Heizkörperthermostat – Ein Energiesparhelfer für Klima und Geldbeutel

Auch wenn der Winter scheinbar vorbei ist, so kann er als kälteste Jahreszeit neben Eis und Schnee auch in den heimischen vier Wänden für Abkühlung sorgen. Vor allem Verbraucher, die auf ihren Geldbeutel achten, sind aus diesem Grund dazu geneigt, die Heizung ganz auszuschalten. Um Heizkosten zu senken und trotzdem ein angenehm warmes zu Hause zu haben, reicht jedoch oft schon das korrekte Einstellen vom Thermostat.

Funktionen Heizkörperthermostat

Foto: VZMV

Es gibt unterschiedliche Ausführungen, jedoch haben alle ein- und dieselbe Funktion. Die Raumtemperatur kann mit diesem Helferlein geregelt und je nach eigener Wohlfühltemperatur eingestellt werden. Das gängigste Gerät ist mit den Zahlen 1 bis 5 gekennzeichnet, wobei die Zahlen für bestimmte Temperaturen stehen. Die 3 wurde von den meisten Herstellern für eine Raumtemperatur von ca. 20 Grad Celsius justiert. Pro Erhöhung oder Absenkung der Zahl erzielt man eine Temperaturspanne von meist vier Grad. Die Striche oder Punkte zwischen den einzelnen Zahlen ermöglichen eine genauere Einstellung der Raumtemperatur. Ein Strich bzw. Punkt bedeutet 1 Grad Celsius und 2 Striche dann 2 Grad. Stellt man zum Beispiel den Regler auf 3 und nimmt die zwei nachfolgenden Striche dazu, kann man auf eine Raumtemperatur von 22 Grad Celsius kommen. Der Halbmond bedeutet „Nachtabsenkung“ und die Schneeflocke hat eine Frostschutzfunktion. Neben den von Hand zu regelnden Thermostaten gibt es auch automatische Regler. Die Anwendung ist einfach, denn hier wird nur die gewünschte Raumtemperatur ins Display eingegeben, sowie der Zeitraum in der diese Temperatur geregelt sein soll.

Je nach Raumnutzung eine andere Temperatur

Alle Räume in der Wohnung werden anders genutzt. So sind zum Beispiel das Wohnzimmer oder auch das Kinderzimmer die am häufigsten genutzten Räume und sollten dementsprechend auch die wärmsten sein. Optimal ist in vielgenutzten Räumen eine Temperatur von 21 Grad Celsius. Im Schlafzimmer sind 18 Grad Celsius ein guter Richtwert. Alle weiteren Räume sollten eine Temperatur von 16 Grad Celsius nicht unterschreiten. Das könnte zu Feuchtigkeit an den Wänden und nachfolgend zu Schimmelbildung führen.

Geldsparen mit der richtigen Raumtemperatur

Mit jedem Grad weniger können Verbraucher 6 Prozent an Heizenergie einsparen. Zudem wird durch jedes herunter geregelte Grad auch der eigene CO2-Ausstoß reduziert. Heizkörperthermostate sind also richtige Energiesparhelfer, die das Klima und den Geldbeutel schonen. Um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen, sollten die Heizkörper freistehen und nicht mit Möbelstücken zugestellt werden. Ein Zustellen mit Möbeln führt dazu, dass die Heizung mehr Energie braucht um den ganzen Raum zu erwärmen. Das wiederum würde die Heizkosten in die Höhe treiben.

Lüften nicht vergessen

Um ein optimales Raumklima zu schaffen ist mehrmaliges Stoßlüften, vor allem im Winter, unabdinglich. Wichtig hierbei ist es, dass während der Lüftungszeit das Thermostat ausgeschaltet wird. Fünf bis maximal zehn Minuten reichen aus, um einen Raum gut zu durchlüften. Wer Luftbefeuchter am Heizkörper verwendet, sollte das Wasser aus hygienischen Gründen mindestens einmal täglich wechseln.

Heizkostenabrechnung vom Experten überprüfen lassen

Verbraucher können bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale M-V ihre Heizkostenabrechnung überprüfen lassen. Ein unabhängiger Energieberater kann mit guten Tipps zur Senkung der Kosten hilfreich zur Seite stehen. Während der Pandemie finden Beratungen ausschließlich telefonisch statt. Eine Anmeldung zum kostenlosen Beratungsgespräch ist unter 0800 809 802 400 möglich.