Hospiz-Arbeit unter schwierigen Corona-Bedingungen

Natürlich bleiben auch die Aktivitäten des Neubrandenburger Dreikönigsvereins von den Auswirkungen der Corona-Beschränkungen nicht unberührt. Das wichtigste Tätigkeitsfeld des Vereins, die stationäre und mobile Hospizarbeit, wird aber selbstverständlich weitergeführt, sagte Rainer Prachtl, der Vorsitzende des Vereins. So seien im vergangenen halben Jahr 60 Gäste des Hospizes in der Lindenstraße sowie Menschen in ihren Wohnungen oder im Heim betreut worden.

„Mein Dank gilt allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern unseres Hospizes, die unter den schwierigen Bedingungen Menschen auf ihrem letzten Weg des Lebens begleitet und den Angehörigen beigestanden haben“, sagte Prachtl. Auch in den kommenden Monaten können sich Betroffene natürlich jederzeit an das Hospiz wenden.

Die traditionelle große Abendveranstaltung des Vereins zum Dreikönigstag am 6. Januar 2021 muss allerdings abgesagt werden. „Wir haben lange mit uns gerungen, weil der Benefizabend seit unserer Gründung 1991 zu unserer Tradition gehört. Angesichts der Corona-Lage und der berechtigten Forderungen für Großveranstaltungen sehen wir aber keine andere Möglichkeit“, sagte Prachtl. Zu den Veranstaltungen kommen jeweils 600 bis 700 Gäste. Er geht aber davon aus, dass der Dreikönigstag am 6. Januar 2022 wieder würdig in Neubrandenburg gefeiert werden kann. Prachtl würde sich freuen, wenn dann der Publizist und Moderator Peter Hahne, der als Festredner für 2021 zugesagt hatte, in Neubrandenburg begrüßt werden könne.

Auch der beliebte Philosophische Gesprächskreis des Vereins kann zurzeit nicht durchgeführt werden. Ebenso nicht die regelmäßigen Ökumenischen Andachten in der Kapelle des Neubrandenburger Hospizes. „Da beide Veranstaltungen in der Regel sehr gut besucht sind, könnten wir die erforderlichen hygienischen Maßnahmen nur schwer umsetzen“, bittet Rainer Prachtl um Verständnis.

Auf jeden Fall soll es 2021 aber wieder einen Siemerling-Preisträger geben. Der Sozialpreis wird alljährlich durch das Kuratorium der Dreikönigsstiftung ausgewählt. Bislang wurde die feierliche Preisvergabe im Februar beziehungsweise März vollzogen. Für 2021 ist die Zeremonie nun für Juni vorgesehen, so dass die Veranstaltung, sollte es die Situation erfordern, auch im Freien stattfinden könnte. Die Ausschreibung für den Siemerling-Preis 2021 erfolgt rechtzeitig über die Medien beziehungsweise über die Internetseite des Dreikönigsvereins.

„Wir hoffen, dass wir spätestens mit dem Christophorus-Fest im Juli kommenden Jahres mit unseren öffentlichen Veranstaltungen wieder neu durchstarten können“, sagte Prachtl. Da der Verein insbesondere für die Aufrechterhaltung der Hospizarbeit sowie für die Organisation der Jugendreisen nach Israel auf Spenden angewiesen ist, würde sich Rainer Prachtl freuen, wenn möglichst viele Sympathisanten und Unterstützer den Dreikönigsverein trotz der ausgefallenen beziehungsweise verschobenen Aktivitäten weiterhin unterstützen würden. „Trotz aller Probleme werden wir natürlich weiterhin allen Menschen auf ihrer schwierigsten Etappe des Lebens zur Seite stehen. Ebenso werden wir Verwandten und Freunden bei der Bewältigung der Trauer stets eine Schulter zum Anlehnen anbieten“, sagte Prachtl.

Spendenkonto: Dreikönigstiftung, IBAN: DE79 1505 0200 3010 4344 47, BIC: NOLADE21NBS.