Corona: Aktuelle Lage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Landrat Heiko Kärger hat weitere Allgemeinverfügungen im Zusammenhang mit der Pandemie erlassen. Eine erste betrifft vier Amtsbereiche im Landkreis, in denen die Infektionszahlen in den letzten 14 Tagen deutlich zugenommen haben: Woldegk, Friedland, Stargarder Land und Amt Seenlandschaft Waren.

In den Schulen der vier genannten Amtsbereiche gilt ab Mittwoch, den 2. Dezember, Maskenpflicht auch im Unterricht für die Schüler ab Klasse 5 und für die Lehrer. Zugleich soll es in diesen Amtsbereichen von Mittwoch an bis zum Beginn der Weihnachtsferien Wechselunterricht an den Schulen geben. Das heißt, es wird in einer Unterrichtswoche jeweils nur die Hälfte der Schüler und Lehrer in der Schule zum Unterricht kommen. Die andere Hälfte ist zur gleichen Zeit im Distanzunterricht. Nach einer Woche wird gewechselt.

Eine weitere Allgemeinverfügung betrifft alle Beruflichen Schulen des Landkreises. Dort wird es ab dem 3. Dezember bis vorerst 8. Januar 2021 keinen Präsenzunterricht geben. Die Auszubildenden werden in den Distanzunterricht gehen. Ausgenommen von dieser Maßnahme sind berufsvorbereitende Bildungsgänge und die Abschlussklassen der Vollzeitbildungsgänge der beruflichen Schulen. „Diese Entscheidung haben wir getroffen, weil es in unseren Berufsschulen ein erhöhtes Infektionspotenzial durch das hohe Pendleraufkommen in und aus dem Landkreis gibt“, erklärte Landrat Heiko Kärger.

„Es ist bisher leider nicht gelungen, die Ausbreitung des Virus im Nordosten unseres Landkreises zu bremsen. Auch im Bereich vom Amt Seenlandschaft Waren nimmt die Zahl der Erkrankten zu“, berichtet der Landrat.

„Allein im Amtsbereich Friedland waren bis Sonntagabend innerhalb von 7 Tagen 50 Menschen erkrankt. Das würde – rein rechnerisch – einem Inzidenzwert von 595 Erkrankungen auf einhunderttausend Einwohner entsprechen. Im Amtsbereich Stargarder Land würde der Wert bei 112 Erkrankten liegen und im Amtsbereich Woldegk würde ein Wert von 93 Erkrankungen auf einhunderttausend Einwohner herauskommen. Das sind deutlich zu viele“, betonte der Landrat.

Er appellierte erneut an alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis, dass sie alles tun mögen, um sich und andere vor Ansteckung zu schützen. „Wer in diesen Tagen auch nur erste Anzeichen einer Erkrankung an sich wahrnimmt, sollte verantwortungsbewusst zu Hause bleiben und seinen Arzt telefonisch kontaktieren“, so Heiko Kärger. Die Ärzte bittet er, besser einmal einen Test zu viel, als einen zu wenig vorzunehmen. „Wir haben leider die Erfahrung machen müssen, dass Menschen trotz typischer Symptome weiter ihrer beruflichen Tätigkeit nachgegangen sind. Die Folge waren weitere Betroffene, vor allem Senioren, Kinder und Arbeitskollegen.“ Grundsätzlich sollte in diesen Zeiten jeder seine persönlichen, direkten Kontakte auf ein Minimum reduzieren, so der Landrat. Damit helfe man sich und anderen und verhindere die weitere Verbreitung des Virus.