Wechsel in der Geschäftsstelle des Heimatverbandes in Vorpommern

Heimatverband verabschiedet Christian Peplow und begrüßt Dr. Karola Stark

Bei der Verabschiedung von Christian Peplow vor dem Eingang zum Büro der Geschäftsstelle in Ferdinandshof, vlnr: Christian Peplow, Dr. Anna-Konstanze Schröder, Patrick Dahlemann, Dr. Cornelia Nenz, Foto: Gerlind Schlecker/Sammlung HMV

Der Jahreswechsel 2020/21 brachte dem Heimatverband auch einen Wechsel in der Leitung seiner Geschäftsstelle in Ferdinandshof. Christian Peplow beendete seine erfolgreiche Arbeit im Verband zum Jahresende und Dr. Karola Stark nimmt ab dem 11. Januar die Arbeit in der Geschäftsstelle auf.

Herr Peplow bleibt dem Heimatverband im Bereich Niederdeutsch und als Vorsitzender des Niederdeutschen Bühnenbundes ehrenamtlich verbunden.
„Der Sitz der Geschäftsstelle des Heimatverbandes in Ferdinandshof war eine gute Wahl. Die Besetzung mit Christian Peplow sogar noch eine bessere. Dank seiner engagierten Arbeit konnten die Niederdeutschsprecher und Heimatforscher vernetzt und die Präsenz des Heimatverbandes spürbar in Vorpommern erhöht werden. Das stärkt die regionale Identität und passt hervorragend zu unseren Zielen als Landesregierung. Als Landeskind Vorpommerns hat er genau den richtigen Riecher für Themen und Menschen“, erklärt Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann.

Seit 2019 hat Christian Peplow die vorpommersche Geschäftsstelle aufgebaut. Unter seiner Leitung konnte er das Büro in Ferdinandshof als Anlaufstelle für die Heimatengagierten in Vorpommern und darüber hinaus mit den Aufgabenbereichen Niederdeutsch und Ortschroniken für ganz Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich etablieren.

Insbesondere der Aufbau eines Netzwerks der Niederdeutschakteure im Land über den Atlas Niederdeutsch und die Runden Tische Plattdeutsch ist ihm zu verdanken. Auf diese Weise konnten unter anderem Projekte wie die Übersetzung des Jugendbuches Hein Hannemann ins Plattdeutsche mit über 20 Übersetzer/innen, die Würdigung von Alwine Wuthenow zu ihrem 200-jährigen Jubiläum, die Begleitung des plattdeutschen Hörmagazins „Dat Hürblatt“ und die erste Verleihung eines plattdeutschen Autorenpreises für junge Autor/inn/en unter 35 Jahren (Ü-35-Pries, Ü für plattdeutsch ünner, hochdeutsch unter) umgesetzt werden. Hinzu kam die tatkräftige Unterstützung der Engagierten im Arbeitskreis Ortschroniken, die das Ortschronikenportal gestalten, und die Vernetzung von Ortschronist/inn/en über Fachtagungen in Vorpommern.

Auf so mancher öffentlichen Veranstaltung konnte man Herrn Peplow als ein Gesicht des Heimatverbandes erleben, das am Stand oder auf der Bühne zum Heimatengagement einlädt. Er zeigte bei diesen Gelegenheiten, dass plattdeutsch eine zeitgemäße, alltagstaugliche Sprache ist. Leider muss Christian Peplow seine Stelle aus persönlichen Gründen aufgeben. Der Heimatverband MV freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm in anderer Form.

„Im Namen des Verbandes bedanken ich mich für den Einsatz meines Kollegen Christian Peplow. Mit seinen vielen Begabungen hat er den Verband an entscheidenden Stellen geprägt. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit im Bereich Niederdeutsch und Heimatforschung und wünschen ihm weiterhin gutes Gelingen bei allen seinen Vorhaben“, so die Geschäftsführerin des Heimatverbandes Dr. Anna-Konstanze Schröder.

Bei einer kleinen Verabschiedung in Corona-Zeiten im Dezember 2020 würdigten der Leiter des Amtes Torgelow-Ferdinandshof und Bürgermeister von Ferdinandshof Gerd Hamm, der Landtagsabgeordnete und Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann, Dr. Cornelia Nenz und Gerlind Schlecker vom Vorstand des Heimatverbandes MV sowie Dr. Anna-Konstanze Schröder, Geschäftsführerin des Heimatverbandes die Arbeit von Christian Peplow.

Patrick Dahlemann: „Die Verabschiedung aus so persönlichen Gründen fällt natürlich schwer. Um so mehr wünsche ich Christian Peplow nur das Beste für seine Gesundheit. Das ist das allerwichtigste!“

Dr. Karola Stark, Foto: privat

Bereits zum 1. Januar konnte der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern mit Dr. Karola Stark eine würdige Nachfolgerin für die Leitung der vorpommerschen Geschäftsstelle gewinnen. Sie setzte sich im Dezember gegen 20 sehr gute Bewerber/innen durch, von denen 6 zum persönlichen Gespräch geladen worden waren. Ab dem 11. Januar nimmt sie die Arbeit in der Geschäftsstelle auf.

Die promovierte Historikerin blickt auf langjährige Erfahrungen in der Begleitung von Heimatstuben in der Region Uecker-Randow und von Heimatengagierten im ganzen Bundesland zurück. Mit ihrer Lebenserfahrung mit Stationen unter anderem in Kairo/Ägypten bringt sie weitere Perspektiven in den Verband ein. Eine offizielle Einführung und Wiedereröffnung der Geschäftsstelle kündigen wir für die Zeit an, in der persönliche Begegnungen wieder mit mehr Personen möglich sind.

Auch der Staatssekretär für Vorpommern und Landtagsabgeordnete Patrick Dahlemann freut sich: „Mit Dr. Karola Stark setzt der Heimatverband auf Erfahrung und Netzwerk in der so wichtigen Arbeit der Heimatpflege. Ich freue mich auch hier auf eine gute Zusammenarbeit. Wir haben viel vor.“

Die Einrichtung der Geschäftsstelle in Vorpommern wird mit Mitteln des Strategiefonds bis 2023 ermöglicht. Der Heimatverband MV ist dankbar für die großzügige Förderung und hofft auf eine Verstetigung dieser Stelle.