Bürgerempfang zum Stadtgeburtstag 2021 muss leider abgesagt werden

Der traditionelle Bürgerempfang zum 4. Januar in der Neubrandenburger Konzertkirche fällt 2021 aus. Nach längerer Abwägung haben sich Stadtpräsident Dieter Stegemann und Oberbürgermeister Silvio Witt zu diesem Schritt entschlossen.

„Lange bestand die Hoffnung, wenigstens eine eingeschränkte Feier zum Stadtgeburtstag durchführen zu können. Mit der Verlängerung und Verschärfung der Maßnahmen zum Kampf gegen die Coronapandemie können wir aber keine andere Entscheidung treffen“, so Oberbürgermeister Silvio Witt.

Die beim jährlichen Bürgerempfang stattfindende Auszeichnung von verdienten ehrenamtlich Engagierten soll nicht entfallen, sondern in der Sitzung der Stadtvertretung am 4. Februar erfolgen. „Das ist ein würdiger Rahmen, der der Ehrung gerecht wird“, sind sich Stadtpräsident und Oberbürgermeister einig.

Während öffentliche Veranstaltungen weitgehend untersagt sind, können Sitzungen von Gremien, wie der Stadtvertretung unter strengen Hygienevorschriften noch stattfinden.

Startschuss zur bundesweiten Aktionswoche für Inklusion in der Seenplatte!

Arbeitsagenturchef Thomas Besse will anlässlich der bundesweiten Aktionswoche, vom 30. November bis 4. Dezember 2020 das Thema Inklusion durch die öffentliche Diskussion stärker in das Bewusstsein der Gesellschaft rücken.

Auch, wenn die COVID-19-Pandemie Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlässt, konnten seit Jahresbeginn mehr als 20.500 (20.550) Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Leider profitieren nicht alle Personengruppen. Darunter viele Menschen mit Handicap. Dies ist eine so große Gruppe von Menschen, die im Vergleich zu Menschen ohne Behinderung deutlich schlechtere Chancen auf dem regulären Arbeitsmarkt haben. Arbeitsagenturchef Besse weiß: „Unter den arbeitslosen Schwerbehinderten lassen sich viele Fachkräfte finden.

Denn Menschen mit Handicap bringen genauso Kompetenzen und Qualifikationen mit. Und dabei sollte es angesichts der Kluft, die der vermeintliche Mangel an Fachkräften hierzulande aufreißt, keinen Zweifel darangeben, dass alle Fachkräfte eine Chance auf eine gute berufliche Zukunft bekommen. Gleichzeitig können beinahe 2.500 freie Arbeitsstellen in der Seenplatte nicht besetzt werden.“

Für Besse gibt es keinen Zweifel: Jeder Mensch gilt! Und gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource, die unsere Region hat. Diesen Schatz müssen wir hegen, pflegen und manchmal auch erst heben. Das gilt umso mehr für die Menschen mit gesundheitlichem Handicap. Noch immer gelingt es ihnen nicht auf Anhieb, bei der Stellenbesetzung in die engere Wahl zukommen.“

Und weiter sagt der Arbeitsmarktexperte: „Wir brauchen noch mehr Engagement für Menschen mit Behinderung – aus allen Teilen der Gesellschaft!“ Zahlen/Daten/Fakten

  • Während die Zahl der Arbeitslosen in den vergangenen fünf Jahren (gleitender Jahresdurchschnitt) insgesamt um 5.261 oder 31 Prozent gesunken ist, ist sie bei den Schwerbehinderten – im gleichen Zeitraum – um 241 oder 19 Prozent gesunken.
  • Im Oktober 2020 waren im Landkreis Mecklenburgischen Seenplatte 10.960 Männer und Frauen arbeitslos – darunter 1.011 schwerbehinderte Menschen. Das entspricht einem Anteil von 9,2 Prozent.
  • Arbeitslose Schwerbehinderte sind überwiegend ältere Menschen.
  • 6 von 10 arbeitslosen Schwerbehinderten haben eine abgeschlossene Berufsausbildung.
  • Geringere Chancen, Arbeitslosigkeit durch Aufnahme eines Jobs zu beenden.
  • Private und öffentliche Arbeitgeber mit mindestens 20 Arbeitsplätzen (beschäftigungspflichtige Arbeitgeber), sind gesetzlich (SGB IX) verpflichtet, auf mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Arbeitgeber, die dieser Vorgabe nicht nachkommen, müssen eine Ausgleichsabgabe zahlen. Die Höhe dieser Abgabe ist abhängig von der Beschäftigungsquote.

