand zwischen Fassade und Rankgitter verhindert Schäden am Putz und an den Wänden. „Bei der Dachbegrünung greift der gleiche Effekt: Ein Gründach wirkt wie ein Temperaturregler“, erläutert Arian Freytag weiter. Erhitzt sich ein herkömmliches Garagendach im Sommer auf bis zu 80 Grad, so schützen die Substratschicht und die Bepflanzung das darunterliegende Dach vor direkter Sonneneinstrahlung und damit vor starker Aufheizung.

Zu unterscheiden ist zwischen einer intensiven (dickere Substratschicht, Verwendung von Stauden und Gehölzen) und einer extensiven (dünnere Substratschicht, niedrigwüchsige Pflanzen) Begrünung. Das extensive Begrünen von kleinen Bauwerken wie dem Müllcontainer-Häuschen, Garage, Carport oder Schuppen können Laien selbst übernehmen. Bei einem Wohnhaus sollte in beiden Fällen eine Fachplanung zurate gezogen werden, da das Gewicht von Erde, Pflanzen und abgefangenem Regenwasser die Statik des Gebäudes beeinträchtigen kann und besondere Sorgfalt auf die Feuchteabdichtung gelegt werden muss.

Tipp der Verbraucherzentrale: Für die Dach- und Fassadenbegrünung des eigenen Hauses ist in der Regel keine Baugenehmigung notwendig. Fragen Sie beim zuständigen Bauamt nach, ob für die Begrünung von Dächern und Fassaden eine Regelung der Kommune greift. Bei Neubauten schreiben manchen Kommunen Dachbegrünungen mittlerweile sogar vor.
Informationen zum Thema Hitze- und Wärmeschutz, Dämmung oder Fassaden- und Dachbegrünung sowie Auskunft zu unserem umfangreichen Beratungsangebot erhalten Sie auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder kostenfrei unter 0800 809 802 400. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale berät kompetent sowie anbieterneutral und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Über uns: Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet das größte unabhängige Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland. Seit 1978 begleitet sie private Verbraucher:innen mit derzeit über 700 Energieberater:innen und an mehr als 900 Standorten in eine energiebewusste Zukunft. Jedes Jahr werden mehr als 145.000 Haushalte zu allen Energie-Themen unabhängig und neutral beraten, beispielsweise Energiesparen, Wärmedämmung, moderne Heiztechnik und erneuerbare Energien. Die durch die Beratungen eines Jahres bewirkten Energieeffizienzmaßnahmen führen zu einer Einsparung an Energie, die einem Güterzug von über 100 km Länge voller Steinkohle entspricht.