Zeitgrenzen für kurzfristige Minijobs werden ausgeweitet

Kurzfristige Minijobs sind gerade in der Landwirtschaft beliebt. Auch hier sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren: Viele ArbeitnehmerInnen aus angrenzenden Ländern können ihre kurzfristige Beschäftigung in Deutschland nicht aufnehmen. Die Landwirt/inn/e/n wissen nicht, wie sie ihre Ernte – Erdbeeren, Spargel oder anderes Gemüse – einfahren sollen.

Die Zeitgrenzen für kurzfristige Minijobs werden daher von drei auf fünf Monate bzw. von 70 auf 115 Arbeitstage angehoben. Diese Regelung gilt übergangsweise für die Zeit vom 1. März 2020 bis 31. Oktober 2020 und ermöglicht den ArbeitgeberInnen so einen längeren Einsatz der noch zur Verfügung stehenden Saisonarbeitnehmer/innen.

Im Unterschied zum „normalen“ 450-Euro-Minijob dürfen Arbeitnehmer/innen bei einem kurzfristigen Minijob mehr als 450 Euro monatlich verdienen. Wichtig dabei ist, dass die Arbeit, wie beispielsweise bei Erntehelfer/innen, zeitlich begrenzt ist und die Beschäftigung nicht berufsmäßig ausgeübt wird.

Um gerade die Landwirt/inn/en in der Coronakrise wirkungsvoll zu unterstützen, werden diese Zeitgrenzen jetzt angehoben. Aber auch alle anderen Arbeitgeber/innen profitieren von dieser Regelung, wie beispielsweise Krankenhäuser, die Ärzte und Ärztinnen im Ruhestand befristet einstellen möchten.

Weitere Hintergrundinformationen zu diesem oder anderen Themen rund um die Corona-Pandemie und Minijobs finden Sie auf www.minijob-zentrale.de.