Versuchter Raub zum Nachteil einer 82-jährigen Rentnerin

Am Mittwochvormittag, 05.08.2020, gegen 10:00 Uhr ist es zu einem versuchten Raub in der Kirschenallee in Neubrandenburg gekommen. Eine Zeugin hatte den Vorfall beobachtet und die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg informiert und den Tatverdächtigen beschrieben. Sofort kamen mehrere Funkstreifenwagen des Polizeihauptreviers Neubrandenburg zum Einsatz.

Nach bisherigen Erkenntnissen ist die 82-jährige deutsche Rentnerin in der Kirschenallee aus dem Bus gestiegen und wollte in Richtung des Langen Heinrich gehen. Dabei trug sie ihre Handtasche über der Schulter. Ein zu diesem Zeitpunkt unbekannter Tatverdächtiger kam der 82-Jährigen entgegen und versuchte, ihr die Handtasche zu entreißen. Dabei zerrte er so stark an ihr, dass sie nach vorne stürzte. Die Dame wurde leicht verletzt mit dem Rettungswagen in das Neubrandenburger Klinikum gebracht. Die Handtasche konnte er der Dame nicht entreißen. Er flüchtete stattdessen in Richtung Tankstelle.

Insgesamt acht Funkstreifenwagen des Polizeihauptreviers Neubrandenburg, des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Altentreptow und des Kriminalkommissariats Neubrandenburg waren bei der Verfolgung des Tatverdächtigen beteiligt. Der flüchtige Täter wurde beobachtet, wie er über das Tankstellengelände, dann über die Neustrelitzer Straße in das angrenzende Waldgebiet lief.

Den Beamten ist es nach umfangreichen Fahndungsmaßnahmen gelungen, den Tatverdächtigen zu stellen. Er lag im Gras und versuchte so sich vor der Polizei zu verstecken. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 26-jährigen ghanaischen Staatsangehörigen. Er wurde vorläufig festgenommen und zum Polizeihauptrevier Neubrandenburg verbracht. Durch die Beamten des Kriminaldauerdienstes Neubrandenburg erfolgt derzeit die Beschuldigtenvernehmung und erkennungsdienstlichen Behandlung des 26-jährigen polizeibekannten Neubrandenburgers. Im Anschluss wird in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg der weitere Verfahrensweg besprochen.