Zum neuen Jagdjahr 2020/21

Die untere Jagdbehörde teilt mit: zur Abschussplanung, Wildnachweisung und Jagdscheinerteilung

Abschussplanung: Schalenwild (mit Ausnahme von Schwarzwild) sowie Auer-, Birk- und Rackelwild darf nur auf Grund und im Rahmen eines Abschussplanes erlegt werden, der von der zuständigen Behörde im Einvernehmen mit dem Jagdbeirat zu bestätigen oder festzusetzen ist. Alle Eigen- und gemeinschaftlichen Jagdbezirke des Landkreises, die nicht am Erprobungsverfahren der Drei-Jahresabschussplanung teilnehmen, haben für die Wildarten Reh-, Rot- und Damwild Abschusspläne aufzustellen und zur Bestätigung bzw. Festsetzung (2-fach) einzureichen. Der Termin für die Vorlage der Abschusspläne für das Jagdjahr 2020/2021 wird bis zum 10.04.2020 festgelegt. Die Abschussplanformulare sind auf der Homepage des Landesjagdverbandes M-V erhältlich.

Wildnachweisung: Durch jeden Jagdausübungsberechtigten ist bis zum 10. April eines jeden Jahres der Jagdbehörde die Strecke des vorangegangenen Jagdjahres auf einem durch die oberste Jagdbehörde vorgeschriebenen Formblatt anzuzeigen. Hiervon unberührt ist eine Streckenmeldung an die zuständige Hegegemeinschaft. Das Formular Wildnachweisung ist im Internet u.a. auf der Homepage des Landesjagdverbandes M-V erhältlich. Es ist zwingend darauf zu achten, dass der Jagdbezirk entsprechend der Bezeichnung im Pachtvertrag und die örtlich zuständige Hegegemeinschaft benannt werden. Anderenfalls ist eine Zuordnung der Wildnachweisung nicht möglich. Falls die Meldung für eine Pächtergemeinschaft erfolgt, so sind Name und Anschrift des Sprechers sowie die Namen aller Jagdausübungsberechtigten aufzuführen. Es ist darauf zu achten, dass die Vor- und Rückseite der Wildnachweisung vollständig ausgefüllt werden, auch wenn kein Abschuss der dort aufgeführten Wildarten erfolgt ist. Die Wildnachweisung ist vom Verpächter zu unterzeichnen.

Jagdscheinerteilung: Das neue Jagdjahr beginnt am 1. April 2020. Nach Maßgabe der für die Jagdscheinerteilung notwendigen Bearbeitungszeit ist der Antrag auf Jagdscheinerteilung mit dem hierfür notwendigen Zeitvorlauf zu beantragen. Wird ein Antrag auf Jagdscheinerteilung per Post eingereicht, ist eine Bearbeitungszeit von ca. 2 Wochen einzuplanen. Es ist möglich, dass in Ausnahmefällen das persönliche Erscheinen für die Jagdscheinerteilung notwendig ist. Es ist zu beachten, dass das Bedürfnis für den Besitz von Schusswaffen und Munition entfällt, wenn der Jagdschein seine Gültigkeit verliert. Ebenso erlischt der Pachtvertrag, wenn der Pächter nicht mehr im Besitz eines gültigen Jagdscheines ist. Für die Erteilung des Jagdscheines muss ein ausgefüllter Antrag (siehe Internetseite des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte), das Jagdscheinheft sowie eine gültige Jagdhaftpflichtversicherung für den gesamten Antragszeitraum vorliegen. Sollte der Jagdschein keinen Platz für weitere Eintragung aufweisen, ist zusätzlich ein Passbild mit einzureichen. Bei der Ersterteilung eines Jagdscheines sind zusätzlich das Prüfungszeugnis im Original sowie die Bescheinigung als kundige Person vorzulegen.

Die Gebühren für die Jagdscheinerteilung belaufen sich für einen Jagdschein für 1 Jagdjahr auf 95,50 € (70,00 € Jagdscheingebühr; 25,50 € Jagdabgabe), für 2 Jagdjahre auf 121,00 € (70,00 € Jagdscheingebühr; 51,00 € Jagdabgabe) und für 3 Jagdjahre auf 146,50 € (70,00 € Jagdscheingebühr; 76,50 € Jagdabgabe. Soweit Sie Anspruch auf eine Gebührenermäßigung haben, ist dies formlos im Antrag zu vermerken und durch eine Bestätigung des Dienstherrn nachzuweisen. Die Vorlage des Dienstausweises allein ist nicht ausreichend.

Allgemeine Hinweise
Die untere Jagdbehörde des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte weist noch einmal alle Jagdpächter darauf hin, dass Änderungen in Bezug auf das Pachtverhältnis, selbst Adressänderungen, innerhalb von vier Wochen der Jagdbehörde anzuzeigen sind. Verstöße hiergegen als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

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