Ostersonntag erster Online-Auftritt für digitales Chorprojekt der Nordkirche

Über 30 Chöre mit rund 900 Sängerinnen und Sängern beteiligen sich mittlerweile am digitalen Chorprojekt „Sing To Hope Choir“, das der Fachbereich Popularmusik in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) vor zwei Wochen ins Leben gerufen hatte. Ziel ist es, allen Chorfans zwischen Flensburg und Greifswald eine Alternative zu den wegen des Coronavirus‘ abgesagten Chorproben zu bieten. Am Ostersonntag (12. April, 11:30 Uhr) wird es bereits eine erste gemeinsame Veröffentlichung im Internet geben: der digitale OsterHoffnungs-Chor 2020.

Jan Simowitsch, Leiter des Fachbereichs Popularmusik der Nordkirche: „Ostern heißt: Alles wird neu. Alles wird hell. Die Sonne geht auf. Das wollen wir mit den Sängerinnen und Sängern gemeinsam feiern! Am Ostersonntag lassen wir den derzeit größten Chor erklingen. Und dafür brauchen wir natürlich viele weitere Stimmen.“

„Morgenlicht“ heißt das Stück, das am Ostersonntag im Internet zu hören sein wird – als Chorvideo mit einem Zusammenschnitt möglichst vieler Aufnahmen von Teilnehmenden. Zu den prominenten Unterstützern des digitalen Chorprojektes gehört auch Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein: „Singen macht froh – das wissen wir alle. Und in Gemeinschaft macht es noch einmal mehr Freude“, sagt er. Deshalb vermissten derzeit sehr viele Menschen in der Nordkirche ihre Chöre und Chorproben. Magaard weiter: „Ich freue mich, dass mit diesem Osterprojekt die Freude am gemeinsamen Singen und die Osterfreude erlebbar werden und möchte alle motivieren, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Mitmachen ist ganz einfach!“

Neben Noten und Hörbeispielen der einzelnen Chorstimmen zum Osterstück „Morgenlicht“ gibt es hier auch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Interessierte ihren Gesang ohne Aufwand selber aufnehmen können.

Bis Dienstag, 7. April 2020, können diese Aufnahme und ein Foto, das den Sänger oder die Sängerin bei der Aktion zeigt, an folgende E-Mail-Adresse geschickt werden: Jan.Simowitsch@popularmusik.nordkirche.de.

Sobald die Einschränkungen des öffentlichen Lebens aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus‘ aufgehoben sein werden, wollen sich alle beteiligten Sängerinnen und Sänger zu einem gemeinsamen – und dann analogem öffentlichen – Konzert treffen.