Straßenbauarbeiten auf den B193

An der Bundesstraße B 193 zwischen den Ortslagen Brustorf und Penzlin erfolgen Erneuerungen von 4 Durchlässen in unterschiedlichen Verfahren.

Baubeginn ist am 08.12.2020, die Vollendung der Ausführung ist für den 26.03.2021 geplant.

Die Arbeiten werden bei abschnittsweise halbseitiger Sperrung der Bundesstraße durchgeführt (zeitweiliger Ampelbetrieb).

LKW-Fahrer wurde die Weiterfahrt nach fast 22-Stunden-Arbeitszeit untersagt

Am 27.11.2020 gegen 23:15 Uhr haben die Beamten der Besonderen Verkehrsüberwachung des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Altentreptow eine Verkehrskontrolle an einem Sattelzug mit einem Bagger als Ladung durchgeführt.

Bei der Kontrolle in der Woldegker Straße in Neubrandenburg stellten die Beamten fest, dass die Arbeitszeit des 33-jährigen deutschen Fahrers zu diesem Zeitpunkt, statt der zulässigen 10 Stunden, 21 Stunden und 45 Minuten betrug. Nach erfolgter Belehrung gab der 33-Jährige an, dass er an dem Morgen gegen 01:30 Uhr aus Gützkow losgefahren ist, um in München den Bagger abzuholen. Zum Zeitpunkt der Kontrolle befand er sich wieder auf dem Rückweg nach Gützkow.

Die Beamten untersagten dem 33-jährigen Fahrer die Weiterfahrt nach Gützkow. Erst nach erfolgter Tagesruhezeit von neun Stunden durfte er seine Fahrt fortsetzen. Die Beamten fertigen zudem Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstößen gegen das Arbeitszeitgesetz und Fahrpersonalgesetz.

Hoher Stehlschaden nach Einbruch in Neverin

Am vergangenen Wochenende kam es in der Neubrandenburger Straße in Neverin zu einem Einbruchsdiebstahl in einem landwirtschaftlichen Betrieb.

Bislang unbekannte Täter drangen zunächst gewaltsam in die Werkstatt des Betriebes ein. Außerdem gelangten sie auf gewaltsame Weise in das anliegende Büro, in dem sie sämtliches Inventar durchwühlten. Neben einem Diagnosegerät des Herstellers Auratel im Wert von 2500 EUR wurde zudem ein Winkelschleifer der Marke Dewald sowie diverse weitere Werkzeuge im Wert von ca. 7000 EUR entwendet. Der Schaden wird derzeit auf ca. 10.000EUR geschätzt.

Zur Spurensuche und -sicherung waren die Beamten des Kriminaldauerdienstes Neubrandenburg im Einsatz. Die weiteren Ermittlungen werden durch die Kriminalkommissariatsaußenstelle Friedland geführt. Die Polizei sucht Zeugen. Wer am vergangenen Wochenende in der Neubrandenburger Straße in Neverin verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkt hat, wird gebeten, sich bei der Polizei in Friedland unter der 039601 300 224 oder im Internet unter www.polizei.mvnet.de zu melden.

Corona: Aktuelle Lage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Landrat Heiko Kärger hat weitere Allgemeinverfügungen im Zusammenhang mit der Pandemie erlassen. Eine erste betrifft vier Amtsbereiche im Landkreis, in denen die Infektionszahlen in den letzten 14 Tagen deutlich zugenommen haben: Woldegk, Friedland, Stargarder Land und Amt Seenlandschaft Waren.

