Betrüger versuchen es mit perfider Masche – Angehöriger soll Corona haben und benötigt ärztliche Hilfe

Am 21.10.2020 wurde eine perfide Bezugsmasche in Bezug auf Corona bei der Polizei in Neubrandenburg angezeigt. Nach bisherigen Erkenntnissen haben die Täter diesen Betrugsversuch seit Wochen geplant.

Vor ca. vier Wochen bekam eine 81-jährige Neubrandenburgerin einen Anruf von einer ihr unbekannten männlichen Person. Der Mann stellte sich als Dr. Klein aus der Hygieneklinik in Berlin vor und fragte die Dame nach ihren Wohnverhältnissen. Sie gab an, alleine zu wohnen und Kinder zu haben. Als der angebliche Dr. Klein auch nach den Wohnverhältnissen der Kinder fragte, wurde die Dame misstrauisch und beendete das Telefonat.

Am Nachmittag des 21.10.2020 erhielt die 81-Jährige erneut einen Anruf von einer ihr unbekannten männlichen Person. Dieser stellte sich als Professor des Neubrandenburger Klinikums vor und gab an, dass ihre Tochter schwer an Covid-19 erkrankt sei und aufgrund der Schwere der Krankheit nach Berlin zur Charité geflogen werden müsse. Der angebliche Professor gab weiter an, dass die Kosten für den Transport sowie die Behandlung von der Krankenkasse zwar übernommen werden, aber die Kosten für die Verabreichung eines zwingend erforderlichen Medikaments nicht übernommen werden.
Da die 81-Jährige erst wenige Stunden zuvor mit ihrer kerngesunden Tochter telefoniert hat, beendete die Dame auch in diesem Fall das Telefonat.

Die Polizei hat eine Strafanzeige wegen des versuchten Betruges aufgenommen. Wir bitten um Vorsicht. Wie in dem hiesigen Fall ersichtlich, nutzen die Betrüger verschiedene Maschen und bleiben erfinderisch, um über vorgetäuschte Notlagen an die persönlichen Daten und schlussendlich an das Geld der Bürger*innen zu kommen.