Sachbeschädigung durch Feuer im Gewahrsamsraum des Polizeihauptrevieres Neubrandenburg

Am Sonnabend, 01.09.2018, gegen 04:50 Uhr kam es in einer Gewahrsamszelle im Polizeihauptrevier Neubrandenburg zu einem Brand. Polizeibeamte bemerkten in der besagten Zelle ein flackerndes Licht. Daraufhin begaben sich diese unmittelbar zum Gewahrsamsraum und öffneten diesen. Dabei stellten sie fest, dass eine Decke brannte. Mittels Feuerlöscher konnte der Brand schnell gelöscht werden, so dass ein Feuerwehreinsatz nicht erforderlich war.

Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befand sich in der Gewahrsamszelle ein 37-jähriger Neubrandenburger, welcher gegen 02:15 Uhr zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen wurde. Dieser hatte zuvor mehrere Straftaten, unter anderem Körperverletzung, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte begangen und war zu dem alkoholisiert. Der Neubrandenburger sowie die anwesenden Polizeibeamten blieben unverletzt.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand täuschte der Tatverdächtige zwischen Einlieferung in die Zelle und Brandausbruch einen medizinischen Notfall vor, so dass der Notarzt angefordert werden musste. Vermutlich während der Untersuchung durch den Notarzt gelang es ihm, unbemerkt das Feuerzeug in seinen Besitz zu bringen. Mithilfe des Feuerzeuges setzte er anschließend die in der Zelle befindliche Decke in Brand. Es entstand geringer Sachschaden. Der Kriminaldauerdienst aus Neubrandenburg führte vor Ort die Ermittlungen und war zur Spurensuche eingesetzt. Die Motivlage des 37-Jährigen bleibt zu ermitteln.