Ruhestörung endet mit Bedrohung und Widerstand gegen Polizeibeamte

Am Donnerstag, 25.06.2020, gegen 03:00 Uhr wurden die Beamten des Polizeireviers Friedland aufgrund einer nächtlichen Ruhestörung in die Wollweberstraße in Friedland gerufen.

Die Beamten konnte vor Ort die Wohnung eines 35-jährigen Deutschen ermitteln, aus der laute Musik schallte. Nach mehrfachem Klingeln und Klopfen öffnete der sichtbar alkoholisierte Mieter die Tür. Nach einer rechtlichen Belehrung willigte der 35-Jährige widerwillig ein, die Musik leiser zu stellen. Er versuchte die Wohnungstür zu schließen, was aber misslang, da am Boden liegende Kleidung zwischen Tür und Zarge klemmte. Der Mann zog sich dann in seine Wohnung zurück, während die Beamten im Hausflur warteten. Da die Musik nicht leiser gestellt wurde, riefen die Beamten den Mann erneut. Plötzlich kam dieser mit einem Beil in der Hand auf die Beamten zu und forderte sie in aggressiver Weise auf doch zu kommen, wenn sie was von ihm wollen.

Die Beamten zogen sich zurück nach draußen und forderten weitere Kollegen zur Unterstützung an. Nur wenige Zeit später erschien der Beschuldigte leicht bekleidet und unbewaffnet draußen vor dem Hauseingang. Er kam erneut mit erhobenen Fäusten auf die Beamten zu. Ein Beamter setzte daraufhin Pfefferspray gegen den Beschuldigten ein. Anschließend wurde er mit einfacher körperlicher Gewalt zu Boden gebracht, gefesselt und in Gewahrsam genommen.

Da der Beschuldigte einen Atemalkoholtest ablehnte, erfolgte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg die Blutprobenentnahme. Hierzu wurde er ins Neubrandenburger Klinikum verbracht. Während der Maßnahmen im Krankenhaus leistete der Beschuldigte erneut heftigen Widerstand, bedrohte und beleidigte die eingesetzten Beamten. Der Beschuldigte wurde in der weiteren Folge erneut zu Boden gebracht. Dabei zog sich der Beschuldigte eine leichte Schürfwunde am Kopf zu, die ärztlich versorgt wurde.

Nach Abschluss der Maßnahmen verblieb der Beschuldigte aufgrund richterlicher Anordnung im Polizeigewahrsam. Die eingesetzten Beamten blieben bei dem Einsatz unverletzt. Die Ermittlungen gegen den 35-Jährigen wegen Bedrohung, Beleidung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte wurden aufgenommen.

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