Ergebnisse der Auftaktveranstaltung "Fahren.Ankommen.LEBEN!"

Seit gestern (Dienstag, 02.03.2021) kontrollieren Beamte der Polizeipräsidien Neubrandenburg und Rostock im Zusammenhang mit der Verkehrskampagne „Fahren.Ankommen.LEBEN!“ Fahrzeugführer in ganz Mecklenburg-Vorpommern zum Schwerpunkt „Handy und Überholen“.
Landesweit waren dafür zum Auftakt mehr als 200 Kräfte in allen acht Inspektionen der beiden Polizeipräsidien an über 70 Kontrollorten im Land im Einsatz.

Im Bereich des Präsidiums Neubrandenburg wurden über 870 Fahrzeuge kontrolliert. Dabei stellten sie 104 Handyverstöße bei Fahrzeugführern fest (92-mal KfZ-Führer, 12-mal Radfahrer). Das sind weit mehr als im Januar 2020, als die Schwerpunktkontrollen im Bereich des Präsidiums Neubrandenburg ebenfalls zum Thema Handy stattfanden – damals waren es am ersten Kontrolltag 45 festgestellte Handyverstöße.

Beim Schwerpunkt Überholen wurden gestern 25 Verstöße im Bereich des Präsidiums Neubrandenburg festgestellt.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Rostock wurden am ersten Tag der Schwerpunktkontrollen insgesamt 859 Fahrzeuge kontrolliert und dabei 68 Handyverstöße (darunter acht Mal bei Radfahrern) und zudem 36 Überholverstöße festgestellt.

In beiden Präsidiumsbereichen stand neben der Ahndung des eigentlichen Verstoßes auch noch einmal im Fokus, auf die Gefahren der Nutzung technischer Geräte bei der Fahrt im Allgemeinen hinzuweisen.

Die Schwerpunkte „Handy und Überholen“ werden den gesamten Monat März über bei Kontrollen verstärkt im Fokus bleiben.

Nach derzeitigem Stand ist die Anzahl der schweren Verkehrsunfälle durch Fehler beim Überholen im Jahr 2020 landesweit um etwa zehn Prozent zurückgegangen. 2019 hat es 350 schwere Verkehrsunfälle durch Überholfehler in MV gegeben (Bereich PP NB: 169, Bereich PP Rostock: 181). Bei dieser Entwicklung muss natürlich auch die pandemiebedingte gesunkene Straßenfrequentierung im vergangenen Jahr berücksichtigt werden. Die Zahl der Getöteten bei Unfällen durch Fehler beim Überholen ist seit Jahren konstant im einstelligen Bereich. Deutlich zugenommen hat im Jahr 2020 die Zahl der Verstöße wegen unerlaubter Handynutzung im Straßenverkehr (Radfahrer wie auch Fahrzeugführer). Weit mehr als 13.000 Ordnungswidrigkeiten hat die Polizei in MV 2020 geahndet (2019: 12.468).