Kontrolle eines rumänischen Sattelzuges – zwei Strafanzeigen erstattet

Im Rahmen der länderübergreifenden Verkehrskontrollen „Truck&Bus“ haben die Beamten der Besonderen Verkehrsüberwachung des Autobahn- und Verkehrspolizeireviers Altentreptow am Dienstag, 11.02.2020, in der Neustrelitzer Straße in Neubrandenburg einen rumänischen Sattelzug angehalten und einer Kontrolle unterzogen. Es stellte sich heraus, dass die beiden 37-jährigen und 38-jährigen rumänischen Staatsbürger aus Richtung Berlin die B96 gefahren sind und als Ziel eine Neubrandenburger Firma hatten.

Die beiden Beamten kontrollierten neben den Personalien, den Führerscheinen und den Fahrzeugpapieren auch die ordnungsgemäße Benutzung des Fahrtenschreibers. Fahrtenschreiber sind mit zwei Steckplätzen zum Einführen der Fahrerkarten versehen. Jeder Fahrer hat seine persönliche Fahrerkarte zur Aufzeichnung seiner Lenk-und Ruhezeiten, Pausen und Arbeitszeiten. Die eigene Fahrerkarte des Fahrers ist zu Beginn der Fahrt in den Fahrtenschreiber einzuführen. Bei zwei Fahrern hat Fahrer 1 (der Fahrer) seine Karte in Steckplatz 1 und Fahrer 2 (Beifahrer) seine Karte in Steckplatz 2 einzuführen. Wechseln Fahrer und Beifahrer die Plätze, sind auch die Fahrerkarten in den Steckplätzen zu wechseln. So werden dann vorschriftsmäßig die tatsächlichen Fahrzeiten für die jeweilige Person aufgezeichnet und gespeichert.

In dem hiesigen Fall bei den beiden rumänischen Staatsbürgern waren die Fahrerkarten falsch in den Steckplätzen des Fahrtenschreibers gesteckt, so dass zum Zeitpunkt der Kontrolle die Daten der Tätigkeiten jeweils auf der Fahrerkarte des Anderen aufgezeichnet wurden. Auch der Versuch, dass die beiden Männer zu Beginn der Kontrolle noch schnell die Plätze tauschen wollten, schlug fehl, da die Beamten dies unterbunden haben.

Die beiden 37- und 38-jährigen Männer haben sich damit wegen Fälschung beweiserheblicher Daten und Missbrauch von Ausweispapieren strafbar gemacht. Gegen beide Fahrer wurden Strafanzeigen erstattet. Zudem wurden nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg von Beiden vor Ort eine Sicherheitsleistung von jeweils 600EUR erhoben.