Zwei alkoholisierte Pkw-Fahrerinnen in Neubrandenburg gestoppt

Am Dienstag, 28.04.2020, gegen 23:00 Uhr wurden die Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg im Rahmen der Streife auf dem Friedrich-Engels-Ring auf Höhe der Fritz-Reuter-Straße auf einen Pkw BMW aufmerksam, der auffällig langsam fuhr. Nachdem das Fahrzeug an einer roten Lichtzeichenanlage nur sehr verzögert anfuhr, entschlossen sich die Beamten dem Fahrzeug, das nur mit der Fahrerin besetzt war, zu folgen.

In der weiteren Folge fuhr die Fahrerin deutliche Schlangenlinien und mit verminderter Geschwindigkeit den Friedrich-Engels-Ring entlang. Dabei überfuhr sie mehrmals die Fahrspurbegrenzungen. Die Beamten folgten der Fahrerin über die Pferdemarktkreuzung bis in die Demminer Straße stadtauswärts, wobei sich den Beamten der Verdacht aufdrängte, dass die Fahrerin einem vorausfahrenden, ebenfalls auffallend langsam fahrenden Pkw Audi, folgte.

Um sowohl den Pkw BMW als auch den Pkw Audi einer Verkehrskontrolle zu unterziehen, wurde eine weitere Funkwagenbesatzung hinzugerufen.
Der Pkw BMW wurde dann in der Demminer Straße in Höhe der Usedomer Straße in einer Bustasche zur Kontrolle angehalten. Bei der Fahrerin handelte es sich um 31-jährige Deutsche. Bei der Ansprache bemerkten die Beamten starken Alkoholgeruch und eine verwaschene Aussprache. Einen Atemalkoholtests lehnte die Frau konsequent ab und verhielt sich den Beamten gegenüber unkooperativ.

Nach der erfolgten Rechtsbelehrung sollte die Frau zur Blutprobenentnahme ins Neubrandenburger Klinikum gebracht werden. Da sie sich weigerte und sich versuchte aus den Griffen der Beamten zu lösen, mussten ihr unter dem Einsatz einfacher körperlicher Gewalt die Handfesseln angelegt werden. Da sich die Frau auch im Klinikum weiterhin gegen die Maßnahmen sperrte, mussten die Beamten zur Durchsetzung der Blutprobenentnahme erneut einfache körperliche Gewalt anwenden. Im Anschluss beruhigte sich die Situation und die Frau wurde wenig später aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Der Führerschein wurde sichergestellt und die Weiterfahrt untersagt. Gegen die Frau wird nun wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Bei dem zweiten Fahrzeug hatten die Beamten ebenfalls den richtigen Riecher. Der Pkw Audi wurde nach einem Abbiegevorgang von der Demminer Straße in die Usedomer Straße durch eine zweite Funkstreifenwagenbesatzung angehalten und kontrolliert. Bei der Fahrerin handelte es sich um eine 56-jährige Deutsche. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,84 Promille. Die Weiterfahrt wurde untersagt und ein entsprechendes Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte auch sie ihren Weg zu Fuß fortsetzen.