Polizeieinsatz anlässlich mehrerer „Montagsspaziergänge“ im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Am Montag, 25.05.2020, führte die Polizeiinspektion Neubrandenburg anlässlich mehrerer sogenannter „Montagsspaziergänge“ einen Polizeieinsatz mit 170 eigenen und unterstellten Kräften der Landesbereitschaftspolizei durch. Wie in den vergangenen zwei Wochen fanden im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Neubrandenburg mehrere Montagsspaziergänge statt.

Die einzig ordnungsgemäß angemeldete Versammlung fand in Friedland statt. An dieser Versammlung nahmen sieben Personen teil. Die Versammlung verlief störungsfrei und wurde um 19:25 Uhr beendet. In Malchow versammelten sich 25 Personen zu einem Spaziergang, wobei sich hier ein verantwortlicher Versammlungsleiter gegenüber der Polizei zu erkennen gegeben hat. Im Anschluss an ein Kooperationsgespräch zwischen der Polizei und dem Versammlungsleiter haben sich die Teilnehmer unter Einhaltung der vereinbarten Auflagen zu einem Aufzug durch die Stadt begeben.

In Neubrandenburg nahmen ca. 270, in Neustrelitz 16, in Waren ca. 90 und in Demmin ca. 60 Personen an nicht angemeldeten Montagsspaziergängen teil. Alle Versammlungen wurden durch Polizeikräfte begleitet. Insbesondere in Neubrandenburg mussten zur Absicherung des Aufzuges kurzzeitige Straßensperrungen an den Kreuzungen des Friedrich-Engels-Rings und in der Innenstadt eingeleitet werden.

Die Polizei hat in allen genannten Städten die Versammlungsteilnehmer mittels konsequenter und stetiger Lautsprecherdurchsagen angesprochen und zur Einhaltung der Abstandsregelungen hingewiesen. Alle Stadtspaziergänge wurden letztlich ohne besondere Vorkommnisse beendet.

Lediglich am Rande des Montagsspazierganges in Neubrandenburg hatten sich gegen 19:20 Uhr zwei Personen in Sichtweite der Marschroute des Montagsspazierganges an den Gehweg gestellt und ein Plakat mit dem Tenor „Nationalismus ist keine Alternative. Die befreite Gesellschaft schon.“ entrollt.