MV-Gipfel diskutiert weitere Lockerungen

In Schwerin haben am Dienstag Beratungen der Landesregierung im Rahmen des MV-Gipfels mit Vertretern der Wirtschaft, der Kommunen, der Gewerkschaften und der Sozialverbände des Landes stattgefunden. Im Ergebnis sind weitere Lockerungen besprochen worden. „Wir haben uns auf den ersten und auch maßvollen Schritt in Richtung Tagestourismus verständigt. Wir wollen Busreisen für Tagesgäste wieder ermöglichen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Dienstag im Anschluss an die Sitzung. Die Regelungen gelten spätestens ab 10. Juli.

Abstandsregel fällt in Reisebussen

Generell entfällt in Reisebussen die 1,5 Meter Abstandsregel. „Umso wichtiger ist es, während der Reise die Mund-Nase-Bedeckungen zu tragen. Die Reisebusunternehmen sind verpflichtet, entsprechende Kontaktlisten ihrer Fahrgäste vorzuhalten. Im Ernstfall können so Infektionsketten besser und vor allem schneller nachvollzogen werden“, erläuterte Glawe weiter.

Sperrstunde in Gastronomieeinrichtungen bis 2 Uhr morgens

Darüber hinaus wird die Sperrstunde in Gastronomiebetrieben weiter verlängert. „Im Geschäftsbetrieb bei Gaststätten ist eine Öffnung grundsätzlich bis zwei Uhr möglich. Für Familienfeiern in Gaststätten gilt keine Sperrstunde. Das ist ein wichtiges Signal an die Branche und für Einheimische und Gäste, den Aufenthalt in Restaurants und Kneipen bei uns im Land ohne zeitlichen Druck genießen zu können“, so Gesundheitsminister Glawe weiter. Auch in Einrichtungen wie Bürgerbegegnungsstätten und Gemeindezentren dürfen wieder Familienfeiern auch mit Essen und Trinken stattfinden.

Buffet ist wieder möglich

Buffets sollen wieder bei Feiern sowie in der Hotellerie und Gastronomie möglich sein. „Das schafft Erleichterung im Alltag für Mitarbeiter und Gäste gleichermaßen. Wichtig ist es: Im gesamten Buffetbereich gilt grundsätzlich die Maskenpflicht für Gäste und Mitarbeiter – nur bei Familienfeiern kann für Gäste hierauf verzichtet werden“, erläuterte Glawe.

Spezialmärkte dürfen öffnen

Das Betreiben von Spezialmärkten, Floh- und Trödelmärkten sowie ähnlichen Märkten ist erlaubt. „Die Betreiber müssen ein einrichtungsbezogenes Hygienekonzept erstellen. Die Angebote sollen nach Möglichkeit im Freien stattfinden und das Gelände ist durch eine Absperrung abzugrenzen“, sagte Glawe. Zum Zweck der Nachverfolgung von Infektionen mit COVID-19 müssen Besucherinnen und Besucher in einer Tagesanwesenheitsliste erfasst werden. Eine Begrenzung der Besucherzahlen erfolgt durch Einlasskontrollen.

Auch im Urlaub an Regeln halten

Minister Glawe machte abschließend deutlich: „Wir sind weiter das Bundesland mit den bundesweit niedrigsten Infektionszahlen. Dennoch gilt: Hygiene, Abstand und Masken gehören weiter zu unserem Alltag. Auch wenn weitere Lockerungen ermöglicht werden, geht es darum, verantwortungsvoll miteinander umzugehen. Gerade im Urlaub geht es darum, auf sich zu achten und somit auch andere zu schützen. Ziel ist es, bei allen gemeinsamen Bemühungen einen Anstieg der Infektionszahlen zu verhindern, um das Corona-Virus bestmöglich einzudämmen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend. Neben Mecklenburg-Vorpommern sind Sommerferien in Brandenburg, Berlin und Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.

Rauchmelder – Nachhaltigkeit und Entsorgung

Foto: VZMV

In Deutschland besteht eine Rauchmelder-Pflicht. Jeder Haus- und Wohnungseigentümer ist verpflichtet, in der eigenen und auch in seinen vermieteten Wohnungen und Häusern Rauchwarnmelder zu installieren. Was allerdings nicht einheitlich geregelt ist, sind die in den Geräten zu verwendenden Energiequellen, welche nach der Entsorgung eventuell störende Geräusche verursachen können.

Oftmals werden Geräte mit Energiequellen betrieben, die nicht auswechselbar sind. Die alten Rauchmelder müssen dann nach Ende der Laufzeit komplett entsorgt werden. Das ist zum einen nicht nachhaltig und zum anderen können demontierte Geräte, unter Umständen, störende Geräusche verursachen.