In den Schulen der vier genannten Amtsbereiche gilt ab Mittwoch, den 2. Dezember, Maskenpflicht auch im Unterricht für die Schüler ab Klasse 5 und für die Lehrer. Zugleich soll es in diesen Amtsbereichen von Mittwoch an bis zum Beginn der Weihnachtsferien Wechselunterricht an den Schulen geben. Das heißt, es wird in einer Unterrichtswoche jeweils nur die Hälfte der Schüler und Lehrer in der Schule zum Unterricht kommen. Die andere Hälfte ist zur gleichen Zeit im Distanzunterricht. Nach einer Woche wird gewechselt.

Eine weitere Allgemeinverfügung betrifft alle Beruflichen Schulen des Landkreises. Dort wird es ab dem 3. Dezember bis vorerst 8. Januar 2021 keinen Präsenzunterricht geben. Die Auszubildenden werden in den Distanzunterricht gehen. Ausgenommen von dieser Maßnahme sind berufsvorbereitende Bildungsgänge und die Abschlussklassen der Vollzeitbildungsgänge der beruflichen Schulen. „Diese Entscheidung haben wir getroffen, weil es in unseren Berufsschulen ein erhöhtes Infektionspotenzial durch das hohe Pendleraufkommen in und aus dem Landkreis gibt“, erklärte Landrat Heiko Kärger.

„Es ist bisher leider nicht gelungen, die Ausbreitung des Virus im Nordosten unseres Landkreises zu bremsen. Auch im Bereich vom Amt Seenlandschaft Waren nimmt die Zahl der Erkrankten zu“, berichtet der Landrat.

„Allein im Amtsbereich Friedland waren bis Sonntagabend innerhalb von 7 Tagen 50 Menschen erkrankt. Das würde – rein rechnerisch – einem Inzidenzwert von 595 Erkrankungen auf einhunderttausend Einwohner entsprechen. Im Amtsbereich Stargarder Land würde der Wert bei 112 Erkrankten liegen und im Amtsbereich Woldegk würde ein Wert von 93 Erkrankungen auf einhunderttausend Einwohner herauskommen. Das sind deutlich zu viele“, betonte der Landrat.

Er appellierte erneut an alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis, dass sie alles tun mögen, um sich und andere vor Ansteckung zu schützen. „Wer in diesen Tagen auch nur erste Anzeichen einer Erkrankung an sich wahrnimmt, sollte verantwortungsbewusst zu Hause bleiben und seinen Arzt telefonisch kontaktieren“, so Heiko Kärger. Die Ärzte bittet er, besser einmal einen Test zu viel, als einen zu wenig vorzunehmen. „Wir haben leider die Erfahrung machen müssen, dass Menschen trotz typischer Symptome weiter ihrer beruflichen Tätigkeit nachgegangen sind. Die Folge waren weitere Betroffene, vor allem Senioren, Kinder und Arbeitskollegen.“ Grundsätzlich sollte in diesen Zeiten jeder seine persönlichen, direkten Kontakte auf ein Minimum reduzieren, so der Landrat. Damit helfe man sich und anderen und verhindere die weitere Verbreitung des Virus.

11 Mitarbeitende der Pflege im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum positiv getestet

Im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum sind Freitag und Sonnabend 11 Mitarbeitende der Pflege positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden. Davon arbeiten 9 auf einer Station im Nicht-Infektionsbereich.

Die Krankenhausleitung hat alle Anstrengungen unternommen, die Patientenversorgung sicherzustellen. Besonderer Dank gilt dabei den Mitarbeitenden, die sich kurzfristig bereit erklärt haben, in dieser Notsituation auszuhelfen. Nach den jüngsten positiven Testergebnissen von Sonnabend laufen jetzt zahlreiche Tests von Mitarbeitenden und Patienten, die als Kontaktpersonen gelten.

Alle betroffenen Mitarbeitenden und Kontaktpersonen ersten Grades befinden sich in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Landkreises in Quarantäne.

Um jetzt so schnell wie möglich alle Infizierten des Ausbruchs zu finden, wird mehr und in kürzeren Abständen getestet als vom Robert-Koch-Institut empfohlen. Die Betreuung der Patienten ist weiter gesichert.