Azubi-Mangel in der Baubranche

Bauboom trifft auf Nachwuchs-Mangel: Zu Beginn des neuen Lehrjahres ist im Kreis Mecklenburgische Seenplatte ein Großteil der Ausbildungsplätze am Bau unbesetzt. Darauf weist die IG BAU unter Berufung auf aktuelle Zahlen der Arbeitsagentur hin. Von 128 ausgeschriebenen Plätzen im Landkreis waren noch 81 zu vergeben.

Bereits im vergangenen Jahr waren zum selben Zeitpunkt
56 Prozent aller Ausbildungsplätze im Bauhauptgewerbe unbesetzt.
Nur wenn die Arbeitsbedingungen auf Baustellen attraktiver würden, könne die Branche künftig Schulabgänger gewinnen, so die Gewerkschaft.

In der laufenden Tarifrunde fordert die IG BAU deshalb ein monatliches Einkommensplus von 100 Euro für alle Azubis. Außerdem soll die lange, meist unbezahlte Fahrerei zur Baustelle entschädigt werden, um die Arbeit attraktiv zu halten – auch gegenüber anderen Branchen, in denen weit weniger gependelt wird.