Der unangenehme Warnton kann durch Staub, Dampf, Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit ausgelöst werden. Selbst nach der Entsorgung, welche fachgerecht beim Sondermüll erfolgen sollte, kann es passieren, dass das Gerät die schrillen Fehlalarmtöne noch in der Mülltonne von sich gibt. Das kann unter Umständen auf Bewohner im näheren Umfeld störend wirken. Rauchmelder mit auswechselbaren Batterien verhindern dieses Problem nach der Entsorgung. Denn ohne Energie können auch keine störenden Geräusche entstehen. Vorausgesetzt die Batterien wurden vor Entsorgung des Gerätes entfernt.

Die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern empfiehlt, bei der Anschaffung eines neuen Rauchmelders auf die Nachhaltigkeit sowie das Qualitätssiegel „Q“ zu achten. Rauchmelder mit auswechselbaren Batterien haben eine längere Lebensdauer, sind nach der Entsorgung nicht anfällig für Fehlalarme und müssen auch nicht komplett mit Gehäuse und Energiequelle entsorgt werden.

Die Unternehmen im Land zeigen hohe Ausbildungsbereitschaft zur Corona-Zeit

Gute Nachrichten für alle Auszubildenden und Jugendlichen, die bald eine Lehre beginnen wollen: Trotz der momentanen Corona-Situation ist die Ausbildungsbereitschaft der IHK-Ausbildungsbetriebe im Land ungebrochen hoch. Wie aus einer aktuellen Blitz-Ausbildungsumfrage der Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern hervorgeht, führten 80 Prozent der befragten Unternehmen ihre Berufsausbildung organisatorisch unverändert im Unternehmen fort, während ein Fünftel mobiles Lernen praktizierte.

Überdies wollen rund 60 Prozent der antwortenden Unternehmen ihre Auszubildenden nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Berufsausbildung übernehmen. Die für eine Nicht-Übernahme genannten Gründe resultieren u.a. daraus, dass eine Übernahme nicht ansteht, da lediglich Auszubildende im ersten und zweiten Lehrjahr beschäftigt sind, dass die Auszubildenden in einen anderen Betrieb wechseln, dass sie einen weiteren Beruf erlernen oder ein Studium beginnen wollen bzw. im Unternehmen keine freien Stellen vorhanden sind.

Und: 80 Prozent der Befragten hatten für dieses Jahr geplant, Auszubildende einzustellen. „Das ist ein starkes Signal für die berufliche Zukunft vieler junger Menschen in unserem Land“, freut sich Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der geschäftsführenden IHK der Landesarbeitsgemeinschaft über diese positiven Zahlen. „Dass vier von fünf Unternehmen eine hohe Ausbildungsbereitschaft zeigen, hängt auch mit der Tatsachse zusammen, dass gerade kleine Betriebe nur alle drei Jahre jeweils einen Auszubildenden einstellen“, so Haasch weiter.

An der Blitz-Ausbildungsumfrage hatten sich insgesamt 206 IHK-Ausbildungsbetriebe beteiligt. „Unsere Betriebe wissen, dass sich das Problem der fehlenden Fachkräfte auch nach der Corona-Zeit fortsetzen und ein Risiko für ihre weitere wirtschaftliche Entwicklung bleiben wird. Mit der Dualen Berufsausbildung sichern sie sich jedoch den Fachkräftebedarf von morgen“, betonte Haasch.

Weitere Ergebnisse dieser Umfrage besagen: Berufsschulunterricht und Rekrutierungsmethoden werden sich über kurz oder lang nachhaltig verändern. „Mobiles Learning“ gewinnt zunehmend an Bedeutung, weil es Berufsausbildung in den Wochen des Lockdowns sichergestellt hat. Und: Neben persönlichen Bewerbungsgesprächen gibt es künftig auch mehr Telefon- und Videointerviews, um neue Auszubildende einzustellen. Diese Formen wurden seit Beginn der Corona-Pandemie von rund 20 Prozent der Firmen eingesetzt.

Corona-Listen: Gästedaten nicht offen zugänglich aufbewahren

Den Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit erreichen derzeit viele Beschwerden, in denen die Erhebung personenbezogener Daten anlässlich der Corona-Pandemie kritisiert wird. Hierzu erklärt der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Heinz Müller: „Die in der Verordnung der Landesregierung angeordnete Erhebung von Kontaktdaten ist derzeit noch unumgänglich, um die Corona-Pandemie durch die Rückverfolgung von Infektionsketten weiter einzudämmen. Hierbei sind allerdings mehrere Dinge zu beachten.

Zulässig ist nur die Erhebung von Kontaktdaten, nicht auch die Erhebung von Gesundheitsdaten. Fragen etwa nach Atemwegsproblemen sind tabu, wobei an dieser Stelle für Betriebe im Heilmittelbereich und der Körperpflege enge Ausnahmeregelungen greifen. Die erhobenen Kontaktdaten dürfen nur für den Zweck der Rückverfolgung und nicht etwa auch für Werbezwecke verarbeitet werden. Die Daten sind vertraulich zu behandeln, für Dritte einsehbare Listen scheiden daher aus. Und die Daten sind nach vier Wochen zu vernichten, zum Beispiel, indem die ausgefüllten Formulare durch den Schredder gejagt werden.“

