Corona-Krise: Nordkirche ruft zu täglichem Glockengeläut auf

Die Leitenden Geistlichen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) rufen die Kirchengemeinden dazu auf, einmal täglich zum Innehalten und zum Gebet einzuladen. Im Rahmen der Aktion „Hoffnungsläuten – Innehalten und Beten am Mittag“ soll ab Freitag (27. März) in allen Kirchen täglich um 12 Uhr die Gebetsglocke geläutet werden.

Der Aufruf, der an die rund 1.000 Kirchengemeinden zwischen Sylt und Usedom gesandt wurde, ist unterzeichnet von Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, Bischof Gothart Magaard (Sprengel Schleswig und Holstein), Bischöfin Kirsten Fehrs (Sprengel Hamburg und Lübeck) und Bischof Tilman Jeremias (Sprengel Mecklenburg und Pommern).

Bischof Tilman Jeremias, Sprengel Mecklenburg und Pommern, sagt: „Die Glocken unserer Kirchen geben unserem Leben einen heilsamen Rhythmus und eine Struktur: Wir sind eingeladen, einen Moment innezuhalten und zur Besinnung zu kommen. Das Mittagsläuten verbindet uns mit Menschen in der weltweiten Christenheit. So gibt es seit Jahrhunderten das Angelusläuten. Es weist auf den ‚Engel des Herrn‘ hin, von dem in der Bibel berichtet wird. Zugleich erinnert es uns daran: Wie Maria von dem Engel besucht wurde, so bist auch Du nicht allein. Ein Engel ist an deiner Seite.“

Allen Kirchengemeinden, die sich an der Aktion beteiligen, stellt die Nordkirche dafür online Materialien zur Verfügung, darunter Vorschläge für Gebete, Texte und Gestaltungselemente für Internetseiten sowie Plakatmotive zum Selbstausdrucken für Schaukästen und Kirchentüren.