Wirtschaftliche Entwicklung im regionalen Handwerk weiterhin auf hohem Niveau

Das Handwerk im Bereich der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern (HWK) bewertet seine derzeitige wirtschaftliche Situation als äußerst positiv. Dies zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage der HWK. So gaben 96 Prozent der befragten Handwerksbetriebe eine befriedigende bis gute Geschäftslage an, 70 Prozent aller Unternehmen meldeten eine Betriebsauslastung von mehr als 80 Prozent. Der durchschnittliche Auftragsvorlauf beträgt 9,8 Wochen, in der Baubranche sogar ca. 11 Wochen. Im Vergleich zu den vorangegangenen Konjunkturumfragen der HWK sind bei den meisten Indikatoren – von der Auslastungsquote bis zur Beschäftigungssituation – Steigerungen zu verzeichnen. Damit ist das Handwerk mit seinen insgesamt ca. 12 300 Handwerksunternehmen ein zuverlässiger Wirtschaftsbereich auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt in der Region.

Dazu Jens-Uwe Hopf, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ostmecklenburg – Vorpommern: „Die wirtschaftliche Entwicklung hat sich im regionalen Handwerk in den Sommermonaten weiter auf höchstem Niveau stabilisiert. Die Kapazitätsgrenzen sind jedoch in den meisten Unternehmen nicht zuletzt aufgrund fehlender Fachkräfte erreicht. Dennoch muss zwischen den Gewerken differenziert werden. Während die Bau- und Ausbaugewerke deutlich im Wachstum zulegen konnten und auch im Nahrungsmittelhandwerk aufgrund der saisonalen Nachfrage die Auslastung der Betriebe gut war, waren die Bewertungen im Kfz-Handwerk und in den Gesundheitshandwerken eher verhalten.“

Für die künftige konjunkturelle Entwicklung erwarten die regionalen Handwerksunternehmen hingegen keinen weiteren Anstieg und sind weniger euphorisch. So rechnen 83 Prozent aller Befragten eher mit einer befriedigenden Geschäftslage. Hier sind vor allem auch die Handwerksbetriebe der Bau- und Ausbaugewerke zurückhaltend. „Diese Prognose zeigt, dass es in vielen Bereichen endlich auch deutlichere Signale der Politik geben muss, um Verunsicherungen vieler Unternehmen entgegenzuwirken und Planungssicherheit zu geben. Dazu gehört das Lösen von Bremsen bei den öffentlichen Investitionen ebenso wie der Bürokratieabbau und die Lösung der Dieselkrise, die überfällig ist. So erwartet das Handwerk, dass die Industrie die Möglichkeiten für Nachrüstungen der Dieselfahrzeuge anbietet und die Kosten nicht den Handwerksunternehmen aufgebürdet werden.“