Tag der erneuerbaren Energien: Die Kraft der Sonne nutzen und Förderung einstecken

Am 24. April 2021 findet der „Tag der Erneuerbaren Energien“ statt. Jährlich am letzten Samstag im April erinnert diese deutschlandweite Initiative an die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl und stellt die Nutzung der nahezu unerschöpflichen Energien aus Sonne, Wind, Wasserkraft und Biomasse in den Vordergrund.

Solarthermie zu Hause nutzen

Mit den zunehmenden Sonnenstunden im Frühling startet die Saison der Solarthermie. Sie ist eine bewährte umweltfreundliche Technologie, bei der zum Erwärmen von Trinkwasser oder zur Heizungsunterstützung Sonnenwärme genutzt wird. Eine herkömmliche Heizung wird mit einer solarthermischen Anlage ergänzt und versorgt neben Badezimmer und Küche idealerweise auch die Spül- und Waschmaschine mit Warmwasser, und kann so bis zu 60 Prozent des Warmwasserbedarfs decken.

Zuschüsse und Kredite vom Staat

Die Förderung von Solarthermie-Anlagen ist vielfältig. So vergeben das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die Förderbank KfW bundesweit Fördermittel für den Einbau und die Erweiterung einer Solarthermie-Anlage in Bestandsgebäuden. „Neben den Förderprogrammen des Bundes werden Solarthermie-Anlagen auch durch die am 1. Januar 2021 in Kraft getretenen CO2-Abgaben für fossile Brennstoffe zunehmend attraktiver“, erläutert Arian Freytag, Energieexperte der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern.

Allein eine Förderung durch das BAFA kann bis zu einem Drittel der Kosten für einen Kauf oder die Installation einer Solarthermie-Anlage abdecken. Mit der Kombination von Förderprogrammen macht sich die Installation einer Anlage für Hausbesitzende sogar noch schneller bezahlt.

Gefördert werden:

  • Planung einer Solarthermie-Anlage
  • Installation von Solarthermie für Warmwasser und/oder Heizungsunterstützung und Solarspeicher
  • Erweiterung einer Solarthermie-Anlage
  • Optimierung einer Solarthermie-Anlage

Eine Beispielrechnung der Verbraucherzentrale: Nachrüsten von Solarthermie für Heizung und Warmwasser

Für ein Einfamilienhaus mit 120 Quadratmeter Wohnfläche entstünden beim Nachrüsten mit Flachkollektoren und zwölf Quadratmetern Fläche inklusive Speicher und Montage Kosten von rund 11.000 Euro. Mittels eines 30-prozentigen Zuschusses vom BAFA wären bis zu 3.300 Euro Einsparung möglich.

Förderungen stets vorab beantragen

An eine Förderung für Solarthermie sollten Hausbesitzer bereits denken, bevor die Anlage installiert wird. Denn schon für die Planung einer Solarthermie-Anlage können Fördermittel genutzt werden. „Wichtig ist, in der richtigen Reihenfolge vorzugehen“, weiß Freytag. Die sichere Vorgehensweise wäre:

  • zum Beispiel eine Energieberatung der Verbraucherzentrale,
  • mehrere Angebote einholen,
  • die Förderung beim BAFA oder KfW beantragen,
  • nach Zusage der Förderung den Auftrag erteilen und die beantragten Maßnahmen umsetzen.

Im Rahmen einer Beratung „Eignungs-Check Solar“ wird bei vor Ort geklärt, ob das Haus für Solarthermie geeignet ist und welche Fördermittel in Frage kommen. Dank der Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie kostet diese Beratung nur 30 Euro.

Bereits bestehende thermische Anlagen können mit einem „Solarwärme-Check“ überprüft werden. Auch diese Beratung kostet 30 Euro. Eine persönliche Beratung in den Beratungsstellen ist kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 809 802 400 (kostenfrei). Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.