Damit Datenschutz und Infektionsschutz nicht gegeneinander ausgespielt werden können, habe seine Behörde auf ihrer Webseite eine Reihe von praktischen Hinweisen veröffentlicht. Gastwirte, Veranstalter, Friseure und Fitnessstudios finden dort unter anderem Muster für die Datenerhebung auf Einzelblättern oder in Listen. „Diese Listen dürfen allerdings nicht offen herumliegen“, sagt Müller. „Sie müssen von einer Servicekraft ausgefüllt werden.“

Der Landesbeauftragte empfiehlt, die Gästedaten in Papierform zu erfassen und aufzubewahren. Eine automatisierte Verarbeitung führe zu mehr Aufwand bei der Erfüllung datenschutzrechtlicher Vorgaben. Müller: „Wir versuchen, es allen Beteiligten so leicht wie möglich zu machen, sich an das geltende Recht zu halten. Wer sich nicht daran hält, muss mit Sanktionen rechnen.“

Einbruch in Getränkehandel in Friedland

Am 29.06.2020 gegen 23:00 Uhr meldete eine Hinweisgeberin der Polizei in Friedland einen Einbruch in einen Getränkehandel in der Rudolf-Breitscheid-Straße in Friedland.

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen konnte die Hinweisgeberin gegen 23:00 Uhr aus ihrer Wohnung heraus das Klirren einer Scheibe und einen plötzlichen Schrei hören. Bei einem Blick aus dem Fenster konnte sie niemanden sehen, musste aber im Anschluss feststellen, dass bislang unbekannte Täter die Schaufensterscheibe eines Getränkehandels gewaltsam zerstört und offenbar versucht haben aus der Auslage Tabakwaren zu entwenden. Die alarmierten Beamten des Polizeireviers Friedland haben umgehend Fahndungsmaßnahmen aufgenommen. Im Zuge dessen konnten allerdings keine Tatverdächtigen angetroffen werden.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt geht die Polizei davon aus, dass ein bislang unbekannt gebliebener Zeuge auf den Einbruch aufmerksam geworden ist und die Täter durch einen lauten Schrei vertrieben hat. Folglich ist es zu keinem Stehlschaden gekommen. Der Sachschaden beträgt ca. 700 EUR.

Der Kriminaldauerdienst Neubrandenburg war zur Spurensuche und -sicherung im Einsatz. Die Ermittlungen zum Sachverhalt wurden in der Kriminalkommissariatsaußenstelle in Friedlang aufgenommen. Die Polizei bittet Zeugen und insbesondere die Person sich zu melden, die den/die Täter offenbar vertrieben hat. Hinweise nimmt die Polizei in Friedland unter der Telefonnummer 039601 300 224 entgegen.

#prinziphoffnung – PODCAST Folge zwei aus dem Marstall Neustrelitz

Foto: Lars Scheibner, Deutsche Tanzkompanie Neustrelitz

#prinziphoffnung ist online: Schauspieldirektorin Tatjana Rese im Gespräch mit Lars Scheibner, Künstlerischer Leiter der Deutschen Tanzkompanie Neustrelitz. https://www.youtube.com/watch?v=MIYzct5r5P4 (Aufgezeichnet am 14. Mai 2020)

Lars Scheibner, 1976 in Leningrad, heute St. Petersburg / Russland geboren, war von 1995 – 2006 Tänzer und ist heute Choreograph und Regisseur. Im Januar 2016 übernahm er die künstlerische Leitung der Deutschen Tanzkompanie in Neustrelitz.

#prinziphoffnung erscheint 14-tägig als Video-Podcast und Audio-Podcast online unter www.theater-und-orchester.de

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Betrunkener Fahrer flüchtet nach Leitplanken-Crash

Aufmerksame Zeugen beobachten am 29.06.2020, 19.30 Uhr einen PKW Kia, welcher in Schlangenlinien die L341 aus Göhren kommend in Fahrtrichtung Woldegk befuhr.

Aufgrund der angenommenen Fahruntauglichkeit des Fahrzeugführers wurde umgehend die Polizei informiert. Der Fahrzeugführer verließ zunächst den PKW, konnte allerdings in der weiteren Folge angetroffen werden. Ein Atemalkoholtest ergab bei dem 64-Jährigen Deutschen einen Wert von 2,96 Promille.

Der zuvor geführte PKW wies bei der Kontrolle frische Unfallschäden auf. Laut Spurenlage kam der Fahrzeugführer vermutlich auf gerader Strecke nach links von der Fahrbahn ab und streifte fast 10 Meter Schutzplanke derartig, dass sich Fahrzeugteile in der Planke verkeilten.

Es entstand ein Gesamtschaden von 2200,-EUR Nachdem eine Blutprobenentnahme im Klinikum Neubrandenburg erfolgte, wurde der Führerschein des Mannes beschlagnahmt. Die Ermittlungen zur Unfallursache, der Gefährdung des Straßenverkehrs unter Alkoholeinfluss, sowie des unerlaubten Entfernens von der Unfallstelle wurden eingeleitet.