Festspielsommer findet bis 31.08. nicht statt

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern präsentieren Alternativprogramm

Nach den durch die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig am 7. Mai 2020 bekannt gegebenen behördlichen Vorgaben können sämtliche Konzertveranstaltungen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern im Festspielsommer 2020 bis zum 31. August aufgrund der anhaltenden Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie nicht wie geplant stattfinden.

Intendant Dr. Markus Fein: „Diese Entwicklung trifft uns hart. Gleichzeitig wollen und werden wir unseren Beitrag leisten, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Die Gesundheit der Künstlerinnen und Künstler, des gesamten Teams und natürlich unserer Festspielgäste steht für uns an höchster Stelle. Aufgrund der anhaltenden und nötigen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie ist der bisher geplante Festspielsommer nicht durchführbar. Die wichtigste Botschaft lautet aber: Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern werden auch in 2020 stattfinden – nur eben anders und unter anderen Vorzeichen. Auf keinen Fall werden wir den Festivaljahrgang 2020 sang- und klanglos ausfallen lassen.“ Als Reaktion haben die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern umfangreiche Maßnahmen beschlossen, um den Menschen im Nordosten dennoch kulturelle Höhepunkte in diesem und den kommenden Jahren bieten zu können.

Erstmals in ihrer 30-jährigen Geschichte werden die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern einen Festspielwinter mit vielen attraktiven Konzerten veranstalten. Zu den geplanten Advents- und Neujahrskonzerten kommen neue, zusätzliche Termine hinzu, für die Weltstars wie Rudolf Buchinder, Iveta Apkalna und Martynas Levickis gewonnen werden konnten. Alle diese Konzerte werden bereits unter Corona-Pandemie-Vorgaben geplant. Der allgemeine Vorverkaufsstart dafür ist für den 4. September geplant.

Zudem können einige der geplanten Konzerte trotz der international tätigen Künstlerinnen und Künstler und einem entsprechenden schwierigen Zeitplan in den Festspielsommer 2021 verschoben werden, darunter besondere Projekte wie das geplante Konzert im Ostseestadion und die Konzerte von Ute Lemper oder Ulrich Tukur.

Zum dritten werden die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern in diesem Sommer unter dem Titel „30-mal anders“ Konzertangebote schaffen, um Musik in den Nordosten zu bringen. Als Startschuss wird am Eröffnungswochenende des ursprünglich geplanten Festspielsommers für alle Festspielbesucher und -besucherinnen sowie Interessierte kostenlos ein digitales Festspielwochenende im Internet stattfinden.

Beim sogenannten „Netzspielsommer“ werden Live-Konzerte, Grußbotschaften der Festspielpreisträgerinnen und -träger, Gespräche sowie Film- und Konzertaufnahmen aus den Schätzen des Festspielarchivs gezeigt. Weitere Konzerte, die auch mit den anhaltenden Einschränkungen möglich sind, werden folgen. Dr. Markus Fein: „In unserem Jubiläumsjahr möchten wir diesem wunderbaren Bundesland etwas zurückgeben. Bei „30-mal anders“ werden wir Künstlerinnen und Künstler in einer Art und Weise zu unserem Publikum bringen, bei der die Gesundheit aller Beteiligten geschützt bleibt und trotzdem unvergessliche Konzerterlebnisse entstehen werden.“

Bitte beachten Sie: Über die nach dem 31. August geplanten Konzerte bis einschließlich 12. September wird nach Lage bis zum 31. Juli entschieden. Bis dahin werden die Konzerte nach dem 31. August von uns weiter vorbereitet und finden nach heutigem Stand statt.
Die Residenz von Martynas Levickis als Preisträger in Residence wird im Jahr 2023 nachgeholt.

Für die entfallenden Konzerte bieten die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern ihren Besucherinnen und Besuchern drei Wahlmöglichkeiten an: Sämtliche Kartenkundinnen und -kunden können einen Gutschein in Anspruch nehmen. Darüber hinaus haben Kunden und Kundinnen die Möglichkeit, einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zu leisten. In diesem Modell spenden Kundinnen und Kunden mindestens 25 Prozent des Nettokartenpreises, erhalten dafür eine abzugsfähige Spendenbescheinigung sowie den Restbetrag per Banküberweisung erstattet. Außerdem bekommen sämtliche Kunden und Kundinnen die Möglichkeit, sich den kompletten Nettokartenpreis erstatten zu lassen.

Dr. Markus Fein: „Trotz Ausgabenstopp, trotz Kurzarbeit aller Festspielmitarbeiter und -mitarbeiterinnen, trotz Reduzierung der Ausgaben durch einen Ausfall vieler Konzerte bleibt eine Finanzlücke von einer Million Euro zu schließen – bitte beteiligen Sie sich am privaten Rettungsschirm der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, der von unseren Festspielfreunden, unseren Sponsoren und unserem Publikum gemeinsam aufgespannt werden soll. Wir hoffen sehr, dass wir mit unserem Vorgehen eine gute Lösung gefunden haben, Sie unsere Gedanken nachvollziehen können und Sie uns auf unserem Weg weiter unterstützen. Das gesamte Team der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern sagt von Herzen ‚Danke‘!“