Mann nach Fahrradsturz schwer verletzt

Am Donnerstag, 30.04.2020, gegen 17:40 Uhr befuhr ein 33-jähriger Iraner mit einem Fahrrad die Kirschenallee in Neubrandenburg bergab in Richtung Lindenstraße.

Kurz vor der Einfahrt in diese verlor er aus ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrrad und stürzte ohne Fremdeinwirkung.

Bei dem Sturz zog er sich schwere Verletzungen an Becken und Schulter zu, so dass er zur weiteren Behandlung mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus verbracht werden musste. Am Fahrrad entstand ein Sachschaden von 50 EUR.

Mindestlohn für Bauarbeiter im Kreis Mecklenburgische Seenplatte gestiegen

Maurer mit mehr Mindestlohn: Für die rund 4.100 Bauarbeiter im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gilt eine neue Lohnuntergrenze. Keiner, der in der Branche arbeitet, darf weniger als 12,55 Euro verdienen – 35 Cent mehr als bisher. Das macht ein Plus von rund 60 Euro am Monatsende, wie die IG BAU Ostmecklenburg-Vorpommern mitteilt. Die Gewerkschaft rät den Beschäftigten deshalb, den letzten Lohnzettel zu prüfen. „Das Plus muss bereits mit der April-Abrechnung auf dem Konto sein. Und alle 313 Baufirmen im Kreis Mecklenburgische Seenplatte müssen dieses Lohn-Minimum zahlen“, sagt Bezirksvorsitzender Wolfgang Ehlert.

Messlatte für gelernte Betonbauer, Zimmerer und Fliesenleger sei jedoch der Tariflohn, so der Gewerkschafter. Der liegt bei aktuell 19,50 Euro pro Stunde. „Handwerker sind extrem gefragt – sogar in Zeiten von Corona. Bauarbeiter müssen wissen, was ihre Arbeit wert ist. Jeder hat eine anständige Bezahlung verdient. Gerade in Kleinbetrieben wird das vom Chef schon mal gern vergessen“, so Ehlert. Anspruch auf den Tariflohn haben Gewerkschaftsmitglieder, deren Firma Mitglied im Arbeitgeberverband ist.

Nach Angaben von Bauindustrie und -handwerk verzeichnete die Branche im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz von bundesweit knapp 140 Milliarden Euro. Mit einem Plus von vier Prozent gilt die Branche als eine zentrale Säule der Konjunktur – während die gesamte Wirtschaft nur um 0,6 Prozent zulegte. „Hier sollte sich kein Bauarbeiter unter Wert verkaufen“, betont Ehlert.

Corona sorgt für Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Seenplatte

„Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist mittlerweile durch die Pandemieauswirkungen gestiegen. Die Tendenz zeigt jedoch das die Arbeitslosigkeit in unserer Region sehr moderat ansteigt. Mit dem Instrument der Kurzarbeit möchten wir die lokalen Unternehmen bei der Sicherung der Fachkräfte unterstützen und Entlassungen vermeiden“, sagt der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 12.022 Arbeitslose: ein Plus zum Vormonat (+619), ein Plus zum April 2019 (+427)
  • Arbeitslosenquote in der Seenplatte 9,1 Prozent
  • mehr Zugänge in Arbeitslosigkeit und weniger Abgänge aus Arbeitslosigkeit in Arbeit zum Vormonat
  • alle Personengruppen sind betroffen
  • 556 Stellen wurden gemeldet: ein Minus zum Vorjahresmonatsvergleich (-406)
  • 34 % der Unternehmen (2.664) haben seit März KuG angezeigt
  • KuG Anzeige für 23.693 Beschäftigte

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Schmuck aus Juweliergeschäft in Neustrelitz entwendet

Am Mittwoch, 29.04.2020, zwischen 10:30 Uhr und 11:00 Uhr ist es in der Glambecker Straße in Neustrelitz zu einem Schmuckdiebstahl aus einem Juwelier gekommen. Nach jetzigem Ermittlungsstand betrat ein unbekannter Tatverdächtiger am 29.04.2020 gegen 10:30 Uhr das Juweliergeschäft und fragte die Angestellte in gebrochenem Deutsch, ob sie auch Ohrlöcher stechen würde. Die Angestellte verneinte dies, woraufhin der Mann das Geschäft verließ.

Gegen 11:00 Uhr befand sich die Angestellte im hinteren Bereich des Geschäftes. Dabei hörte sie Geräusche aus dem Verkaufsraum. Als sie nachsah, bemerkte sie denselben Mann, der eine halbe Stunde zuvor im Geschäft war. Dieser stand nun hinter dem Verkaufstresen an einem verschlossenen Regal und tat, als würde er sich für die darin befindlichen Ketten interessieren. Die Angestellte schob den Mann aus dem Verkaufsbereich. Anschließend verließ er das Geschäft in unbekannte Richtung. Erst nachdem der Mann sich entfernt hatte bemerkte die Angestellte, dass aus einer Schublade hinter dem Verkaufstresen 30 Halsketten und 9 goldene Damenringe in Herrengröße im Gesamtwert von 1650,-EUR entwendet wurden.

Der Tatverdächtige kann wie folgt beschrieben werden:

  • ca.30 Jahre alt
  • ca. 1,80 m groß
  • schlanke Gestalt
  • sehr gepflegtes Äußeres
  • schwarze, sehr kurz geschnittene Haare
  • sehr kurz geschnittener, schwarzer Vollbart
  • dunkle Bekleidung
  • sprach mit einem ausländischen Dialekt (vermutl. osteuropäisch)

Im Rahmen der Fahndung konnten die eingesetzten Beamten des Polizeihauptreviers Neustrelitz den Tatverdächtigen nicht antreffen. Die Ermittlungen zum Diebstahl wurden in der Kriminalkommissariatsaußenstelle in Neustrelitz aufgenommen.

