Das Warten endlich beendet: Öffnung des Specker-Horst-Radweges

Nach rund drei Monaten Bau- und Wartezeit endlich offen. Distriktleiterin Johanna Pump zerschneidet symbolisch das Absperrband. (Foto: Armin Liese)

Ab sofort ist der Specker-Horst-Weg zwischen Schwarzenhof und Boek für Radfahrer wieder frei. Nach einer grundlegenden Sanierung wurde heute die Sperrung des wichtigsten Radweges im Müritz-Nationalpark beendet.

Es gibt keinen Tag im Jahr, an dem nicht mindestens ein Radfahrer den Weg nutzt – sogar an Weihnachten und Silvester. Jährlich kommen die Zählanlagen auf rund 60.000 Radfahrer. Der Specker-Horst-Radweg ist mit Abstand der am meisten befahrene Radweg im Müritz-Nationalpark. Doch für die notwendige Sanierung musste er gesperrt werden.

Die Arbeiten starteten im Februar und wurden durch Corona ausgebremst. Trotzdem gelang es bis Anfang April den Unterbau und auch die Deckschicht aufzutragen. Diese mussten sich aber vor der Nutzung mit Niederschlagswasser setzen und verdichten, sonst zerstören die Fahrradreifen die lockere Oberfläche. Daher hofften alle Beteiligten auf Regen, der nach langem Warten endlich kam.

Eine Delegation von Mitarbeitern, coronabedingt ohne Prominenz, nahm den Weg unter die Räder und befand ihn für gut. (Foto: Ulrich Meßner)

Im Müritz-Nationalpark wird für den Radwegebau Brechsand benutzt. Dieser hat etliche Vorteile: Im Gegensatz zu Asphalt ist dieses Material flexibel, passt sich ins Landschaftsbild wesentlich besser ein und hält deutlich länger als der konventionelle Bau mit einer Teerdecke. Das liegt vor allem an der Dynamik des Untergrundes und der Wurzelaktivität im Wald.

„Die einstige Skepsis gegenüber ‚Sandwegen‘ hat sich mittlerweile zu einer starken Überzeugung gewandelt. Brechsand ist für unsere Radwege im Schutzgebiet perfekt geeignet, kostengünstig und viel länger haltbar als Teerdecken. Davon kann sich jeder Besucher überzeugen“, so der Leiter des Nationalparks.

„Ganz besonders möchte ich allen Kollegen danken, die hier mit Hand, Herz, Schaufel und Maschine zu diesem perfekten Ergebnis beigetragen haben, denn erstmalig wurde durch unsere eigenen Mitarbeiter ein Weg in diesem Umfang gebaut. Wir haben mit diesem Großprojekt bewiesen, dass wir nicht nur reparieren, sondern auch neu bauen können. Darauf können wir zu Recht stolz sein“, so der Amtsleiter Ulrich Meßner.