queerNB setzt auf virtuelle Begegnungen

Seit November 2017 treffen sich jeden letzten Freitag im Monat ab 20 Uhr queere Menschen zu einem Stammtisch in Neubrandenburg. Neben dem Torcafé, dem Stammlokal des Stammtischs, hat sich die Gruppe auch schon im Winehouse, dem Foyercafé, im
Güterbahnhof und im Kulturpark getroffen. Aufgrund der CoronaPandemie mussten diese Lokale jedoch schließen, Treffen von
mehr als zwei Personen sind seit Anfang dieser Woche verboten.

Social Distancing ist das Gebot der Stunde. Mit dem queeren Stammtisch soll trotzdem nicht Schluss sein. „Das Treffen wird einfach als Videochat ins Internet verlegt“, kündigt Marcel Spittel, Vorsitzender des queerNB, an. Dazu ist eine Anmeldung per E-Mail an info@queernb.de erforderlich. Alle Menschen, die sich der queeren Community zugehörig oder sonst mit dem Thema verbunden fühlen, sind herzlich zum Austausch im sicheren Rahmen eingeladen.

Dass ein gänzlicher Verzicht auf den Stammtisch keine Option ist, legt eine Studie des Robert-Koch-Instituts nahe, die vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde. Darin geht es um die gesundheitliche Lage von lesbischen, schwulen, bisexuellen sowie trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI). Darin heißt es, dass Lesben, Schwule und Bisexuelle seltener in Partnerschaften leben und sich stärker als heterosexuelle Menschen auf außerfamiliäre Unterstützungsnetzwerke verlassen. Außerdem können der Kontakt zu
Menschen mit ähnlichen Lebenserfahrungen sowie gemeinsame Aktivitäten das psychische Wohlbefinden positiv beeinflussen.

Link zur Studie des RKI

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