Die Ermittler suchen Zeugen! Wer Hinweise zum Täter geben kann bzw. wer Angaben zum Verbleib des Diebesgutes machen kann, wird gebeten sich bei der Polizei in Neustrelitz unter der Telefonnummer 03981 258 224 zu melden.

Politisch motivierte Kriminalität im Landkreis

In der Nacht des 29.04.2020 gegen 23:00 Uhr erhielten die Beamten des Polizeihauptreviers Neustrelitz den Hinweis, dass durch unbekannte Täter ein Holzkreuz auf einem Parkplatz der B 198 Höhe Carpin aufgestellt wurde. Vor Ort bestätigte sich der Sachverhalt.

Am Waldparkplatz in der dortigen Kurve des Chausseehauses befand sich das 1,20 Meter hohe und 60 Zentimeter breite Holzkreuz. Auf dem Querbalken des Kreuzes wurde der Schriftzug „8. Mai 1945 BEFREIUNGSLÜGE“ angebracht. Nach der Sicherstellung des Objektes durch die eingesetzten Beamten, konnten in einer anschließenden Nahbereichssuche keine weiteren Holzkreuze festgestellt werden. Die Polizei ermittelt wegen des Verstoßes gegen das Ordnungswidrigkeitengesetz.

Des Weiteren wurden Beamte des Polizeireviers Friedland am 29.04.2020 darauf aufmerksam gemacht, dass sich auf einem Grundstück im Umkreis von Burg Stargard eine Strohpuppe mit einem Wehrmachtshelm und einem ausgestreckten rechten Arm befinden soll.

Vor Ort konnte die Puppe, die eine Vogelscheuche darstellte und mit Gummistiefeln, einer Regenjacke, einer Wathose und einem Wehrmachtshelm bekleidet war, aufgefunden und sichergestellt werden. Die 42-jährige deutsche Frau, die die Eigentümerin der Strohpuppe ist, gab an, dass die Puppe anders nicht gehalten hätte und der rechte ausgestreckte Arm lediglich zur Stabilität dienen würde. Zeugen, die das Grundstück einsehen konnten, gaben an, einen sogenannten Hitlergruß der Puppe deutlich wahrgenommen zu haben.

Der Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg ermittelt in diesem Fall wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

VZMV: Verbraucheranfragen werden weiter bearbeitet

Bereits seit 4 Wochen klingeln die Telefone bei der Verbraucherzentrale in Rostock, Schwerin, Neubrandenburg und Stralsund ununterbrochen. Tatsächlich werden Verbraucher im Zuge der Corona-Krise mit vielen neuen Problemen konfrontiert und möchten wissen, wie sie auf die unterschiedlichsten Angebote reagieren sollen.

Diese Fragen reichen von Reisestornierungen, Ausfall von Dienstleistungen, Unterbrechung des Fitnesstrainings bis hin zu überhöhten Preisen, dubiosen Angeboten im Internet und unzulässiger Werbung per Telefon. Wer sich bei seiner Beratungsstelle oder unter der zentralen Rufnummer 0381 208 70 50 meldet, bekommt einen Beratungstermin.

Zu diesem Termin wird man dann von einem Experten der Verbraucherzentrale angerufen und kann sein Problem abklären. Wer keine Anfrage hat, aber auf eine Kostenfalle oder auf ein sonst wie dubioses Angebot gestoßen ist, kann dies im neuen Beschwerdepostfach unter www.verbraucherzentrale-mv.eu mitteilen. Über die Suchfunktion findet man das Postfach unter „Beschwerden“.

Keine Sorge vor Notendruck bis Ferienbeginn

Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg-Vorpommern müssen die wegen der Schulschließungen ausgefallenen Klausuren und Klassenarbeiten nicht nachschreiben. Auch werden Notengebungen vornehmlich dann stattfinden, wenn Schülerinnen und Schüler dadurch die Chance erhalten, sich zu verbessern.

Die Abiturprüfungsverordnung für die 11. und 12. Klassen wurde so geändert, dass die Anzahl der erforderlichen Leistungsnachweise und der in die Gesamtqualifikation einzubringenden Halbjahresleistungen deutlich reduziert wird. Für viele Schülerinnen und Schüler werden damit die bis zur Schulschließung erbrachten Leistungen bereits ausreichen.

Das gilt auch für die Schülerinnen und Schüler in der Klasse 10, die sich auf die Mittlere Reife-Prüfung vorbereiten. Als Vornoten liegen dort die bisher im Schuljahr erzielten Leistungen vor. Diejenigen, die diese Noten verbessern möchten, erhalten dazu in den kommenden Wochen die Gelegenheit. Die Ministerin betonte, dass es ausschließlich Noten geben werde, die eine Leistungsverbesserung im Blick hätten.

In Mecklenburg-Vorpommern werden am Montag, den 4. Mai, rund 34.000 Schülerinnen und Schüler nach den Schließungen wieder in ihre Schulen kommen können. Das sind die 4. Klassen an den Grundschulen, die 9. Klassen an den regionalen Schulen sowie die 11. Klassen, die im kommenden Schuljahr Abitur machen. Bereits am 27. April waren über 20.000 Schülerinnen und Schüler wieder in die Schulen zurückgekehrt. Insgesamt gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 151.600 Schülerinnen und Schüler an allgemein bildenden Schulen und 34.200 an beruflichen Schulen.