Polizeieinsatz in Neustrelitz

Fortsetzung dieser Geschichte: Auf Grund der Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten des Busfahrers, durfte dieser bis zum heutigen 10.11.2020 07:30 Uhr nicht weiterfahren. Aus diesem Grund hat die Polizei in der gestrigen Nacht verfügt, dass die betroffenen Personen solange auf dem Gelände in Neustrelitz verbleiben dürfen, aber dann unverzüglich in den Bus zu steigen und bis 07:40 Uhr das Gelände in Neustrelitz zu verlassen haben.

Dieser Aufforderung sind die betroffenen Personen nicht nachgekommen. Am Morgen des 10.11.2020 haben Polizeibeamte vor Ort Gespräche mit den betreffenden Personen aufgenommen. Diese Personen haben erläutert, dass sie in der Nacht einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht eingereicht haben. Sie wollen nun vor Ort auf die Entscheidung des Gerichtes warten. Die Polizeibeamten vor Ort haben kontrolliert, dass die betreffenden Personen nicht unerlaubt das Gelände verlassen.

Gegen Mittag hat das Verwaltungsgericht Greifswald eine Entscheidung getroffen. Die Einreise der betroffenen Personen war rechtswidrig. Der Landkreis MSE hat daraufhin eine Verfügung erlassen, dass sie das Bundesland MV unverzüglich zu verlassen haben. Die sofortige Vollziehung der Verfügung haben die Beamten in Neustrelitz umgesetzt. Die betreffenden Personen haben über ihre eigenen Kanäle und im Interview mit regionalen Pressevertretern angegeben, am heutigen Abend an einer Sternfahrt in MV und anschließend an einer Demo in Schwerin teilnehmen zu wollen. Aus diesem Grund wurde ihnen nicht mehr angeboten, eigenständig mit dem Bus loszufahren.

Gegen 16 Uhr wurden die betroffenen Personen in Gewahrsam genommen und anschließend mit Polizeifahrzeugen in Richtung Landesgrenze MV/Brandenburg gefahren. Auch der Busfahrer ist kurze Zeit später von Polizeibeamten nach Brandenburg begleitet worden. In Fürstenberg in Brandenburg wurden die vier Personen und der Busfahrer zusammengeführt.

65 Polizeibeamte waren heute im Einsatz. Von einem der betroffenen Personen wurde dessen Handy sichergestellt, da dieser offensichtlich bei der polizeilichen Maßnahme Audioaufnahmen getätigt hat. Es wurde eine Strafanzeige Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes aufgenommen.

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