Zur aktuellen Lage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Erneut zeichnet sich ab, dass der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte eine Vielzahl positiv getesteter Patienten melden wird, die über die Weihnachtstage symptomatisch geworden waren. Auslöser waren zumeist Positivtestungen im persönlichen Umfeld der Betroffenen. Die Mehrzahl der Erkrankten hatte – teilweise trotz bestehender Symptome – noch zahlreiche Kontakte insbesondere in der Familie, so dass man im Gesundheitsamt damit rechnet, dass auch in den nächsten Tagen noch zahlreiche Folgefälle auftreten werden. Die Einträge in die breite Bevölkerung nehmen im gesamten Landkreis spürbar zu. Bei der Nachverfolgung kommt es deshalb immer häufiger vor, dass sich die Infektionsquelle nicht ermitteln lässt.

Für das Gesundheitsamt ist jedoch eine große Entlastung dadurch entstanden, dass immer mehr niedergelassene Ärzte ihre Patienten testen. So gab es beim Abstrichzentrum in Neubrandenburg am gestrigen Dienstag keine langen Schlangen. Insgesamt sind dort und von den beiden mobilen Abstrichteams gestern insgesamt erneut 175 Tests vorgenommen worden. Was die Hygiene im Abstrichzentrum betrifft, so tragen die dort Arbeitenden gemäß dem allgemeinen Hygienekonzept Handschuhe, die nach jedem Kontakt desinfiziert und stündlich gewechselt werden.

Derweil wurde am Mittwoch die erste Impfaktion mit den Pflegeheimen in Penzlin und Demmin abgeschlossen. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sind alle 975 Impfungen für Bewohner und Betreuer in Alters- und Pflegeheimen vorgenommen worden. Die Impfungen sind ausschließlich in den Einrichtungen erfolgt, in denen es bislang keine Infektionen gegeben hatte. „So werden wir vorerst auch bei den nächsten Aktionen in Pflegeeinrichtungen verfahren“, erklärt der Stellvertretende Landrat und Leiter des Corona-Stabs, Thomas Müller. „Anders wäre aus medizinischer Sicht nicht zu vertreten. Ziel der Impfung ist es, Infektionsketten zu unterbrechen und neue nicht entstehen zu lassen“, so der Stellvertretende Landrat. Hinzu kommt, dass die Impfteams nicht einer Infektionsgefahr ausgesetzt werden sollen in Heimen, in denen es Infektionen gibt.

Am kommenden Montag, den 4. Januar 2021, erwartet der Landkreis vom Land den nächsten Impfstoff für weitere 975 Personen. Auch diese werden wieder in den Heimen und Pflegeeinrichtungen aufgesucht. Dafür werden jetzt die Tourenpläne und die Besetzungen der Impfteams erarbeitet.