Finanzsanierung statt Kredit

Die so genannten Kreditvermittler mit Sitz in der Schweiz haben Zuwachs bekommen. Die SUD Service & Dienstleistungen AG mit dem Slogan „Die richtige Lösung zur rechten Zeit“ ist jetzt am Markt aktiv. Ein Verbraucher suchte im Internet nach einem günstigen Kredit und füllte online ein entsprechendes Formular aus. Dabei ging er irrtümlich davon aus, dass es sich um eine Kreditanfrage oder Kreditvermittlung handelt. Kurze Zeit später erhielt er von der SUD ein Genehmigungsschreiben, das auf den ersten Blick den Eindruck erweckt, der Kredit sei bewilligt worden. Dem Schreiben war ein (Vermittlungs-)Vertrag beigefügt, den der Verbraucher ausgefüllt und unterschrieben hat. Als der Betroffene in der Folge eine Nachnahmesendung erhielt, für die er mehrere hundert Euro zahlen sollte, wurde er stutzig und verweigerte die Annahme.

Finanzsanierungen können Verbrauchern helfen, eine angespannte finanzielle Situation zu ordnen. Die SUD nutzt mit ihrem Geschäftsmodell jedoch die Notlage betroffener Verbraucher aus, was schlimmstenfalls zu einer Vertiefung der Verschuldung führt.

Der Tipp der Verbraucherzentrale: Versprechen Kreditangebote schnelle Hilfe, ist Vorsicht geboten! Kreditinstitute sind stets verpflichtet, die Bonität des Kreditnehmers zu prüfen. Erhält man einen solchen Vermittlungsvertrag, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass damit kein Kredit genehmigt wird. Hat man dennoch einen solchen Vertrag unterschrieben, danach eine Nachnahmesendung erhalten und benötigt Unterstützung, sollte man sich von der Verbraucherzentrale beraten lassen. Verbraucher, die sich in einer finanziellen Notlage befinden, können sich an die gemeinnützigen Schuldner- und Insolvenzberatungen wenden.