Fahrzeugführer durchbricht Kontrollstelle und wird gestellt

Am Nachmittag des 17.05.2021 führten Beamte des Polizeihauptreviers Neubrandenburg eine Verkehrskontrolle an der B 197 auf Höhe der Anschlussstelle Neubrandenburg Ost durch, als ein Fahrzeugführer mit überhöhter Geschwindigkeit die Anhaltesignale der Beamten ignorierte und die Kontrollstelle durchbrach.

Gegen 14:20 Uhr wurde in der Kontrollstelle in Fahrtrichtung Neubrandenburg ein PKW mit überhöhter Geschwindigkeit eingemessen. Der Fahrzeugführer missachtete das folgende Anhaltesignal des eingesetzten Beamten und durchbrach die Kontrollstelle, indem er gezielt und ungebremst auf den Beamten zusteuerte. Dieser wiederum konnte sich durch einen Sprung zur Seite außer Gefahr bringen und blieb glücklicherweise unverletzt. Es kam dennoch zur Kollision der Anhaltekelle mit dem PKW.

Die Beamten nahmen unmittelbar die Nacheile nach dem flüchtenden Fahrzeugführer auf und stellten das Fahrzeug unweit der Kontrollstelle haltend am rechten Fahrbahnrand fest. Die Beamten beobachteten in diesem Moment, dass sich um den PKW herum eine weibliche Person von der Beifahrerseite zur Fahrerseite bewegte und sich dort platzierte. Den zuvor erkannten Fahrzeugführer trafen sie nun auf dem Beifahrersitz an.
Im Rahmen der sich anschließenden Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der Fahrzeugführer nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis war und deshalb der „Fahrerwechsel“ erfolgte.

Neben des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermitteln die Beamten des Kriminalkommissariats Neubrandenburg gegen den 25-jährigen Deutschen zudem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter Körperverletzung und Sachbeschädigung. Seine 20-jährige, deutsche Begleiterin muss sich als Halterin des PKW ebenso verantworten, da sie dem 25-Jährigen ihr Fahrzeug überlassen hat, obwohl dieser keine Fahrerlaubnis besitzt.